21.04.2016, 08.57 Uhr

NATO-Vertreter warnen: Terror-Miliz IS plant Angriffe auf Europa mit Atombomben

Ein Screenshot aus einem Video des Islamischen Staats, das vermutlich die Zerstörung der Ruinen der altorientalischen Stadt Nimrud aus dem 13. Jahrhundert im Irak zeigt.

Ein Screenshot aus einem Video des Islamischen Staats, das vermutlich die Zerstörung der Ruinen der altorientalischen Stadt Nimrud aus dem 13. Jahrhundert im Irak zeigt. Bild: dpa

Vertreter der NATO haben bestätigt, dass gerechtfertigte Besorgnis darüber besteht, dass die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) mittlerweile über sogenannte Waffen des CBRN-Spektrums verfügt und damit Anschläge in ganz Europa geplant hat. Das berichtet das Online-Portal der Tageszeitung "Österreich", "oe24.at", unter Berufung auf die britische Zeitung "DailyStar". CBRN steht für chemische, biologische, radioaktive und nukleare Materialien.

NATO-Vertreter: IS plant Implantation von Bomben im Körper

Während einer Konferenz in London sagte der britische NATO-Funktionär Jamie Shea (62): "Wir wissen, dass die Terroristen versuchen, die Substanzen zu erlangen." Darüber hinaus hieß es, der IS versuche, die Bomben in den menschlichen Körper zu implantieren.

Kurz vor Beginn der Konferenz war bekannt geworden, dass die Miliz Anschläge in europäischen Urlaubszielen geplant hatte.

Syrische Nachrichtenagentur: Wendet der IS bereits Senfgas als Waffe an?

Anfang April sollen IS-Kämpfer bereits einen Militärflughafen in der Nähe der ostsyrischen Großstadt Deir Essor mit biologischen Waffen angegriffen haben. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana hatte damals gemeldet, dass es sich dabei um Senfgas gehandelt habe.

Sei Längerem gab es Berichte und Spekulationen darüber, ob die Dschihadisten über Chemiewaffen verfügen. Der amerikanische CIA-Chef John Brennan hatte im Februar davor gewarnt, der IS sei in der Lage, geringe Mengen an Senf- und Chlorgas herzustellen. Damit hatte Brennan einer Vermutung der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), wonach der IS Senfgas und "andere Waffen" herstelle, neue Nahrung gegeben.

Saddam Husseins Giftmischer heute beim IS

Der Islamische Staat ging 2003/2004 aus der "Al-Qaida im Irak" hervor. Irakische Militärs waren unter der Führung von Diktator Saddam Hussein in den 1990er Jahren an einem Aufbau eines Chemiewaffenprogramms beteiligt und wendeten chemische Waffen im ersten Golfkrieg an. Einige dieser Männer sind nun auch fester Bestandteil der IS-Führungsriege.

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lid/boi/news.de
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