04.07.2016, 12.31 Uhr

Klimaschutzplan 2015: Bundesregierung will Gasheizung verbieten

In neuen Wohnhäusern darf ab 2030 keine Gasheizung mehr eingebaut werden.

In neuen Wohnhäusern darf ab 2030 keine Gasheizung mehr eingebaut werden. Bild: dpa

Die Bundesregierung will die Umwelt retten. Offenbar hat die Energiewende mittlerweile höchste Priorität in Berlin. Ab 2030 darf in Wohnhäusern nicht mehr mit fossilen Brennstoffen geheizt werden. Der Klimaschutzplan gleicht einem "klimapolitischen Gau".

Klimaschutzplan 2050: Verbot fossiler Brennstoffe?

In einem zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium abgestimmten Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, die Stromgewinnung aus Kohle werde an Bedeutung abnehmen. In einem Entwurf vom April hatte es dagegen noch geheißen: "Die Stromerzeugung auf Basis von Kohle muss somit schon deutlich vor 2050 beendet werden." Der neue Entwurf liegt zurzeit für weitere Abstimmungen im Kanzleramt.

Verbot von Gasheizung ab 2030?

Auch für Häuslebauer hat der Klimaschutzplan fatale Folgen. Ab 2030 dürfen in Neubauten keine Gasheizungen mehr eingebaut werden. "Die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung für den Klimaschutzplan 2050 gleichen einem klimapolitischen Gau. Wenn die Bundesregierung an diesen Vorhaben festhält, wird sie nicht ein einziges Klimaschutzziel erreichen", kritisiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas e.V.

Die Kosten für die Elektrifizierung des Wärmemarkts schätzt die Initiative auf etwa 2.000 Milliarden Euro. Das entspräche etwa 50.000 Euro pro Haushalt. Erdgas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein, weil es deutlich weniger Emissionen verursacht als etwa Kohle oder Öl.

"Vor diesem Hintergrund sind Planungen, den Einbau von Gasheizungen in Neubauten ab 2030 zu verbieten, völliger Irrsinn. Die Gasheizung ist die beliebteste Heizung der Deutschen. Drei von vier verkauften Heizungen sind Erdgas-Heizungen. Wenn die Regierung den Einbau in Neubauten verbietet, handelt sie in direktem Gegensatz zum Verbraucherwillen", warnt Kehler.

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bua/gea/news.de/dpa
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