16.01.2017, 15.36 Uhr

Superwahljahr 2017 Deutschland: Wahltermine und Prognosen zu allen Wahlen im Jahr 2017

Bevor im Herbst die Bundestagswahl 2017 ansteht, werden im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen neue Landtage im Superwahljahr 2017 gewählt.

Bevor im Herbst die Bundestagswahl 2017 ansteht, werden im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen neue Landtage im Superwahljahr 2017 gewählt. Bild: Oliver Berg / picture alliance / dpa

Das Jahr 2017 hat es in sich - zumindest im Hinblick auf die in diesem Jahr anstehenden Wahlen. So findet 2017 nicht nur die Bundestagswahl statt, sondern auch drei Landtagswahlen stehen in diesem Jahr auf der Agenda. Neben dem Saarland sind auch Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, neue Landtage zu wählen. Nicht zuletzt steht im Herbst die Bundestagswahl 2017 an.

Bundespräsidentenwahl am 12.02.2017: Frank-Walter Steinmeier als Nachfolger von Joachim Gauck wahrscheinlich

Den Auftakt gibt es allerdings schon am 12. Februar, wenn die Bundespräsidentenwahl durch die 16. Bundesversammlung ansteht. Neben dem auch von CDU und CSU für den Posten unterstützten SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier haben sich auch Christoph Butterwegge (Die Linke), Albrecht Glaser von der AfD und TV-Richter Alexander Hold von den Freien Wählern als Kandidaten aufstellen lassen. Der amtierende Außenminister Frank-Walter Steinmeier wird bei der Bundespräsidentenwahl aller Voraussicht nach von der Bundesversammlung zum Nachfolger von Joachim Gauck gewählt, der für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht.

Superwahljahr beginnt mit Landtagswahl im Saarland am 26.03.2017 - Bleibt die GroKo bestehen?

In Sachen Landtagswahlen 2017 ist das Saarland als erstes der insgesamt drei Bundesländer an der Reihe, seine Bürger zur Wahlurne zu bitten. Am 26. März wird im Saarland der neue Landtag gewählt. Zurzeit erscheint eine Neuauflage der großen Koalition realistisch. In einer Forsa-Umfrage sprachen sich zuletzt 46 Prozent für eine Fortsetzung des schwarz-roten Bündnisses aus. Die CDU käme demnach auf 37 Prozent, die SPD auf 26 Prozent - zusammen also 63 Prozent. Das wären dann drei Prozentpunkte weniger als bei der Wahl von 2012. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat bereits angekündigt, dass sie die große Koalition fortsetzen will.

Ihre Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD), die ihre Partei als Spitzenkandidatin in den Landtagswahlkampf führt, legt sich dagegen nicht darauf fest. Für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis sprachen sich in der jüngsten Umfrage 6 Prozent der Befragten aus.

Schleswig-Holstein: Landtagswahl am 7. Mai 2017: So sehen die Prognosen aus

Nur wenige Wochen später öffnen die Wahllokale in Schleswig-Holstein, wenn am 7. Mai die Landtagswahl im norddeutschen Bundesland ansteht.Im nördlichsten Bundesland sieht es so aus, als könnte alles beim Alten bleiben. Umfragen im April und Oktober sagten der Koalition aus SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband (SSW) erneut eine Mehrheit voraus. Alle drei betonen immer wieder den Wunsch, ihr Bündnis fortzuführen. Wegen der guten Haushaltslage kann die Regierung von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erstmals seit über 50 Jahren für 2017 ohne neue Schulden planen.

Die CDU sucht nach dem Wechsel bei Landesvorsitz und Spitzenkandidatur vom blassen Ingbert Liebing auf Fraktionschef Daniel Günther neuen Schwung. Sie gibt das Ziel aus, wieder stärkste Partei zu werden. Die Oktober-Umfrage sah die CDU bei 26 und die SPD bei 31 Prozent. Die FDP würde eine Koalition mit CDU und Grünen einer Ampel mit SPD und Grünen vorziehen. Die im Land kaum öffentlich präsente AfD lag in der Oktober-Umfrage bei 6 Prozent.

Nordrhein-Westfalen wählt neuen Landtag am 14. Mai: Letzter Stimmungstest vor Bundestagswahl im Herbst

Eine Woche darauf, am 14. Mai, sind die Bürger in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, ihren neuen Landtag zu wählen.Die Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland birgt die größte Spannung. Sie ist der letzte große Stimmungstest vor der Bundestagswahl - und für die SPD eine Art Schicksalswahl. 2005 war die Niederlage der Sozialdemokraten in ihrem Stammland Auslöser für das Vorziehen der Bundestagswahl.

Zurzeit stehen die Zeichen auf Veränderung. In Wählerumfragen hat seit langem weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb eine Mehrheit. Eine schwierige Ausgangslage sowohl für Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als auch für ihren Herausforderer Armin Laschet (CDU). Kraft regiert seit 2010 - zunächst mit einer Minderheitsregierung, seit der vorgezogenen Neuwahl 2012 mit rot-grüner Mehrheit.

Rechnerisch wäre derzeit allenfalls eine große Koalition oder ein Dreier-Bündnis möglich. Die Linke könnte zwar die Rückkehr in den Landtag schaffen, allerdings gibt es kaum Schnittmengen für Rot-Rot-Grün in NRW. Eine Ampel hat FDP-Chef Christian Lindner bereits ausgeschlossen. Mit der AfD, die allen Prognosen zufolge den Einzug in den Landtag schaffen dürfte, will niemand zusammenarbeiten.

Bundestagswahl 2017: AfD will Sprung in den Bundestag schaffen

Das große Highlight des Superwahljahres 2017 findet dann vom 17. bis 24. September statt, wenn die Bundestagswahl 2017 ansteht.CDU-Chefin Angela Merkel will zum vierten Mal Kanzlerin werden. Dass die rechtspopulistische AfD den Sprung in den Bundestag schafft, gilt als ausgemacht. Insgesamt könnten sieben Parteien im Parlament vertreten sein (CDU, CSU, SPD, Linke, Grünen, AfD und FDP), was eine Regierungsbildung kompliziert machen dürfte.

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loc/sam/news.de/dpa
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