21.03.2014, 16.05 Uhr

Teenie-Prostituierte in Italien: Seite 2: Kannten die Freier das wahre Alter der Teenie-Huren?

Bei den Ermittlungen ist die italienische Staatsanwaltschaft in den Kundenlisten auf so manch prominenten Namen gestoßen. Die Rechtfertigungen der gehobenen Kundschaft ähneln sich frappant: Man habe das wahre Alter der jungen Prostituierten nicht gekannt und sei sich nicht dessen bewusst gewesen, dass die Mädchen minderjährig waren. Ob diese Begründungen der Staatsanwaltschaft genügen, ist fraglich - die Teenie-Huren gaben nämlich zu Protokoll, dass die Kunden nichts dagegen gehabt hätten, wenn sie sich jugendlich gegeben hätten.

Der Zuhälter sitzt in Untersuchungshaft

Die Machenschaften waren erst bekannt geworden, als die Mutter einer jugendlichen Prostituierten misstrauisch wurde, weil ihre Tochter plötzlich so viel Geld hatte. Unternommen hätte sie gegen die Hobby-Prostitution ihrer Tochter jedoch nichts, vielmehr habe sie sie noch dazu ermutigt. Die Quittung dafür hat die Italienerin bereits bekommen: Ebenso wie der Zuhälter der jungen Mädchen und weitere Beteiligte sitzt sie inzwischen in Untersuchungshaft.

Gegner der Welle von jugendliche Prostituierten in Italien machen nicht zuletzt die Regierungszeit von Silvio Berlusconi für den besorgniserregenden Trend verantwortlich. Das ehemalige Staatsoberhaupt habe mit seinen «Bunga Bunga»-Parties das Frauenbild negativ beeinflusst und junge, sexy Frauen, die ihre Körper verkaufen salonfähig gemacht.

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loc/news.de
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