18.03.2014, 12.56 Uhr

AfD für wahre Weiblichkeit: Warum Frauen doch an den Herd gehören

Das stellt sich die AfD unter Frauen vor.

Das stellt sich die AfD unter Frauen vor. Bild: Screenshot news.de (Twitter/@polynomdivision)

Wie schafft man es heutzutage noch, alternativ zu sein, wenn jede abgedrehte Ecke in der Politik schon belegt ist? Piratenpartei, Graue Panther, NPD hüben, Linke drüben - der Parteichef Bernd Lucke und seiner neuen Spitzenkandidatin Beatrix von Storch zufolge, wenn es ohne Euro, ohne EU, ohne Muslime, ohne Hartz-IV-Empfänger und ohne Homosexuelle einsam seine Runden im All dreht. Aber bitte mit Hausfrau und Mutter!

Für den Bundestag hat es mit dem Ramsch nicht gereicht, doch zur Europawahl dreht die Alternative nun nochmal auf. Obwohl es immer weniger junge Menschen gibt, versucht dieAfD nun offenbar, bei den paar U65-Wahlberechtigten Stimmen zu schinden. Dafür legte sie sich, analog zu Junger Union oder Jungen Grünen, die «Junge Alternative» zu. Die wiederum schleimt sich gerade mit einer Plakataktion ins Herz ihrer Mutterpartei:

Junge Alternative wollen: Deutschland ohne Feministinnen!

Das jüngste «ohne» derAfD gilt damit den Feministinnen. Junge Frauen und vor allem Männer halten bei Facebook Plakate in der Hand, auf denen sie verkünden: «Ich stehe auf Frauen, die den Feminismus ablehnen, weil ich wahre Weiblichkeit wunderschön finde.» (junger Mann)

Oder «Ich bin keine Feministin, weil ich mir gern die Tür aufhalten und in die Jacke helfen lasse.» (junge Frau)

Oder «Ich bin keine Feministin, weil mein Mann mein Fels in der Brandung ist und nicht mein Klassenfeind.» (junge Frau).

Oder «Ich bin kein Feminist, weil Familie wichtiger ist als Karriere und ich den Genderwahn stoppen will.» (junger Mann)

Ääähh - gut, dass es bei Facebook Kommentatoren gibt, wenn einem selbst die Spucke wegbleibt. Danke Eddie Polanski: «Ausserdem lasse ich mir gerne beim Essen einen Latz umbinden. Anschließend will ich so lange gestreichelt werden, bis ich ein Bäuerchen mache.» Oder Vinicole De Hunawihr: «Ich bin eine Feministin, weil ich mir gerne alle Türen aufhalten und in die Jacke helfen lasse!»

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iwi/kls/news.de
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