28.08.2014, 15.57 Uhr

Widerlicher Femen-Protest: Mit Kot und Menstruationsblut gegen IS-Terroristen

Die schrecklichen Verbrechen im Irak und in Syrien lassen die Welt nicht kalt. Auch die Frauenorganisation Femen protestiert gegen die Terroristen. Vergangenen Samstag veröffentlichte eine Aktivistin ein grenzwertige Foto ihres Protests. Sie sitzt gemeinsam mit einer anderen Feministin nackt auf einer Flagge des Islamistischen Staats. Auf der Flagge Menstruationsblut und Kot.

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Die ägyptische Femen-Aktivistin Aliaa Magda Elmahdi protestiert mit Menstruationsblut und Kot gegen die IS-Terroristen.

Die ägyptische Femen-Aktivistin Aliaa Magda Elmahdi protestiert mit Menstruationsblut und Kot gegen die IS-Terroristen. Bild: Screenshot Twitter / CULTUREOQ

Femen-Aktivistinnen menstruieren auf IS-Flagge

Die Bloggerin und ägyptische Femen-Aktivistin Aliaa Magda Elmahdi sitzt unbekleidet auf einer IS-Flagge. Neben sich eine unbekannte Frau mit Hidschab bekleidet und ausgestrecktem Mittelfinger. Elmahdi spreizt die Beine und gibt den Blick auf ihre blutverschmierte Vagina frei. Ihre Sitznachbarin hat vermutlich zuvor ein Häufchen Kot auf der Fahne hinterlassen. Auf den Körpern der beiden steht in fetten schwarzen Lettern IS. Hinter den beiden Frauen liegen Maschinengewehre.

Nackter Protest gegen öffentliche Hinrichtung

Ein eigensinniger Protest gegen religiöse Unterdrückung könnte man meinen. «Ihr Tiere, so sieht unsere Hinrichtung eurer Ideen aus! Seht genau hin! Wir verlangen kein Lösegeld, wir drohen nicht mit weiteren Morden, wir SCHEIßEN EINFACH AUF EUCH, IS!», so könnte die Bildunterschrift laut Elmahdi lauten. Die Femen protestieren mit solchen Fotos gegen Morde, Vergewaltigungen und öffentliche Hinrichtungen.

Die IS-Terroristen veröffentlichten ein Video, wo der US-Reporter James Foley hingerichtet wird.

Doch so widerlich diese offensichtliche Nachricht an die Terroristen ist, sie findet Anhänger. Die 23-jährige Gründerin der Femen-Gruppierung Inna Schewtschenko teilte das Bild per Twitter und so nahm es seinen Lauf.

Keine Angst vor Kritikern

«Wir haben vor der Kritik an unserer Antwort keine Angst», zitiert das Vice-Magazin Elmahdi. «Wir drohen nicht damit, jemanden zu töten. Wir wollten damit nur zeigen, was mit Ideen geschieht.»

Die Ägypterin Elmahdi lebt seit März 2012 im Exil in Schweden. Berühmt wurde sie durch ein Nacktbild auf ihrem Blog, mit dem sie 2011 gegen die um sich greifende Frauenfeindlichkeit und den Sexismus in Ägypten protestieren wollte. Dafür erntete sie Kommentare voller Hass und Gewalt. Bei dem neuen Foto könnte der Aufschrei allerdings noch weit größere Kreise ziehen. Da die Aktion alles bisher dagewesene übertreffen wird.

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