15.11.2016, 16.02 Uhr

Bye, bye Barack Obama!: Gescheiterter Messias? So war Obamas Zeit als Präsident

Barack Obama geht als erster schwarzer US-Präsident in die Geschichte der USA ein.

Barack Obama geht als erster schwarzer US-Präsident in die Geschichte der USA ein. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Anne Geyer

Amerika hat entschieden: Barack Obama geht und Donald Trump kommt. Während die einen am liebsten Obamas Bein umklammern würden, um ihn am Auszug aus dem Weißen Haus zu hindern, frohlocken andere über den "Change" den Trump bringen will - und der die Amis wieder "groß" machen soll. Ob es klappt, ist fraglich. Fakt ist: Viele Amerikaner waren auch von Obama enttäuscht. Dem Friedensnobelpreis- und Hoffnungsträger, der am Ende doch an der Blockade der Republikaner scheiterte - und kaum eine Reform wirklich umsetzen konnte. Wir werfen einen Blick zurück - auf acht Jahre Barack Obama.

Barack Obama, der Präsident, der alles veränderte

Barack Obama zog als erster schwarzer Präsident ins Weiße Haus ein. Am 20. Januar 2009 trat er seine Amtszeit an. Als Messias, wurde er (ein wenig) spöttisch bezeichnet, denn die Menschen, und nicht nur Amerikaner, setzen große Hoffnungen in ihn. Hoffnungen, die Obama nie erfüllen konnte. Als er gleich zu Beginn seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis erhält, hagelt es Kritik. Obama selbst sagt in seiner Dankesrede, er habe die Auszeichnung nicht verdient.

Die Lage der USA zu Obamas Amtsantritt: Krieg und Resignation

Amerika steckte in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Minderheiten des Landes witterten eine Besserung ihrer Lage mit einen "von ihnen" ganz an der Spitze des Landes. Obamas großes außenpolitisches Versprechen: Die Truppen aus dem Nahen Osten heimholen. Frieden statt Krieg, lautete die neue Parole in den USA. Innenpolitisch war sein größtes Anliegen eine gesetzliche Krankenversicherung - nach dem Vorbild Deutschlands.

Abzug der Truppen im Nahen Osten führt zu Instabilität

Zunächst hält Obama Wort. Die Truppen werden aus dem Irak abgezogen. Doch dadurch wird das besetzte Land in eine tiefe Krise gestürzt. Unruhen flammen auf, Chaos herrscht und entwickelt sich schon bald zu einem Flächenbrand. Obama muss den Abzug der Truppen verzögern, sein Versprechen will er aber stur einhalten. Ein Fehler, denn die Region ist instabil, Rebellentruppen haben leichtes Spiel. Der Aufstieg des IS wird so begünstigt. Am Ende steht eine der größten Flüchtlingskrisen, die die Europäische Union je erlebt hat. Die USA selbst halten sich bei der Aufnahme Geflüchteter im Hintergrund. Im Nahen Osten setzt Obama heute auf Drohnen- und Luftangriffe gegen den IS.

Anliegen Nummer 1: Obamacare sollte Obamas großer Sieg werden

Die Durchsetzung von Obamacare im Jahr 2010, der ersten staatlichen Krankenversicherung in den USA, kann wohl als einer der größten Triumphe Obamas verbucht werden. Tatsächlich musste er dafür hart kämpfen - denn beinahe hätten die Republikaner im Kongress sein großes Vorhaben zum Scheitern gebracht. Die Krankenversicherung wurde schließlich in einer viel abgespeckteren Version eingeführt, als ursprünglich von Obama beabsichtigt.

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