09.05.2015, 08.15 Uhr

Exekutionen weltweit: Im Todeskampf: So grauenvoll laufen Hinrichtungen ab

Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz

Tod durch Erhängen gilt als besonders schmerzhaft.

Tod durch Erhängen gilt als besonders schmerzhaft. Bild: dpa

In Ungar wird derzeit heftig darüber debattiert, die Todesstrafe wieder einzuführen. Die Todesstrafe ist in der Europäischen Union verboten. Ungarn ist seit 2004 Mitglied der EU und hatte die Todesstrafe mit dem Fall des Kommunismus 1990 abgeschafft. Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban hatte gesagt, man müsse "die Todesstrafe auf der Tagesordnung behalten", denn es habe sich gezeigt, dass die von seiner Regierung durchgesetzte Verschärfung des Strafrechts ungenügend sei.

Erst vor einigen Tagen hat die Exekution von acht Verurteilten, darunter zwei Australier, in Indonesien weltweit für Empörung gesorgt. Eine junge Mutter ist in der sprichwörtlich letzten Minute vorerst dem Erschiessungskommando entgangen. Dass sie der über sie verhängten Todesstrafe entkommt, ist allerdings längst nicht gewiss.

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In zahlreichen Ländern der Welt, gehören Exekutionen per Gesetz zur Normalität. So grausam und quälend laufen Hinrichtungen weltweit ab. Hier drei furchtbare Beispiele:

Erschießungskommando in Indonesien

Das indonesische Fernsehen hat live von den Exekutionen der acht Drogenhändler berichtet. Die Männer waren aus ihren Gefängniszellen geholt und auf eine Lichtung in einem Wald geführt worden. Dort haben sie selbst entscheiden dürfen, wie sie sterben wollen. Stehend, knieend oder sitzend - ihre Hände und Füße waren gefesselt. Es war ihnen freigestellt, ob sie Augenbinden tragen wollen.

Zwölf vermummte Schützen einer Spezialeinheit haben dann auf die Männer gezielt. Auf der Kleidung der zum Todeverurteilten wurde eine Markierung angebracht, wohin der tödliche Treffer erfolgen sollte. Sobald der oberste Kommandant das Zeichen gibt, wird geschossen. Ein Arzt untersucht abschließend die Hingerichteten, ob sie auch wirklich tot sind.

Tötung per Giftspritze in den USA

Die Vollstreckung der Todesstrafe mit Hilfe einer tödlichen Injektion gilt in den USA als humane Form der Hinrichtung. Dafür wird der Verurteilte auf eine Liege gefesselt, an beiden Armen wird ihm je eine Kanüle gesetzt.

Die verabreichten Medikamente lösen zunächst eine Bewusstlosigkeit aus. Die Lähmung der Atemmuskulatur folgt, zuletzt tritt der Tod durch Herzstillstand ein. Das Ganze soll innerhalb von fünf Minuten vorbei sein. Schon mehrfach sind Pannen bei dieser Art der Hinrichtung passiert. Die Opfer litten zum Teil stundenlang bis der Tod eintrat.

Tod durch den Strang im Irak

Der irakische Ex-Diktator Saddam Hussein ist im Dezember 2006 öffentlich im Irak erhängt worden. Die gesamte Hinrichtung soll von irakischen Behörden gefilmt worden sein. Saddam Hussein habe mit dem Strang um den Hals auf der Falltür gestanden und als letzte Worte: "Es gibt keine Gottheit außer Allah. Mohammed ist der Prophet Allahs" gesprochen. Als er die Worte wiederholt, öffnet sich die Falltür. Der Ex-Diktator soll an Genickbruch gestorben sein.

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