16.06.2015, 16.44 Uhr

Jeb Bush als neuer US-Präsident?: Er will Vater und Bruder als Staatsoberhaupt beerben

Jeb Bush kandidiert als Präsident der USA.

Jeb Bush kandidiert als Präsident der USA. Bild: Picture Alliance/dpa

Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann

Jetzt ist es offiziell: Der Republikaner Jeb Bush kandidiert als US-Präsident im Jahr 2016. Der Ex-Gouverneur von Florida verkündete dies am Montag in Miami. Bereits seit Wochen war mit diesem Schritt gerechnet worden.

Jeb Bush kandidiert als Präsident der Vereinigten Staaten im Jahr 2016

Damit tut es der 62-Jährige seinem Bruder und Vater gleich, die sind nämlich keine Unbekannten: Sein Vater, George H. W. Bush war von 1989 bis 1993 der 51. Präsident der Vereinigten Staaten und Jebs Bruder George W. Bush residierte von 2001 bis 2009 im Weißen Haus. Nun möchte John Ellis Bush, genannt Jeb, mit seiner politischen Familie gleichziehen.

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Neben Bush haben sich aus der republikanischen Partei bereits zehn weitere Kandidaten um die Nachfolge Barack Obamas beworben. Bei den Demokraten haben neben Hillary Clinton drei weitere Politiker ihre Kandidatur erklärt.

Der Präsidentensohn und Präsidentenbruder rief bei seiner Rede: "Ich trete an, um zu gewinnen!" Damit dürfte das Rennen um den Sessel im Oval Office nun richtig losgehen. Es bestehe sogar die Möglichkeit, dass es ein Revival des Präsidentschaftsduells Clinton - Bush geben könnte.

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Was verspricht "Jeb"?

Jeb Bush machte während seiner Ankündigung zur Kandidatur bereits große Versprechen. Demnach wolle er die US-Wirtschaft zu vier Porzent Wachstum bringen und das Militär stärken. Amerika solle "eine Supermacht wie keine andere sein", so der Politiker. Dabei soll auch eine "vernünftige Einwanderungsreform" sowie 19 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen.

Zudem versucht der 62-Jährige, sich von Hillary Clintons Politik abzugrenzen. Die Demokraten würden "Vorwahlen ohne Spannung" für eine "Wahl ohne Wandel" anstreben, so Jeb. Im Klartext bedeutet das: Hillary werde so oder so gewinnen und dann einfach an Obamas Politik anschließen.

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Bush betont zudem, dass er sich nicht in der Zugehörigkeit zu einer Politdynastie sonnt: "Niemand ist einfach an der Reihe, jeder muss sich bewähren, das Rennen ist weit offen - genauso wie es beim Kampf um die Präsidentschaft auch sein sollte." Er distanziert sich also von seinen Vorgängern. Da wundert es wenig, dass er nicht mit seinem Nachnamen wirbt, sondern schlicht mit seinem Spitznamen: Auf den Plakaten steht nur "Jeb!"

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