20.08.2014, 11.08 Uhr

Grausames Video: Isis-Terroristen köpfen US-Journalisten vor laufender Kamera

Der Terror im Irak nimmt kein Ende. Am Dienstagabend veröffentlichten die ISIS-Terroristen ein grausames Video mit dem Namen «Eine Botschaft an Amerika». Ein 2012 entführter US-Journalist wurde darin brutal enthauptet.

Ein Siebenjähriger posiert mit einem abgetrennten Kopf: Lesen Sie hier mehr dazu.

Der US- Journalist James Foley wurde von den ISIS-Terroristen vor laufender Kamera enthauptet.

Der US- Journalist James Foley wurde von den ISIS-Terroristen vor laufender Kamera enthauptet. Bild: Screenshot YouTube / Fidan Fidos

Journalist James Foley starb aus Rache an den USA

Im Video sieht man den amerikanischen Video-Journalisten James Foley (40) kniend neben einem vermummten Terroristen. Wie die Washington Post meldete, tötete die Gruppe Islamischer Staat den 40-Jährigen als Vergeltung für die Luftangriffe der USA auf den Irak.

Erfahren Sie mehr: Facebook löscht Stumpf-Foto dieses amputierten Soldaten.

Foley trägt im Video orangefarbene Gefängniskleidung und kniet neben einem Terroristen, der ein Messer in der Hand hält. In einer ergreifenden Botschaft an seine Familie und Freunde, bittet er diese, sich gegen die amerikanische Regierung zu stellen. Denn dies seien die eigentlichen Mörder. Dabei appelliert er besonders an seinen Bruder, der selbst als Soldat an den Luftangriffen auf den Irak beteiligt ist.

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ISIS-Terroristen: Enthauptung von James Foley vor laufender Kamera

Der maskierte Mann macht in einer Botschaft an die amerikanische Regierung deutlich, dass es der Terrorgruppe ernst ist. «Wir sind eine islamische Armee und ein Staat, der von einer großen Zahl von Muslimen weltweit anerkannt wird», sagt er in die Kamera. Anschließend wird Foley qualvoll enthauptet und muss sein Leben lassen. Besonders grausam: Der Journalist liegt tot im Sand mit seinem abgetrennten Kopf auf dem Rücken.

Die Familie des getöteten Foley bestätigte bereits dessen Tod , wie die Bild-Zeitung berichtet. Auf der Facebook-Seite, mit der die Freilassung von Foley angestrebt wurde, schrieb seine Mutter: Er habe «sein Leben bei dem Versuch gelassen, der Welt das Leid des syrischen Volkes näher zubringen.» Auch seine Schwester Kelly Foley nahm öffentlich von ihrem Bruder Abschied. «Das Leben ist das Kostbarste und es ist unergründlich, wie schnell es weggenommen werden kann. Ich liebe dich James Foley. Ruhe in Frieden; Du bist frei», schrieb sie auf Twitter.

James Foley arbeitete als Fotograf und Video-Journalist für die Nachrichtenagentur AFP und eine Nachrichten-Website aus Boston im Norden Syriens. 2012 wurde sein Auto von extremen Islamisten gestoppt und er galt seitdem als vermisst.

Drohung an US-Präsidenten Barack Obama

Mit dem Video wollen die ISIS-Kämpfer Obama zwingen, den Militäreinsatz zu stoppen. Sollte dies nicht geschehen, sollen weitere Reporter umgebracht werden. Um dies zu bekräftigen wird im Video auch ein weiterer Reporter gezeigt. Angeblich soll es sich bei dem Mann um den seit Juli 2013 vermissten Steven Sotloff handeln. «Das Leben dieses amerikanischen Bürgers, Obama, hängt von Ihrer nächsten Entscheidung ab», vermeldet der Terrorist.

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