25.08.2015, 09.31 Uhr

52,50 Euro pro Quartal: GEZ fordert Rundfunkbeitrag von Flüchtlingen

Flüchtlinge in Hamburg sollen GEZ zahlen.

Flüchtlinge in Hamburg sollen GEZ zahlen. Bild: dpa

Jeder Haushalt in Deutschland muss Rundfunkgebühren bezahlen. Egal ob ein TV-Gerät vorhanden ist oder nicht. Dabei werden jetzt sogar Flüchtlinge belangt. Menschen, die auf ihrem Weg aus dem Irak, Syrien oder Afrika unsäglichen Strapazen getrotzt haben, um endlich in Deutschland anzukommen. Und nun sollen sie auch noch Rundfunkgebühren zahlen.

In Hamburg verschickt die GEZ aktuell Briefe an Flüchtlinge, um Beiträge einzutreiben. Dabei sind sie doch eigentlich von den Zahlungen befreit.

Beitragsservice verlangt Rundfunkgebühren von Flüchtlingen

Laut "Bild"-Zeitung schickt der "Beitragsservice" in Hamburg Briefe an Flüchtlingsunterkünfte, um den Rundfunkbeitrag von dort einzutreiben. Die Kosten belaufen sich auf 52,50 Euro pro Quartal. Allein im April und Mai haben sich 47 Personen an die Sozialberater in den Hamburger Unterkünften gewandt. Der Grund: Aus den Daten, die dem Beitragsservice übermittelt werden, wird nicht deutlich, dass diese von Flüchtlingen stammen.

Flüchtlinge von GEZ befreit

Im Februar war es bereits zu einem ähnlichen Fall in Dortmund gekommen. An rund 800 Flüchtlinge wurden damals Zahlungsaufforderungen geschickt. In Hamburg werden die Asylbewerber nun von dem Betreiber "Fördern und Wohnen" darüber aufgeklärt, dass für sie Beitragsbefreiung gilt.

Lesen Sie hier: Warum Flüchtlinge nach Deutschland kommen!

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bua/news.de
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