23.09.2019, 15.16 Uhr

Unwetter aktuell in Europa: Mehr als 100 Verletzte bei Erdbeben-Serie in Albanien

In Griechenland haben Unwetter und ein Seebeben für Chaos gesorgt.

In Griechenland haben Unwetter und ein Seebeben für Chaos gesorgt. Bild: Adobe Stock/Netfalls

Ein Herbststurm mit Hagel und starken Regenfällen hat zuletzt weite Teile Nordgriechenlands heimgesucht. Polizei und Feuerwehr mussten mehrfach ausrücken, um in Autos eingeschlossene Personen zu befreien und umgestürzte Bäume zu beseitigen. Auch am Wochenende drohen Europa wieder schwere Stürme mit Extrem-Regen. Besonders betroffen: Spanien, Portugal, Italien und Frankreich. In Albanien gab es Hunderte Verletzte nach einer Serie von Erdbeben.

Alle aktuellen Wetter-Entwicklungen in Europa und Griechenland im Überblick

  • Überschwemmungen in Griechenland
  • Erbeben-Serien in Albanien
  • Seebeben erschüttert Zakynthos
  • Hagel verwüstet Touristen-Hotspot in Spanien
  • Extrem-Regen am Mittelmeer erwartet

+++ 22.09.2019: Mehr als 100 Verletzte bei Erdbebenserie in Albanien +++

Eine Serie von Erdbeben hat am Samstag und in der darauffolgenden Nacht den Balkanstaat Albanien erschüttert. 105 Menschen erlitten zumeist leichte Verletzungen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur ATA am Sonntag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. In der Hauptstadt Tirana und der Hafenstadt Durres liefen nach dem ersten und stärksten Beben am Samstagnachmittag Hunderte Menschen in Angst und Schrecken auf die Straße. An Gebäuden und Autos entstanden Sachschäden. Die Regierung setzte am Sonntag eine Taskforce zur Ermittlung und Behebung der Schäden ein.

Das stärkste Beben am Samstagnachmittag hatte nach Angaben des albanischen Verteidigungsministeriums eine Stärke von 5,8. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 5,6 an. Es ereignete sich kurz nach 16 Uhr (MESZ). Weitere Beben folgten, deren Stärken die USGS mit 5,1, 4,7, 4,8 und 4,4 angab - die letzten beiden davon in der Nacht zum Sonntag. Laut dem Ministerium lag das Zentrum des ersten Bebens unweit vom Kap Rodon nördlich von Durres. Das Ministerium sprach vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten.

+++ 20.09.2019: Schwere Unwetter fegen durch Europa: HIER wird es jetzt ungemütlich +++

Nach den verheerenden Unwettern der vergangenen Woche wird Europa am Wochenende vom nächsten Tief heimgesucht, das viel Regen ans Mittelmeer bringt. Wie "wetter.de" berichtet, trifft das Tiefdruckgebiet zunächst auf Spanien und Portugal. Danach zieht es weiter nach Südfrankreich, Italien, Slowenien und Kroatien. Bereits am Samstag (21.09.19) soll es dort richtig nass werden. Wetter-Experten warnen vor Fluten. Darüberhinaus drohen an einigen orten starke Gewitter sowie extreme Winde. Vor allem in Kroatien soll es in den kommenden Stunden gefährlich werden. In einigen Teilen Europas rechnen die Experten mit bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Entspannung ist frühestens ab Montag in Sicht.

Welche beliebten Urlaubsregionen es am Wochenende besonders hart trifft, können Sie der Wetter-Warn-Karte von"meteoalarm.eu" entnehmen.

+++ 20.09.2019: Unwetter-Horror in Griechenland: Überschwemmung legt Thessaloniki lahm +++

Zahlreiche Straßen in der Hafenstadt Thessaloniki mussten wegen Überschwemmung gesperrt werden. Hagel fiel in Mittelgriechenland und richtete Schäden bei landwirtschaftlichen Betrieben, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT) sowie mehrere örtliche Nachrichtenportale. Menschen kamen nach vorläufigen Angaben der Polizei nicht zu Schaden. Das Unwetter kam nach einer mehrmonatigen Dürre. In fast allen Landesteilen Griechenlands hatte es seit Mai nicht mehr geregnet.

+++ 20.09.2019: Seebeben erschüttert Zakynthos - keine Verletzten +++

Ein Seebeben der Stärke 4,4 hat am späten Donnerstagabend Westgriechenland erschüttert und die Anwohner in Angst versetzt. Verletzte habe es aber nicht gegeben, berichtete der staatliche Rundfunk (ERA) am Freitagmorgen. Gespürt wurde das Beben am stärksten auf der Ferieninsel Zakynthos. "Es handelte sich um ein Nachbeben, des starken Seebebens im Oktober vergangenen Jahres", sagte der Chef des griechischen Katastrophenschutzes Efthymios Lekkas dem Athener Nachrichtensender Skai.

Am frühen Morgen des 26. Oktober 2018 hatte ein Seebeben der Stärke 6,4 nahe Zakynthos die Menschen aus dem Schlaf gerissen. Das Beben war bis ins rund 200 Kilometer entfernte Athen zu spüren sowie in Süditalien und in Malta. Seitdem hat es mehr als ein Tausend Nachbeben gegeben, sagte Lekkas weiter.

+++ 20.09.2019: Im Video! Ungewöhnlicher Hagel verwüstet Touristen-Hotspot in Spanien +++

Der touristische HotspotAlt Maestrat in Spanien wurde von einem massiven Unwetter heimgesucht. Schockierende Aufnahmen zeigen schwere Hagelstürme, die eine Sturzflut auslösen. Erst vergangene Woche fegte ein extremer Sturm über die Südostküste Spaniens. Heftige Regenfälle, Überschwemmungen und ein Tornado kosteten fünf Menschen an der Mittelmeerküste das Leben.

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sba/news.de/dpa
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