31.01.2017

Vor der Bundestagswahl: Super-Gau in der AfD? Sex-Skandal, Partei-Ausschluss und Gauland-Wechsel

Gauland gibt AfD-Spitzenposten in Brandenburg für Bundestagswahl auf

Gauland gibt AfD-Spitzenposten in Brandenburg für Bundestagswahl auf Bild: picture alliance / Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland will im Frühjahr seine Spitzenämter im Land aufgeben, um sich auf die Bundestagswahl zu konzentrieren. "Beim Landesparteitag im April trete ich nicht mehr an", sagte er der "Bild". Der 75-Jährige ist Vorsitzender von Landespartei und Landtagsfraktion.

In beiden Ämtern will ihm der Zeitung zufolge sein bisheriger Stellvertreter Andreas Kalbitz nachfolgen. Er wird zum rechtsnationalen Flügel der AfD gerechnet. Am vergangenen Wochenende hatte eine Mitgliederversammlung Gauland zum brandenburgischen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im September gewählt. Er ist auch stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei.

Sex-Skandal in der AfD Sachsen-Anhalt?

In der AfD in Sachsen-Anhalt scheint sich derweil ein handfester Skandal abzuzeichnen. Bereits Ende Dezember ist eine frühere Referentin entlassen worden, weil sie gegen den Abgeordneten Matthias Büttner Anzeige wegen sexueller Nötigung erstattet hatte, schreibt der "Focus". Darauf soll Parteimitglied Daniel Roi ein Postitionspapier in dieser Sache an die Entlassene gegeben haben. Die AfD überdenkt nun den Ausschluss von Roi.

Sollte es tatsächlich zu einem Parteiausschluss des Landtagsabgeordneten Daniel Roi kommen, droht eine Spaltung der Landesfraktion, schreibt der "Focus" weiter. Roi habe ein gutes Netzwerk und zu dem den mitgliederstärksten Kreisverband in Sachsen-Anhalt. Viele seiner rechtspopulistischen Anhänger könnten ihm folgen und die AfD ebenfalls verlassen. Weiterhin bestehen zwischen Roi und Franktionschef André Poggenburg seit längerem Diskrepanzen.

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Chaotische Zustände auf dem AfD-Landesparteitag in Brandenburg

Auch der Landesparteitag der brandenburgischen AfD schien chaotisch abzulaufen. Die Stimmauszählung zur Bundestags-Listenwahl zog sich über zehn Stunden hin und bei jeder Auszählung kamen andere Ergebnisse heraus, schreibt die "Bild". Ein Bewerber für den Listenplatz wurde sogar mit Vorstrafen zugelassen, ein anderer sieht Frauen in Führungsämtern nur mit Kindern.

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koj/loc/news.de/dpa
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