21.03.2014, 16.05 Uhr

Teenie-Prostituierte in Italien: Sündige Lolitas gehen zum Spaß auf den Strich

Die Prostitution in Italien hat ein neues Gesicht: Es sind nicht mehr ausschließlich junge Frauen aus sozialen Brennpunktfamilien, die ihren Körper verkaufen, um sich und ihre Familien über Wasser zu halten. Vielmehr sind es blutjunge Mädchen aus den feineren Schichten der italienischen Gesellschaft, die freiwillig anschaffen gehen, um sich einen noch luxuriöseren Lebensstil zu finanzieren. Zeitungen austragen? Babysitten? Alles keine Option, um schnell zu Geld zu kommen. Allerdings wären diese Tätigkeiten für die blutjungen Italienerinnen genau richtig: Die meisten der «Lolitine» (kleine Lolitas) sind teilweise erst 15 Jahre alt.

In Italien prostituieren sich junge Mädchen aus gutem Hause freiwillig, um sich mehr Luxus leisten zu können. (Symbolfoto)

In Italien prostituieren sich junge Mädchen aus gutem Hause freiwillig, um sich mehr Luxus leisten zu können. (Symbolfoto) Bild: picture alliance / dpa / Marijan Murat

Das Leben der Teenie-Huren von Rom

Sie leben mit ihren Familien nicht etwa in den Randbezirken der italienischen Metropolen, sondern dort, wo der Geldadel zu Hause ist - beispielsweise im Stadtteil Pariolo in Rom, wie die «Welt» schreibt. Um ihre kostspieligen Hobbies wie teure Autos und Markenklamotten ausleben zu können, betteln die Mädchen nicht etwa ihre reichen Väter an - sie machen lieber selbst Jagd auf zahlungskräftige Freier. Im Internet geht das besonders leicht, auf Kontaktbörsen beißen schnell potentielle Kunden an. Tagsüber sind die meisten der Mädchen vorbildliche Schülerinnen an sündhaft teuren Privatschulen, doch sobald die Schule aus ist, verwandeln sich die Teenies in sexy Lolitas.

So prominent sind die Kunden der italienischen Lolitas

Der Skandal um die minderjährigen Prostituierten flog vor einigen Monaten auf. Die italienischen Staatsanwältinnen Cristiana Macchiusi und Maria Monteleone sind seitdem damit beschäftigt, das verworrene Netz der Luxus-Luder zu durchdringen. Vor italienischen Gerichten schilderten die Teenie-Huren ihre Beweggründe und gaben pikante Einblicke in ihre Kundenkreise. Denn nicht nur die jungen Huren, auch ihre Kunden kommen aus besseren Kreisen. Neben namhaften Unternehmern und Managern sollen auch Politiker und sogar Mitarbeiter des Vatikans für Sex mit den Minderjährigen bezahlt haben. Durch die Zusammenarbeit mit einem Zuhälter hätten die Mädchen locker 500 Euro pro Tag verdient.

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