26.08.2015, 10.44 Uhr

Donald Trumps verbale Ausfälle: Seine rassistischen und frauenfeindlichen Fehltritte im Wahlkampf

Umfrage: Trump zieht republikanischen Konkurrenten davon

Umfrage: Trump zieht republikanischen Konkurrenten davon Bild: Peter Foley/dpa

Von news.de-Volontärin Conny Rädel

Donald Trump kennt man hierzulande vor allem als Baulöwen, Medien-Unternehmer und treuen Liebhaber einer fragwürdigen Frisur. Auch seine Reality-Sendung "The Apprentice" dürfte einigen bekannt sein, vor allem sein legendärer Spruch "You're fired" (dt. "Du bist gefeuert"). Inzwischen hat der TV-Sender jedoch Trump selbst vor die Tür gesetzt. Nun ist Trump auch noch als Kandidat der der Republikaner für die US-Präsidentschaftswahl 2016 im Rennen und eckt dabei kräftig an.

Trump als Rassist und Frauenfeind

Dass er inzwischen als Rassist und Frauenfeind gesehen wird, stört ihn dabei wenig und so pöbelt er fröhlich weiter gegen Einwanderer, TV-Sender und andere Politiker. Trotzdem liegt Donald Trump in den Umfragen weit vor den anderen republikanischen Präsidentschaftskandidaten, da er einfach eine verdammt gute Show abliefert. Hier seine besten Fehltritte im Überblick.

Donald Trump gegen mexikanische Verbrecher

Trump wettert gegen illegale Einwanderer. Soweit nichts ungewöhnliches für einen republikanischen Kandidaten, doch der Mann mit seltsamen Frisur geht in seiner Kandidaturankündigung einen Schritt weiter: Er spricht die Mexikaner nicht nur schuldig, Kriminalität und Drogen in die USA zu bringen, sondern nennt sie auch noch pauschal Vergewaltiger. Aber ein Rezept dagegen hat der Milliardär auch schon, er will eine riesige Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen. Bezahlen sollen den übrigens die Mexikaner.

Salma Hayek gegen Donald Trump: "Jeder hat das Recht darauf, dumm zu sein."

Milliardär will Rechte von Einwanderern beschneiden

Doch nicht nur gegen die Einwanderer wettert Trump, auch am 14. Zusatz der amerikanischen Verfassung rüttelt er. Dieser garantiert, dass jedes in den USA geborene Kind die US-amerikanische Staatsbürgerschaft bekommt. Für ein Einwanderungsland wie die USA ist dies ein sehr wichtiger und empfindlicher Punkt. Und Donald Trump sollte bevor er daran rüttelt erstmal einen Blick in die eigene Familiengeschichte werfen: Seine Mutter Mary MacLeod Trump stammt aus Schottland und sein Großvater väterlicherseits war der deutsche Einwanderer Friedrich Drumpf.

US-Vorwahlkampf: Zehn Republikaner für TV-Debatte bestimmt

US-Vorwahlkampf: Zehn Republikaner für TV-Debatte bestimmt Bild: Tannen Maury/dpa

Donald Trumps Riesen Fauxpas - Frauenfeindlicher Twitter-Kommentar

Sexistische ist Trump sowieso, aber als er von der Moderatorin Megyn Kelly bei der ersten Fernsehdebatte der republikanischen Kandidaten damit konfrontiert wird, platzt ihm der Kragen. Er wetterte gegen die äußerst beliebte Fox-News-Moderatorin, nannte sie ein "Leichtgewicht" und meinte, dass er keinen Respekt vor ihr habe. Er twitterte: "Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam. Blut kam raus wo auch immer." Das wurde so aufgefasst, dass Trump Kelly sei nur deshalb so kritisch gewesen, weil sie Menstruationsprobleme gehabt habe. Das geht viele zu weit. Trump rudert zurück ... irgendwie. "Ich entschuldige mich, wenn ich falsch liege, aber ich lag nicht falsch", zitiert "Spiegel Online" Trump. Er sagt, er habe Kellys Nase gemeint.

Donald Trump vs. Heidi Klum

Neben der Fox-Moderatorin beleidigte Trump auch Top-Model veralbert den Frauenfeind in einem Video.

Wahlkampf mit Unterhaltungswert statt Inhalten

Es bleibt abzuwarten ob die Amerikaner Trumps Aussagen im Wahlkampf weiterhin so unterhaltsam finden. Denn Tatsache ist: Konkrete Pläne des Präsidentschaftskandidaten gehen durch seine verbalen Ausfälle gegen alles und jeden verloren. Einer seiner Wahlkampfmanager schmiss schon das Handtuch deswegen. Mal sehen, was die Amerikaner von den Fehltritten des Milliardärs auf lange Sicht halten.

Dem "Trump Generator": Demütigen wie der Meister Donald Trump leicht gemacht.

In einem Interview ließ Donald Trump, der für frauenfeindliche Sprüche bekannt ist, auch an Model-Mama Heidi Klum kein gutes Haar. „Heidi Klum. Leider ist sie keine Zehn mehr“, verriet er und meint damit seine eigene Bewertungsskala der Promis. Doch Heidi

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räc/bua/news.de
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