15.09.2019, 16.48 Uhr

Hurrikan Dorian im News-Ticker aktuell: Un-Generalsekretär kämpft für Klimaschutz auf den Bahamas

 Hurrikan Dorian hat auf den Bahamas schwere Schäden angerichtet.

 Hurrikan Dorian hat auf den Bahamas schwere Schäden angerichtet. Bild: dpa

Nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas sind inzwischen die Leichen von 50 Opfern geborgen worden. Das teilte die Polizei des karibischen Inselstaates mit. "Wir erwarten, mit Fortschreiten der Such- und Bergungseinsätze mehr verstorbene Menschen zu entdecken", hieß es.

Nach Hurrikan "Dorian": Möglicher Tropensturm steuert auf Bahamas zu

Die Bahamas kommen nicht zur Ruhe. Rund 1.300 Menschen werden nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" noch vermisst - und wieder bedroht ein Sturm den Karibikstaat.Inmitten der Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" steuert der nächste Sturm auf die Bahamas zu. Wie der US-Wetterdienst mitteilte, befand sich der Sturm am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) vor der östlichen Insel Cat Island. Im Laufe des Tages werde er in Richtung Nordwesten weiterziehen und am Samstag "möglicherweise als Tropensturm" auf die Insel Grand Bahama treffen.

Behält der Wetterdienst mit seiner Warnung recht und der Sturm legt an Stärke zu, erhalte er den Namen "Humberto", schrieb der US-Sender CNN. Den Angaben zufolge ist am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern und heftigen Regenfällen zu rechnen. "Dorian" hatte Anfang September enorme Zerstörungen auf den Bahamas hinterlassen.

Hurrikan Dorian 2019 - Alle aktuellen Entwicklungen zum Wirbelsturm im News-Ticker

+++ 15.09.2019: UN-Generalsekretär mahnt auf Bahamas zum Kampf gegen Klimawandel +++

Auch zwei Wochen nach dem Hurrikan "Dorian" werden auf den Bahamas noch immer viele Menschen vermisst. UN-Generalsekretär Guterres zeigt sich schockiert vom Ausmaß der Zerstörung durch einen Sturm der "Kategorie Hölle".

Nach seinem Besuch auf der vom Hurrikan "Dorian» zerstörten Insel Abaco hat UN-Generalsekretär António Guterres mehr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. "Wir müssen den gegenwärtigen Trend stoppen, bei dem sich das Klima schneller ändert als wir", sagte er am Wochenende auf den Bahamas. "Länder wie die Bahamas, die nicht zum Klimawandel beitragen, aber die zerstörerischen Konsequenzen spüren, haben außerdem mehr internationale Unterstützung verdient."

Vor zwei Wochen war "Dorian" als Hurrikan der gefährlichsten Kategorie auf die nördlichen Inseln der Bahamas in der Karibik getroffen und hatte dort verheerende Schäden hinterlassen. Mehr als 13 000 Häuser wurden nach Angaben des Roten Kreuzes beschädigt oder ganz zerstört, mindestens 50 Menschen getötet. Mehr als 1000 Einwohner werden immer noch vermisst.

"Ich komme gerade von Abaco zurück. Ich muss sagen, ich bin schockiert. Ich habe noch nie so eine Art von Zerstörung gesehen", sagte Guterres. "Dorian" war als Hurrikan der Kategorie fünf eingestuft. Ich finde, es war eher Kategorie Hölle.»

Unterdessen wurde der niederländisch-deutsche Hilfseinsatz auf den Bahamas um zwei Tage verlängert. Der Hubschraubträger "Johan de Witt" und seine Besatzung sollten nun bis zum 20. September in dem Gebiet bleiben, sagte Marinesprecher Johannes Dumrese am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. An Bord des niederländischen Schiffes sind auch 50 deutsche Soldaten.

Die Marine sei am Land im Einsatz, um Zelte aufzubauen und ein Gelände dafür vorzubereiten, sagte Dumrese. "Es werden Wasser und Lebensmittel an Land gebracht", sagte er. Ein deutscher Arzt sei bei Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Betriebs eines lokalen Krankenhauses dabei gewesen. Am Strand gebe es Taucheinsätze, um zu prüfen, ob das Gelände geeignet sei Fahrzeuge anzulanden. Leider habe sich das Wetter wieder verschlechtert. "Man ist noch mittendrin in der Hurrikan-Saison", sagte er.

Allerdings blieben die Bahamas am Wochenende von einem weiteren Tropensturm weitgehend verschont. "Humberto" zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Kilometern pro Stunde nördlich an der Inselgruppe vorbei. Der Sturm dürfte nun parallel zum US-Bundesstaat Florida nach Norden ziehen, teilte das US-Hurrikanzentrum am Sonntag mit.

Es wurde damit gerechnet, dass "Humberto" weiter an Kraft zulegt und Hurrikan-Stärke erreicht. An der Küsten von Florida und North Carolina könne es zu hohen Wellen und gefährlichen Strömungen kommen, warnten die Meteorologen des Hurrikanzentrums. Im Laufe der kommenden Tage dürfte "Humberto" dann nach Osten abdrehen und in den offenen Atlantik hinausziehen.

+++ 12.09.2019: Deutlicher Rückgang: 1300 Vermisste nach Hurrikan auf Bahamas +++

Die Zahl der Vermissten auf den Bahamas nach Hurrikan "Dorian" ist um fast die Hälfte auf 1300 gesunken. Das erklärte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des karibischen Inselstaates (Nema), Carl Smith, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. Am Vortag hatte er die Zahl derer, die in einem Register der Regierung als vermisst vermerkt waren, noch mit 2500 angegeben. Inzwischen habe ein erster Abgleich mit anderen Datenbanken stattgefunden, erklärte Smith den deutlichen Rückgang.

"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln im Norden der Bahamas als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über der Insel Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst nach 68 Stunden mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg. Es handelte sich nach Angaben der Karibischen Katastrophenschutzagentur CDEMA um den stärksten je gemessenen Hurrikan, der im Atlantik-Gebiet direkt auf Land getroffen war - zusammen mit einem Sturm im US-Bundesstaat Florida im Jahr 1935.

Bislang wurden nach Regierungsangaben 50 Todesopfer bestätigt. Der bahamaische Premierminister Hubert Minnis betonte am Mittwoch in einer Ansprache an die Nation, es sei damit zu rechnen, dass die Zahl noch "deutlich steige". Ein Vorgänger von Minnis, der langjährige Regierungschef Hubert Ingraham, sagte nach einem Besuch der Insel Great Abaco am Mittwoch vor Journalisten, nach seinen Informationen seien Hunderte Menschen ums Leben gekommen.

+++ 12.09.2019:Noch immer 2500 Vermisste nach Hurrikan "Dorian" +++

Eine Woche nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" werden auf den Bahamas noch immer rund 2500 Menschen vermisst. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde des karibischen Inselstaats am Mittwoch mit. Die Zahl geht demnach aus einer Liste der Regierung hervor, die allerdings bislang nicht mit den Namen der Menschen abgeglichen wurde, die sich noch in Notunterkünften aufhielten. Mehr als 5500 Menschen seien inzwischen von den verwüsteten Gebieten im Norden der Bahamas auf die bevölkerungsreichste Insel New Providence gebracht worden.

"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und verharrte später über der Insel Grand Bahama. Erst nach knapp drei Tagen mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg. Bislang wurden nach Regierungsangaben 50 Todesopfer bestätigt. Gesundheitsminister Duane Sands sagte, die endgültige Zahl der Toten werde wohl "überwältigend" sein.

Während des Sturms war es an einem Ölhafen des staatlichen norwegischen Öl- und Gaskonzerns Equinor auf Grand Bahama zu einem Ölaustritt gekommen. Ein Spezialistenteam sei inzwischen im Einsatz, um die Folgen zu beseitigen, teilte Equinor am Mittwoch mit. Aus der Luft sei - 70 bis 80 Kilometer entfernt auf offenem Meer - möglicherweise Öl entdeckt worden, das auch einen Teil der Küste verschmutzt haben könnte. Am Hafen sei derzeit kein Austritt ins Meer festzustellen. Nach einem Bericht der Zeitung "The Nassau Guardian" warf Generalstaatsanwalt Carl Bethel dem Konzern vor, zu langsam auf die "Umweltkatastrophe" zu reagieren.

+++ 10.09.2019: Inzwischen 50 Tote auf Bahamas nach Hurrikan "Dorian" +++

Mehr als eine Woche nach Ankunft von Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas steigt die Zahl der Todesopfer dort weiter. Sie lag am Montagabend (Ortszeit) bei 50, wie die Polizei mitteilte. Es werde davon ausgegangen, dass bei den Such- und Bergungseinsätzen weitere Tote entdeckt würden. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst.

Tausende Bewohner der betroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates wurden mittlerweile auf die bevölkerungsreichste Insel, New Providence, sowie auch in die USA gebracht. Allerdings mussten am Sonntag 119 Menschen eine Fähre in den US-Bundesstaat Florida wegen fehlender US-Visa in der bahamaischen Stadt Freeport wieder verlassen. Bürger der Bahamas dürfen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie einen Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis vorzeigen. Freeport, die größte Stadt der Insel Grand Bahama, liegt nur etwa 90 Kilometer von der Küste Floridas entfernt.

US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, jeder müsse absolut korrekte Ausweispapiere haben. Er wolle keine Personen ins Land lassen, die sich illegal auf den Bahamas aufhielten - darunter seien "sehr schlechte Menschen".

"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst am Mittwoch war der Wirbelsturm komplett über die Inselgruppe hinweggezogen. Der bahamaische Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, er glaube, die endgültige Zahl der Todesopfer werde "überwältigend" sein. Angesichts der Zerstörung konnten Helfer nur nach und nach in die betroffenen Gebiete vorrücken.

+++ 10.09.2019:45 Hurrikan-Tote auf Bahamas - 3.500 Menschen in Sicherheit gebracht +++

Nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas sind inzwischen die Leichen von 45 Opfern geborgen worden. Das teilte die Polizei des karibischen Inselstaates am Montag mit. "Wir erwarten, mit Fortschreiten der Such- und Bergungseinsätze mehr verstorbene Menschen zu entdecken", hieß es. Den Angaben zufolge wurden 37 Tote allein von der Insel Great Abaco gemeldet, die "Dorian" am vorvergangenen Sonntag als Hurrikan der kraftvollsten Kategorie getroffen hatte. Die übrigen acht Toten wurden auf der Insel Grand Bahama gefunden, über die der Sturm anschließend quälend langsam hinweggezogen war.

Mittlerweile wurden rund 3.500 notleidende Menschen von den verwüsteten Gebieten auf die bevölkerungsreichste Insel New Providence gebracht, wie bahamaische Medien unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde der Bahamas, Nema, berichteten. Allein auf Great Abaco fehlte es nach Angaben des Nema-Chefs Stephen Russell vom Samstag noch 7.000 bis 10.000 Menschen an Lebensmitteln, Wasser und Notunterkünften.

Am Samstag hatte ein Kreuzfahrtschiff fast 1.500 Menschen von Great Abaco und Grand Bahama nach Florida gebracht, wie die US-Grenzschutzbehörde mitteilte. Nach einem Bericht des TV-Senders WSVN 7 News in Miami mussten am Sonntag zahlreiche Hurrikan-Opfer eine Fähre nach Florida wegen fehlender US-Visa in der Stadt Freeport auf Grand Bahama wieder verlassen.

An diesem Dienstag soll ein Hilfseinsatz niederländischer und deutscher Marinesoldaten auf den Bahamas beginnen. Das niederländische Docklandungsschiff "Johan de Witt", ein Hubschrauberträger, fahre seit Sonntag mit Kurs auf das Katastrophengebiet, hieß es am Montag aus dem Verteidigungsministerium. An Bord seien auch 66 deutsche Marinesoldaten.

+++ 09.09.2019:Deutsche Soldaten sollen am Dienstag auf den Bahamas eintreffen +++

Niederländische und deutsche Marinesoldaten sollen ihren Hilfseinsatz nach den tödlichen Verwüstungen durch den Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas am Dienstag beginnen. Das niederländische Docklandungsschiff "Johan de Witt", ein Hubschrauberträger, fahre seit Sonntag mit Kurs auf das Katastrophengebiet, hieß es am Montag aus dem Verteidigungsministerium. An Bord des Schiffes sind auch 66 deutsche Marinesoldaten.

"Es ist uns ein Anliegen, die Menschen vor Ort bei der Bewältigung der Hurrikanschäden bestmöglich zu unterstützen. Deshalb versorgen die Einsatzkräfte die Bevölkerung mit dringend benötigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser", erklärte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte. "Sie erstellen auch ein Lagebild von den entstandenen Schäden." Der Einsatz werde in enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Streitkräften durchgeführt.

Der Einsatz soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis zum 18. September dauern. Das Schiff hatte im Hafen von Philipsburg der Karibikinsel St. Martin gelegen und hatte dort Ladung und Material erhalten. Schiff und Mannschaft waren eigentlich für eine Zertifizierungsübung in dem Gebiet. Die "Jan de Witt" ist ein Multifunktionsschiff, das auch als Transporter und mobile Arbeitsplattform dienen kann.

+++ 08.09.2019: Sturm "Dorian" trifft an kanadischer Ostküste auf Land +++

Mit starken Regenfällen hat der Sturm "Dorian" am Samstagabend (Ortszeit) die Ostküste Kanadas erreicht. Als sogenannter posttropischer Zyklon sei "Dorian" nahe Halifax in der Provinz Nova Scotia mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen, teilte die kanadische Wetterbehörde mit. Der Sturm sollte sich nach Nordosten in Richtung von Neufundland und Labrador fortbewegen. Für die Küstengebiete sprach die Behörde eine Warnung vor Sturmfluten mit hohen Wellen aus.

Der Energiebetreiber Nova Scotia Power sprach am Samstagabend von «erheblichen Auswirkungen» auf die Stromversorgung in der Region. Erst bei Abschwächung der Winde würden Reparaturen vorgenommen. Zusätzliche Teams stünden bereit. Das Unternehmen postete auf Twitter Fotos von umgeknickten Bäumen und Strommasten.

+++ 07.09.2019: Hurrikan "Dorian" gewinnt etwas an Stärke vor Ankunft an Kanada-Küste +++

Hurrikan "Dorian" hat am Samstag zwischenzeitlich wieder etwas an Stärke gewonnen, kurz bevor er auf die Ostküste Kanadas treffen sollte. Der Wirbelsturm entwickelte am Samstagnachmittag (Ortszeit) Windböen mit einer Geschwindigkeit von 155 Kilometern pro Stunde - ein Wert ganz knapp oberhalb der Schwelle eines Hurrikans der Kategorie zwei. Noch im Laufe des Samstags sollte der Sturm die kanadische Provinz Nova Scotia erreichen. Dort wurden aber keine Auswirkungen von der Dimension der vergangenen Tage erwartet. Die Meteorologen sagten außerdem voraus, dass sich der Sturm bald deutlich abschwächen werde.

Am vergangenen Wochenende hatte "Dorian2 als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf die Bahamas getroffen, dort über mehrere Tage gewütet, enorme Schäden angerichtet und mindestens 43 Menschenleben gefordert.

+++ 07.09.2019: Bericht: Zahl der Toten nach Hurrikan steigt auf den Bahamas auf 43 +++

Die Zahl der Todesopfer auf den Bahamas nach Hurrikan "Dorian" ist erneut deutlich gestiegen - auf inzwischen 43. Das teilte die Regierung des karibischen Inselstaates mit, wie die Zeitung "The Tribune" am Freitagabend (Ortszeit) berichtete. Zuletzt waren 30 Tote bestätigt worden. Es werde erwartet, dass die Zahl noch «erheblich» steigen werde, sagte eine Sprecherin von Premierminister Hubert Minnis dem US-Sender NBC. Gesundheitsminister Duane Sands hatte zuvor erklärt: "Ich glaube, die Zahl wird überwältigend sein." Zahlreiche Menschen wurden noch immer vermisst.

"Dorian" hatte die Bahamas am Sonntag als Hurrikan der höchsten Gefahrenstufe getroffen - mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde. Er wütete dort fast drei Tage lang. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas und einen der stärksten im Atlantik seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Die Rettungseinsätze kamen wegen der katastrophalen Schäden nur langsam voran.

+++ 07.09.2019: Hurrikan "Dorian" zieht über dem Meer weiter Richtung Kanada +++

Hurrikan "Dorian" ist über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen und hat über dem Atlantik seinen Kurs in Richtung Kanada fortgesetzt. Der Wirbelsturm sollte am Samstag in relativ großer Entfernung zur US-Küste an den Staaten Neuenglands vorbeiziehen, darunter etwa New York, Massachusetts und Maine, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum am Freitag (Ortszeit). Im weiteren Verlauf sollte "Dorian" ab Samstagabend als abgeschwächter Sturm über Nova Scotia im äußersten Nordosten Kanadas hinwegziehen.

"Dorian" traf als Hurrikan der Kategorie eins von fünf in North Carolina auf eine Gruppe vorgelagerter Inseln und brachte Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde mit sich. Dort kam es zu Überschwemmungen, Häuser wurden abgedeckt und Bäume knickten um. Rund 200 000 Haushalte verloren ihre Stromversorgung.

+++06.09.2019: Hunderte Inselbewohner in North Carolina von Hurrikan eingeschlossen +++

Im US-Bundesstaat North Carolina sitzen Hunderte Bewohner einer vom Hurrikan "Dorian" betroffenen Insel fest. Die Situation sei Grund für "bedeutende Sorge", sagte der Gouverneur des Bundesstaats, Roy Cooper, am Freitag. Bergungsteams stünden bereit, könnten die Insel Ocracoke aber erst erreichen, wenn sich der Sturm wieder abgeschwächt habe, sagte Cooper. Auf Bildern der Insel waren schwere Überflutungen zu sehen.

Der Hurrikan war am Freitagmorgen direkt über die Inselgruppe Outer Banks hinweggezogen. Auf der dazugehörigen Insel Ocracoke leben knapp 1000 Menschen. Es war zunächst nicht klar, wieso sie nicht vor dem Eintreffen des Sturms wie von den Behörden angeordnet Schutz im Landesinneren gesucht hatten. In den küstennahen Bereichen North Carolinas waren wegen des Sturms rund 200 000 Haushalte ohne Strom.

+++ 06.09.2019: Stromausfälle in den USA +++

In North Carolina kam es am Freitag insgesamt zu mehr als 200 000 Stromausfällen vor allem an der Küste, wie die Behörden mitteilten. Auf den Outer Banks teilte der Stromversorger Cape Hatteras EC auf Twitter mit, auf den Inseln Hatteras und Ocracoke sei der Strom ausgefallen. Cape Hatteras EC versorgt nach eigenen Angaben 7000 Kunden mit Elektrizität. Auf Bildern von Ocracoke waren schwere Überflutungen zu sehen.

Schon vor dem Auftreffen des Hurrikans in den USA waren in North und South Carolina wegen der Ausläufer des Sturms zahlreiche Haushalte ohne Strom, wie der Sender CNN berichtete. Auf Anordnung der Behörden habe es vielerorts Evakuierungen gegeben.

Die Behörden in North Carolina meldeten am Freitagmorgen noch vor dem Auftreffen des Sturms mehr als 70 gesperrte Straßen. Am Donnerstagabend war es bereits nahe der Küste von South Carolina zu Überschwemmungen gekommen. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten stürzten um, wie örtliche Medien berichteten. 2018 hatten die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" an der Südostküste der USA schwere Schäden verursacht und Menschenleben gekostet.

+++ 06.09.2019:Bundeswehrsoldaten helfen nach Sturmkatastrophe auf den Bahamas +++

Nach den tödlichen Verwüstungen durch den Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas sollen sich 70 deutsche Marinesoldaten an einem militärischen Hilfseinsatz beteiligen. Die Männer und Frauen seien auf dem niederländischen Docklandungsschiff "Johan de Witt", das auf ein Zertifizierungsmanöver verzichte und Kurs auf die Bahamas nehme, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium in Berlin. Das Schiff, ein Hubschrauberträger, liege vor der Karibikinsel St. Martin und erhalte am Wochenende Ladung und Material. Es sei für einen Hilfseinsatz besonders gut ausgerüstet. Das Schiff soll spätestens am Montag auslaufen. Am Freitag wurden in Berlin die Obleute des Verteidigungsausschusses unterrichtet.

+++ 06.09.2019: Hurrikan "Dorian" in den USA auf Land getroffen +++

Hurrikan "Dorian" ist nach der tödlichen Verwüstung auf den Bahamas mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde in den USA auf Land getroffen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami teilte mit, das Auge des auf einen Sturm der Kategorie 1 heruntergestuften Hurrikans sei bei Cape Hatteras auf der Inselkette Outer Banks im Bundesstaat North Carolina angekommen. Die Outer Banks sind dem Festland vorgelagert.

Das Hurrikan-Zentrum warnte am Freitag vor lebensbedrohlichen Sturmfluten an der Küste. Auch Gegenden nahe der Küste, die normalerweise trockenblieben, würden von steigenden Wassermassen geflutet.

+++ 06.09.2019: "Dorian" leicht abgeschwächt - Hurrikan bedroht US-Küste +++

Nach den Verwüstungen auf den Bahamas hat Hurrikan "Dorian" vor der Südostküste der USA etwas an Kraft verloren. Wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami in der Nacht zum Freitag mitteilte, erreichte der Sturm noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern in der Stunde. Dies entspricht der niedrigsten Hurrikan-Kategorie 1. Das NHC warnte jedoch weiterhin vor lebensgefährlichen Sturmfluten, bedrohlichen Winden und starkem Regen.

"Dorian" befand sich demnach vor der Küste des Bundesstaates North Carolina. Das NHC schloss nicht aus, dass der Hurrikan bei einer Veränderung seines Kurses auf Land treffen könnte. Am Donnerstagabend war es bereits nahe der Küste von South Carolina zu Überschwemmungen gekommen. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten stürzten um, wie örtliche Medien berichteten.

Zuvor hatte "Dorian" als Hurrikan der höchsten Gefahrenstufe 5 mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde auf den Bahamas gewütet. Mindestens 30 Menschen kamen ums Leben, wie Premierminister Hubert Minnis bestätigte. Es wird allerdings befürchtet, dass die endgültige Zahl der Opfer deutlich höher ausfallen wird.

+++ 05.09.2019: Überschwemmungen vor derKüste des US-Bundesstaats South Carolina +++

Am Donnerstagabend (Ortszeit) befand sich "Dorian" vor der Küste des US-Bundesstaats South Carolina. Auch dort kam es in Küstennähe zu Überschwemmungen. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten stürzten um. Obwohl der Sturm zu einem Hurrikan der Kategorie zwei von fünf herabgestuft wurde, brachte er noch immer Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometer pro Stunde mit sich. Er war Richtung Norden unterwegs und sollte am Freitag vor der Küste North Carolinas vorbeiziehen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami warnte allerdings, dass der der Sturm bei einer leichten Veränderung seines Kurses in den Carolinas auch noch auf Land treffen könnte.

+++ 05.09.2019: Hurrikan "Dorian" wieder hochgestuft +++

Hurrikan

Hurrikan "Dorian" hat in den USA zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Bild: dpa

Hurrikan "Dorian" hat auf seinem Weg entlang der Südostküste der USA wieder an Kraft zugelegt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum stufte den Wirbelsturm in der Nacht zum Donnerstag auf Kategorie drei von fünf hoch. "Dorian" ziehe derzeit entlang der Küste in Richtung Norden - für die Küstenregionen der Bundesstaaten Georgia, South und North Carolina sowie Virginia warnten die Experten daher vor "lebensbedrohlichen Sturmfluten und gefährlichen Winden".

Derzeit erreiche der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde. Schwankungen seien in den kommenden Stunden möglich. Für Donnerstag oder Freitag erwarteten die Experten eine "langsame Abschwächung". Am Mittwoch war "Dorian" der Küste Floridas gefährlich nahe gekommen und hatte dort für heftigen Wind und Regen gesorgt. Anders als ursprünglich befürchtet, hat Dorian die US-Küste aber bisher nicht direkt getroffen. Die Meteorologen halten es für möglich, dass der Sturm am Donnerstag oder Freitag in North oder South Carolina auf Land treffen könnte.

Der Hurrikan war am Sonntag auf die Bahamas getroffen - mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde. Er gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf. Für den Inselstaat war es der stärkste Wirbelsturm seit Beginn der modernen Aufzeichnungen. Erst am Mittwoch zog der Sturm vollständig über die Bahamas hinwegg und weiter gen USA. Die Zahl der bestätigten Todesopfer liegt bislang bei 20. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen rund 70.000 Menschen auf den nördlichen Inseln dringend Hilfe zum Überleben.

+++ 05.09.2019: Trump: Hurrikan hat Florida verschont - USA helfen den Bahamas +++

Hurrikan "Dorian" ist für den US-Bundesstaat Florida nach Ansicht von Präsident Donald Trump noch mal glimpflich verlaufen. Für die weiter nördlich liegenden Bundesstaaten South Carolina und North Carolina sei die Gefahr aber noch nicht gebannt, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Anders als ursprünglich befürchtet sei der Hurrikan in Florida nicht auf Land getroffen.

Die Zerstörung auf den Bahamas wiederum sei verheerend, sagte Trump. "Wenige Menschen haben so etwas zuvor gesehen", erklärte er. Die Küstenwache sei bereits mit Helikoptern vor Ort und die USA stünden bereit, dem Nachbarland auf Anfrage auch weiterhin zu helfen, eventuell auch mit dem Militär. "Wir helfen viel", sagte Trump.

Der Kommandeur der Küstenwache, Admiral Karl Schultz, erklärte, am Mittwoch seien etwa 50 Menschen aus überfluteten Gebieten gerettet worden. Der Flughafen auf der Insel Grand Bahama stehe weitgehend unter Wasser, deswegen könnten Hilfsgüter aus Florida oder Puerto Rico derzeit nur per Hubschrauber eingeflogen werden, sagte Schultz.

Die nördlichen Inseln der Bahamas wurden von dem Hurrikan von Sonntag bis Dienstag mit voller Wucht getroffen, weite Inselteile wurden überschwemmt und Tausende Häuser schwer beschädigt oder zerstört.

"Dorian" ist inzwischen ein Hurrikan der Stufe zwei von fünf und zieht vor der Südostküste der USA langsam nach Norden. Der Sturm bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometer pro Stunde. Am Donnerstag soll der Wirbelsturm von Georgia kommend nahe an der Küste oder über der Küste der Carolinas entlang ziehen. In den betroffenen Bundesstaaten wurde vorsorglich der Notstand verhängt, die Behörden ordneten die Evakuierung von weiten Teilen der Küste an.

+++ 04.09.2019: Munich Re stellt sich auf große Schäden durch Hurrikan "Dorian" ein +++

Die USA fürchten sich vor Monster-Hurrikan

Die USA fürchten sich vor Monster-Hurrikan "Dorian". Bild: dpa

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re stellt sich auf große Schäden durch Hurrikan "Dorian" ein. Die Höhe in den USA werde davon abhängen, ob und wo "Dorian" an der Ostküste auf Land treffe, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch mit. Auch spiele es eine Rolle, wo und wie intensiv er die Küste entlang ziehe, sagte Eberhard Faust, Forschungsleiter Klimarisiken und Naturgefahren bei Munich Re, der dpa. Neben Zerstörungen durch Sturm und Sturmflut könnte es auch "gravierende Schäden" aus Starkregen geben, da Dorian über den sehr warmen Oberflächen des Atlantik viel Wasser aufgenommen habe. Auf den Bahamas sei es für eine Schätzung der Schäden noch zu früh.

"Dorian" hat auf den Bahamas eine Spur der Zerstörung hinterlassen und mindestens sieben Todesopfer gekostet. Luft- und Satellitenbilder zeigen verwüstete Landstriche, die unter Wasser standen. Den Prognosen des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA zufolge könnte der etwas abgeschwächte Hurrikan nun der Küste Floridas "gefährlich nah" kommen und in Küstennähe am US-Bundesstaat Georgia vorbeiziehen. Weiter nördlich, in South Carolina und North Carolina, könnte der Hurrikan auch direkt über die Küste verlaufen, warnten die Experten.

Rückversicherer versichern andere Versicherer gegen große Schäden etwa durch Naturkatastrophen. Der Munich-Re-Konkurrent Hannover Rück gab keine Schätzung zu "Dorian" ab. Noch sei es zu früh für jede Aussagen dazu, hatte eine Sprecherin auf Anfrage erklärt.

Laut der Rating-Agentur S&P können die weltweit größten Rückversicherer die Schäden durch den Hurrikan aber verkraften. Sollte "Dorian" die USA etwa so stark treffen wie Hurrikan "Irma" zwei Jahre zuvor, könnten die 20 größten Rückversicherer die Schäden gut stemmen, meint S&P. "Irma" hatte branchenweit versicherte Schäden von etwa 30 Milliarden US-Dollar (rund 27 Mrd Euro) angerichtet.

+++ 04.09.2019: Mindestens sieben Tote nach Hurrikan auf Bahamas +++

Die Zahl der bestätigten Todesopfer nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas ist auf sieben gestiegen. Zwei Menschen, die aus den besonders betroffenen Abaco-Inseln in ein Krankenhaus geflogen worden waren, seien ihren Verletzungen erlegen, erklärte Premierminister Hubert Minnis am Dienstagabend (Ortszeit). Weitere Opfer würden erwartet. "Dies sind nur vorläufige Informationen", sagte er.

Zuvor hatte sich Minnis erstmals aus der Luft ein Bild der Lage auf den Abaco-Inseln gemacht. Der Ort Marsh Harbour, in dem rund 6000 Menschen lebten, sei zu mehr als 60 Prozent beschädigt, sagte der Regierungschef. Der Slum The Mudd, in dem vor allem haitianische Einwanderer lebten, sei komplett zerstört worden. Bei dem Überflug entdeckte das Regierungsteam nach Worten von Minnis auch 30 Menschen, die von der Außenwelt abgeschnitten waren. Diese seien gerettet worden.

Zum Zeitpunkt seiner Ankunft in dem karibischen Inselstaat hatte «Dorian» Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde entwickelt - und gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf. Rettungseinsätze waren unter den Wetterbedingungen zunächst unmöglich. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Er traf zunächst am Sonntag die Abaco-Inseln und zog dann sehr langsam über die Insel Grand Bahama. Die Lage dort war am Dienstag noch völlig unübersichtlich.

+++ 04.09.20109: Queen spricht Hurrikan-Opfern auf Bahamas Mitgefühl aus +++

Großbritanniens Königin Elisabeth II. hat den Angehörigen der Opfer des Hurrikans "Dorian" auf den Bahamas ihre Anteilnahme ausgesprochen. "Prinz Philip und mich hat es schockiert und betrübt, von der Verwüstung zu erfahren, die der Hurrikan Dorian verursacht hat, und wir übermitteln den Familien und Freunden derjenigen, die nach diesem schrecklichen Sturm ums Leben gekommen sind, unser aufrichtigstes Beileid", hieß es in einer Mitteilung am Dienstag. Elisabeth ist Staatsoberhaupt der Bahamas, obwohl der karibische Inselstaat seit 1973 von Großbritannien unabhängig ist. Sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten.

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Her Majesty, as The Queen of the Bahamas, has sent a message to those affected by Hurricane Dorian: “Prince Philip and I have been shocked and saddened to learn of the devastation caused by Hurricane Dorian, and we send our sincere condolences to the families and friends of those who have lost their lives following this terrible storm. At this very difficult time, my thoughts and prayers are with those who have seen their homes and property destroyed, and I also send my gratitude to the emergency services and volunteers who are supporting the rescue and recovery effort. Elizabeth R”

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Der Wirbelsturm hatte den Norden der Inselgruppe am Sonntag mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde als schwerster Hurrikan auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen erreicht. Inzwischen schwächte er sich etwas ab, bewegte sich aber nur sehr langsam. Erst am späten Dienstagabend (Ortszeit) sollte "Dorian" nach Angaben der dortigen Wetterbehörde vollständig über die Bahamas hinweggezogen sein. Premierminister Hubert Minnis sprach angesichts der noch nicht gänzlich erfassbaren Zerstörung von "beispielloser Verwüstung" und einer "historischen Tragödie". Ihm zufolge kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Es wird befürchtet, dass diese Zahl noch steigt.

+++ 04.09.2019:"Dorian" schwächt sich zu Hurrikan der Kategorie zwei ab +++

Nachdem "Dorian" auf den Bahamas schwere Schäden angerichtet hat, hat sich der Sturm inzwischen zu einem Hurrikan der Kategorie zwei abgeschwächt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum teilte am Dienstag mit, der Wirbelsturm entwickele derzeit Windböen mit einer Geschwindigkeit von 175 Kilometern pro Stunde. Das liegt ganz knapp unterhalb der Schwelle zu einem Hurrikan der Kategorie drei. Insgesamt gibt es fünf solcher Stufen. Die Experten mahnten jedoch, der Sturm sei weiterhin extrem gefährlich.

+++ 03.09.2019: "Im Krieg mit Dorian" - Hurrikan zieht langsam über Bahamas +++

Der zerstörerische Hurrikan "Dorian" hat die Bahamas fest im Griff: Der Wirbelsturm habe sich direkt nördlich der Insel Grand Bahama festgesetzt, teilte das US-Hurrikanzentrum am Dienstagmorgen (Ortszeit) mit. Da die Windgeschwindigkeit mit bis zu 195 Stundenkilometern leicht nachließ, stufte die Behörde das Unwetter zwar von der zweithöchsten Hurrikan-Kategorie auf die Stufe 3 herab. Die Experten warnen jedoch, dass "Dorian" auch in den nächsten Tagen ein mächtiger Hurrikan bleiben werde.

Auf der karibischen Inselgruppe südöstlich der Küste Floridas hat der Wirbelsturm schwere Zerstörungen hinterlassen. Teile Grand Bahamas wurden überschwemmt. Mindestens fünf Menschen starben Behördenangaben zufolge auf den benachbarten Abaco-Inseln.

Angesichts der katastrophalen Zerstörung zog Regierungschef Hubert Minnis einen dramatischen Vergleich: "Die Bahamas sind derzeit im Krieg, sie werden von Hurrikan "Dorian" angegriffen", zitierte die Zeitung "The Nassau Guardian" Minnis am Montag. Der Inselstaat habe keine Waffe, um sich gegen den Angriff eines solchen Feindes zu verteidigen. Die Einwohner von Grand Bahama sind aufgerufen, weiter Schutz zu suchen.

Eine Hurrikan-Warnung besteht auch für Floridas Ostküste. "Dorian" sollte sich im Tagesverlauf langsam gen Norden weiterbewegen und dort der Küste Floridas laut Hurrikanzentrum "gefährlich nahe kommen".

+++ 03.09.2019: Verheerende Sturmflut und 8-Meter-Wellen durch Hurrikan "Dorian" +++

Am Dienstag bewegt sich Hurrikan "Dorian" gezielt auf die USA zu. Experten rechnen mit Zerstörung und Chaos. Laut "weather.com" werde es vor allem die Regionen Palm Beach und Daytona Beach mit voller Härte erwischen. An Floridas US-Küste besteht die Gefahr einer Sturmflut. Wellen von bis zu acht Meter Höhe sind möglich.

+++ 03.09.2019: Mindestens fünf Todesopfer bei Hurrikan auf Bahamas +++

Mindestens fünf Menschen sind beim Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas ums Leben gekommen. Das sagte der Premierminister der karibischen Inselgruppe, Hubert Minnis, unter Berufung auf die Polizei am Montag. 21 Verletzte seien von den bereits am Sonntag getroffenen Abaco-Inseln in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Nassau geflogen worden, bei fünf von ihnen sei der Zustand ernst. Minnis wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, wie hoch die Zahl der Todesopfer noch steigen könne, sagte aber: "Wir erleben eine historische Tragödie."

Das Zentrum des Wirbelsturms befand sich am Montagnachmittag (Ortszeit) über der Insel Grand Bahama im Norden des Landes und bewegte sich nur sehr langsam. Die Insel werde noch bis Dienstag von zerstörerischen Winden und Sturmfluten betroffen sein, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami mit. Viele Menschen auf Grand Bahama seien in großer Not, sagte Minnis. Ihnen werde geholfen, sobald die Wetterbehörde die Bedingungen für sicher erkläre. Auf den Abaco-Inseln liefen die Rettungsarbeiten mittlerweile an.

+++ 02.09.2019: Regierung bestätigt ein Todesopfer auf Bahamas nach Hurrikan +++

Beim verheerenden Hurrikan "Dorian" hat es auf den Bahamas mindestens ein Todesopfer gegeben. Das teilte das Tourismusministerium der karibischen Inselgruppe am Montag mit. Rettungsarbeiten seien inzwischen in Gegenden, wo dies sicher sei, angelaufen. Es würden weiter Informationen gesammelt. Medienberichten zufolge war die Armee der Bahamas im Rettungseinsatz.

Außenminister Darren Henfield hatte zuvor dem örtlichen Sender ZNS gesagt, es gebe Berichte über Todesopfer, die sich bisher nicht bestätigen ließen. Ersthelfer würden in die betroffenen Gebiete fahren, sobald das Wetter es zulasse. Es sei zu "katastrophalen Schäden" gekommen.

+++ 02.09.2019: Hurrikan verliert leicht an Kraft: "Dorian" herabgestuft +++

Der Wirbelsturm "Dorian" hat etwas an Kraft verloren und ist zu einem Hurrikan der Kategorie vier von fünf herabgestuft worden. Der Sturm bringe aber weiter extrem zerstörerische Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami am Montag. Es drohten daher weiter "katastrophale Schäden". Das Zentrum des Hurrikans befand sich weiter über den nördlichen Bahamas und bewegte sich kaum merklich nach Westen in Richtung der Küste des US-Bundesstaats Florida.

Am Montagmorgen hatten im Zentrum des Hurrikans über der Insel Grand Bahama noch Winde mit bis zu 270 Stundenkilometern getobt. Am Montagabend (Ortszeit) sollte "Dorian" der Küste Floridas "gefährlich nahe" kommen und dann in Küstennähe nach Norden abdrehen. An der US-Küste sei daher mit zerstörerischen Winden, Sturmfluten und Überschwemmungen zu rechnen, warnten die Meteorologen. Die Behörden in Florida und den nördlicheren Bundesstaaten Georgia und South Carolina ordneten eine weitgehende Evakuierung der Küstenorte an.

+++ 02.09.2019: Wegen "Dorian" Kontakt zum Reiseveranstalter halten +++

Der Hurrikan "Dorian" bewegt sich im Atlantik von den Bahamas aus Richtung USA und wird dort voraussichtlich ab Dienstag (3. September) auf die Küste treffen. Auch Touristen sind davon eventuell betroffen.

Reisende, die in den betroffenen Gebieten unterwegs sind oder dorthin reisen wollen, sollten deshalb engen Kontakt zu ihrer Fluggesellschaft beziehungsweise ihrem Reiseveranstalter halten, rät das Auswärtige Amt in Berlin. Grund sind mögliche Änderungen im Reiseplan.

Beachtet werden sollten auch die Sturmwarnungen des US-amerikanischen National Hurricane Centers und die Informationen der einzelnen Katastrophenschutzbehörden. Reisende, die sich in den betroffenen Regionen der USA aufhalten, sollten entscheiden, ob sie eventuell vorher ausreisen. In jedem Fall sollte man für Reisen derzeit ein bis zwei Tage mehr Zeit einplanen.

Der Reiseveranstalter Tui empfiehlt Gästen, die sich in dem betroffenen Gebiet der USA aufhalten, vorsorglich nach Orlando zu reisen. Dafür bietet der Veranstalter kostenfreie Hotelaufenthalte an. Kunden, die bei der Buchung ihre Handynummer hinterlegt haben, werden fortlaufend über die Situation vor Ort informiert.

Urlauber, deren Reise bis zum 8. September beginnen soll, sollten ihre Pläne überdenken, rät der Veranstalter. Aufgrund der unvorhersehbaren Auswirkungen des Sturms könne "zum jetzigen Zeitpunkt nicht sichergestellt werden, dass in den Urlaubszielen alle gebuchten Leistungen erbracht werden können", heißt es in einer Mitteilung. Für Stornierungen oder Umbuchen fallen keine Gebühren an.

+++ 02.09.2019: Hurrikan "Dorian" trifft mit voller Wucht die nördlichen Bahamas +++

Hurrikan "Dorian" hat auf seinem Weg Richtung Florida über den nördlichen Inseln der Bahamas gewütet. Der Sturm der höchsten Kategorie fünf zog nach seinem Auftreffen am Sonntag (Ortszeit) auf Land über die Insel Abaco. Am frühen Montagmorgen gegen 3.00 Uhr Ortszeit (9.00 Uhr MESZ) befand er sich über Freeport, der größten Stadt der Insel Grand Bahama, wie auf Karten des US-Senders CNN zu sehen war.

Das Hurrikan-Zentrum in Miami warnte vor "katastrophalen" Sturmfluten von bis zu sieben Metern Höhe. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde könne "Dorian" dort in den kommenden Stunden "extreme Zerstörung" verursachen.

Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht. Das Zentrum des Sturms war am Sonntag auf dem Riff Elbow Cay östlich von Abaco auf Land getroffen. Auf Videos aus Abaco waren überschwemmte Straßen, unter Wasser stehende Häuser und umgeknickte Bäume zu sehen. Auf Facebook berichteten Einwohner von teils eingestürzten Gebäuden. Das Ausmaß der Schäden auf Abaco könne wegen des sich nur langsam bewegenden Sturms frühestens am Montagnachmittag festgestellt werden, sagte Joy Jibrilu, die Generaldirektorin des Tourismusministeriums, dem US-Sender CBS in einem Telefonat. Viele der Einwohner hätten die bereitgestellten Notunterkünfte aufgesucht.

"Ich glaube, niemand hat mit einem Hurrikan von solcher Intensität gerechnet", sagte Jibrilu. Die weiter südlich gelegenen Inseln des Archipels sowie die Hauptstadt Nassau waren Jibrilu zufolge nicht vom Hurrikan betroffen. Dort funktioniere das öffentliche Leben normal.

+++ 02.09.2019: Hurrikan "Dorian" verwüstet Bahamas +++

Der hochgefährliche Hurrikan "Dorian" ist mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten von knapp 300 Kilometern pro Stunde auf die nördlichen Bahamas getroffen. Erste Fernsehbilder von der Inselgruppe südöstlich des US-Bundesstaats Florida zeigten ein Bild der Verwüstung - abgedeckte Häuser, umgeknickte Bäume und dramatische Überschwemmungen. "Dorian" fegte am Sonntag (Ortszeit) über die Inseln Great Abaco und Great Bahama hinweg und sollte von dort langsam westlich Richtung Florida weiterziehen.

Sie können das Twitter-Video von den Bahamas nicht sehen? Dann hier entlang.

Das gesamte Ausmaß der Schäden auf den Bahamas war zunächst nicht absehbar. Experten des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami warnten, dass "katastrophale Zerstörung" zu befürchten sei. Den nur knapp über Meereshöhe liegenden Inseln drohten lebensgefährliche Sturmfluten von bis zu sieben Metern Höhe und heftige Regenfälle. Für die Bahamas ist es der gewaltigste Hurrikan seit dem Beginn moderner Aufzeichnungen. Die Behörden des Inselstaats mit rund 400.000 Einwohnern hatten Zehntausende Anwohner aufgefordert, sich in Schutzunterkünfte oder höherliegende Gebiete zu begeben.

Der Regierungschef der Bahamas, Hubert Minnis, rief alle Einwohner auf, angesichts der außergewöhnlichen Stärke des Sturms Schutz zu suchen. "Das wird uns auf die Probe stellen wie nie zuvor", zitierte ihn die örtliche Zeitung "Nassau Guardian". "Dies ist ein tödlicher Sturm und ein Monster-Sturm."

+++ 02.09.2019:South Carolina ordnet Küsten-Evakuierung wegen Hurrikans an +++

Wegen des herannahenden Hurrikans "Dorian" hat der US-Bundesstaat South Carolina eine Evakuierung seiner gesamten Küste angeordnet. Bis zu 830.000 Anwohner müssen sich ab Montagmittag in Sicherheit bringen, erklärten die Behörden am Sonntag (Ortszeit). Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie soll dort nicht vor Mittwoch eintreffen. Prognosen zufolge dürfte "Dorian" von den Bahamas kommend frühestens am Montagabend Florida erreichen.

Die weiträumige Evakuierung dürfte eine unpopuläre Maßnahme sein. "Wir können nicht alle Menschen zufriedenstellen, aber wir können alle Menschen am Leben halten", sagte Gouverneur Henry McMaster bei einer Pressekonferenz. Schulen und Behörden in den Gebieten würden bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Meteorologen erwarteten, dass "Dorian" unmittelbar vor Florida nach Norden abdrehen wird und dann zerstörerische Winde, Sturmfluten und heftige Regenfälle in die nördlich angrenzenden Bundesstaaten Georgia, South Carolina und North Carolina bringen wird.

Das Zentrum des Hurrikans war am Sonntag mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde auf die nördlichen Bahamas getroffen. Dort drohten lebensgefährliche Sturmfluten von bis zu sieben Meter Höhe. Experten befürchteten infolge des Hurrikans große Zerstörung. "Dorian" bewegte sich am Sonntagabend (Ortszeit) mit sieben Stundenkilometern westwärts.

+++ 02.09.2019:Behörden sprechen Hurrikan-Warnung für Teile Floridas aus +++

Die US-Behörden haben für weite Teile der Ostküste im Bundesstaat Florida eine Hurrikan-Warnung ausgesprochen. Wegen des heranziehenden hochgefährlichen Wirbelsturms "Dorian" drohen bis Mitte der Woche lebensbedrohliche Sturmfluten, heftige Regenfälle und gefährliche Winde, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum am Sonntag (Ortszeit) erklärte.

Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie sollte in Florida nach bisherigen Prognosen nicht auf Land treffen, aber schon "eine leichte Abweichung" könnte das Zentrum des Sturms in unmittelbare Küstennähe oder an Land bringen, wie die Meteorologen warnten. Zudem können Winde in Hurrikan-Stärke bis zu 75 Kilometer vom Zentrum des Sturms entfernt auftreten.

Mehrere Orte in Florida haben bereits gültige Evakuierungen für küstennahe und tieferliegende Gebiete angeordnet. Der Hurrikan soll von den Bahamas kommend in der Nacht zum Dienstag vor der Küste Floridas eintreffen und dann nach Norden abdrehen. Auch in den nördlich angrenzenden Bundesstaaten Georgia, South Carolina und North Carolina ist daher im Lauf der Woche mit heftigen Winden, starken Regenfällen und Überschwemmungen zu rechnen.

Florida mobilisierte örtlichen Medienberichten zufolge mehr als 4.000 Mitglieder der Nationalgarde. Die Behörden bereiteten Notfallvorräte wie Trinkwasser, Essensrationen und Generatoren vor. Um Evakuierungen zu erleichtern, wurde die Autobahnmaut zeitweise aufgehoben. Aus anderen Bundesstaaten sind zudem Hunderte Spezialisten angereist, die dabei helfen sollen, nach dem Sturm die Stromversorgung wiederherzustellen. Viele Bürger und Geschäfte nagelten Holzbretter über ihre Fenster und positionierten Sandsäcke an den Außentüren. In manchen Supermärkten gab es kaum mehr große Trinkwasserflaschen zu kaufen.

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bua/sba/news.de/dpa
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