11.12.2015, 14.00 Uhr

Populisten der Alternative für Deutschland bald pleite?: So wollen Linke die AfD kaputt spenden

"Damit wir auch weiterhin für Sie kämpfen können": Ob Frauke Petry derzeit Geldsorgen treiben? Bild: dpa/Julian Stratenschulte

Es ist schon so eine Sache mit dem Euro: Eigentlich wollte die "Alternative für Deutschland" (AfD) ihn ja abschaffen. Blöd nur, dass die Rechtspopulisten in der Realität eben auch auf die immer wieder verteufelte Währung angewiesen sind.

Weil der Bundestag eine Änderung des Parteiengesetzes verabschieden will, fürchtet die Partei nämlich drastische Verluste. Damit sie jedoch auch weiterhin für ihre Anhänger kämpfen kann, bittet die AfD diese nun um Unterstützung. "Die Partei" und Antifa-Gruppen sehen darin eine Chance, den Populisten zu Schaden.

AfD bettelt um Gelder: Mit 1-Cent-Spenden zum Ruin?

Laut "Spiegel Online" soll dies folgendermaßen funktionieren: "Bei jeder Onlineüberweisung, etwa über PayPal oder den Dienstleister Sofort, muss der Empfänger Gebühren zahlen. Diese liegen zwischen 0,9 und 1,9 Prozent des Überweisungsbetrag. Hinzu kommen jedoch Gebühren in Höhe von 25 beziehungsweise 35 Cent pro Überweisung. Wenn also die Spender 1 Cent oder 10 Cent an die AfD überweisen, würde die Partei mit jeder Spende Geld verlieren."

Zwar wird die AfD zusätzlich durch die staatliche Parteienfinanzierung unterstützt, doch auch über diese würde den Rechtspopulisten bei einer Spende von bis zu zehn Cent letztendlich nur ein Minus bleiben.

Populisten drohen Spendern: "Das ist kein Problem für uns, nur ein nettes Scharmützel"

AfD-Bundessprecher Christian Lüth sagte gegenüber "Spiegel Online": "Das ist kein Problem für uns, nur ein nettes Scharmützel." Die Partei habe mit PayPal und Sofort "ausgezeichnete Sonderkonditionen", wie die Populisten auf ihrer Seite verkünden - und dabei offenbar ausdrücklich den 1-Cent-Spendern gedankt.

Fragt sich nur, warum die Partei in ihrer Reaktion dennoch droht, Daten der Cent-Spender "zu einer juristischen Prüfung einer möglichen strafrechtlichen Relevanz an die zuständigen Ermittlungsbehörden" zu übergeben. Dienstleister Sofort hat indessen den Vertrag mit der AfD gekündigt. Laut internen Richtlinien arbeitet das Unternehmen mit keiner politischen Partei zusammen.

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mie/Ife/hos/news.de
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