20.08.2019, 10.19 Uhr

Unwetter wüten in Deutschland: Warnung vor Überschwemmungen! HIER drohen heftige Gewitter

Eine Frau geht an einem überfluteten Parkplatz vorbei.

Eine Frau geht an einem überfluteten Parkplatz vorbei. Bild: dpa (Archivbild)

Nach den heftigen Gewittern vom Sonntag über Teilen Mittel- und Süddeutschlands mussten sich Bahnpendler auch noch am Montag auf Probleme einstellen: Die Aufräum- und Reparaturarbeiten an dem vom Blitz getroffenen Stellwerk im südhessischen Walldorf wurden erst am Nachmittag beendet.

Unwetter in Deutschland: Umleitungen und Verspätungen im Bahnverkehr

Das Stellwerk war am Sonntagabend vom Blitz getroffen und beschädigt worden. Auf der Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt wurde der Zugverkehr eingestellt. Züge müssten eine Ausweichstrecke über Mainz-Bischofsheim und Worms fahren. Wie hoch der Schaden ist, war zunächst nicht bekannt. In Brandenburg fegte währenddessen ein Tornado durch den Ort Klaistow. Am Frankfurter Flughafen mussten aufgrund des Unwetters zahlreiche Flüge annuliert werden.

Eine Besserung der Lage ist momentan noch nicht in Sicht. Am Dienstag Vormittag gab der Deutsche Wetterdienst eine Warnung für den Süden und Norden Deutschlands heraus. "Sowohl in Nähe der Nordseeküste als auch im Süden stellenweise Gewitter. Damit verbunden einzelne Böen bis 70 km/h", heißt es im DWD Warnlagebericht für Deutschland.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Unwetter in Deutschland im News-Ticker

  • Tornado wütet in Brandenburg
  • Flugausfälle am Frankfurter Flughafen
  • Verletzte nach Unwetter-Chaos

+++ 20.08.2019: Unwetter-Warnung: Gewitter, Überschwemmungen und Starkregen erwartet +++

Am Dienstag gab der DWD eine Unwetter-Warnung für die Nord- und Ostseeküste sowie den Süden Deutschlands heraus. Vor allem im Südosten bestehe die Gefahr von Gewittern und Starkregen. Betroffen sei vor allem das Gebiet vom Alpenrand bis zum Bayerischen Wald. Durch die erhöhten Niederschlagsmengen könne es laut "weather.com" zu kleinräumigen Überschwemmungen kommen.Die Gefahr eines großflächigen Hochwassers besteht jedoch nicht.

+++ 19.08.2019: 400 Reisende sitzen in ICE bis Mitternacht fest +++

Wegen des Oberleitungsschadens nach einem heftigen Unwetter haben 400 Reisende am Sonntagabend über Stunden in einem ICE festgesessen. "Der Zug hatte keinen Strom mehr und stoppte bei Roth mitten auf der Strecke", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montagmorgen. Um Mitternacht hätten Feuerwehr und Retter die Reisenden dann aus dem Zug in Sicherheit gebracht. Die Rettung war wegen des unwegsamen Geländes schwierig und dauerte rund drei Stunden. Verletzt wurde niemand. Der ICE wurde abgeschleppt.

Ein Tornado hat schwere Sturmschäden im Dorf Klaistow (Brandenburg) angerichtet.

Ein Tornado hat schwere Sturmschäden im Dorf Klaistow (Brandenburg) angerichtet. Bild: dpa

+++ 19.08.2019: Bahnverkehr in Hessen gestört +++

In Hessen sei der Zugverkehr auch andernorts wetterbedingt gestört, sagte ein Bahn-Sprecher. Etwa auf den Strecken zwischen Darmstadt und Frankfurt sowie zwischen Hanau und Aschaffenburg gab es Oberleitungsstörungen. Umgestürzte Bäume lagen auf den Gleisen und behinderten vor allem den Regionalverkehr. Es könne in den betroffenen Bereichen zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen kommen, sagte der Sprecher. Der Fernverkehr werde umgeleitet, einige Züge würden in Bahnhöfen zurückgehalten. Wie lange die Störungen anhalten sollen, war auch am Montagmorgen noch unklar.

Der Bahnverkehr steht nach Unwettern in Deutschland.

Der Bahnverkehr steht nach Unwettern in Deutschland. Bild: dpa

+++ 19.08.2019: Tornado hinterlässt schwere Schäden in Brandenburg +++

Auch in Südwest-Brandenburg zogen am Abend heftige Gewitter hinweg.Im Beelitzer Ortsteil Klaistow (Potsdam-Mittelmark) war es besonders stürmisch. Dort deckte ein Tornado in kurzer Zeit zahlreiche Dächer ab und sorgte für großen Sachschaden, wie die Feuerwehr "rbb24" am Montagmorgen bestätigte."Nahezu alle Häuser des Dorfes sind beschädigt", sagte Sebastian Klamt von der Feuerwehrleitstelle Brandenburg an der Havel.

+++ 19.08.2019: Wetter-Chaos in Deutschland: Unwetter und Gewitter auch in Thüringen erwartet +++

Die Gewitter waren am Sonntagabend von der Pfalz und Südhessen in Richtung Südosten gezogen. Die Unwetter sollten bis ins nördliche Unterfranken und möglicherweise nach Thüringen ziehen. Auch am Montag sei im Süden und Südosten mit Gewittern und Starkregen zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

Lesen Sie auch: Nach Gewitter-Front! Meteorologen warnen vor Hitzewelle

+++ 19.08.2019: Frankfurter Flughafen stellt Abfertigung ein! 41 Flüge werden annulliert +++

Auch auf dem Frankfurter Flughafen machten sich die heftigen Gewitter am Sonntag bemerkbar. Um Personal und Reisende zu schützen, sei die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport.Demnach wurden bis zum Sonntagabend 41 Flüge annulliert. Die meisten davon waren Inlandsflüge. Acht Flüge wurden der Sprecherin zufolge umgeleitet.

+++ 19.08.2019: Umgestürzte Bäume verletzten drei Menschen +++

Gewitter und Starkregen haben am Sonntagabend in Deutschland mehrere Bäume umstürzen lassen.

Gewitter und Starkregen haben am Sonntagabend in Deutschland mehrere Bäume umstürzen lassen. Bild: dpa

Besonders stark von Unwettern betroffen war in Hessens Süden die Region um Mörfelden, wie die Polizei mitteilte und von chaotischen Zuständen sprach. Das Dach des Rathauses sei teilweise abgedeckt worden. Autos seien von umstürzenden Bäumen beschädigt worden.

Auch in Mainz richtete das Unwetter Schäden an. Besonders betroffen war der Stadtteil Ebersheim, wie die Feuerwehr mitteilte. Dort waren zwei Menschen unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Beide hatten Glück, sie wurden nicht allzu schwer verletzt. Ganz in der Nähe wirbelte der Wind ein Dach samt Gebälk durch die Luft. Die Ziegel trafen zwei Wohnhäuser und richteten erheblichen Sachschaden an. Auf dem Gelände eines Geflügelzucht-Vereins kippten Bäume um und zerstörten Käfige und Verschläge. Die Behörden zählten Dutzende Unwettereinsätze.

+++ 19.08.2019: Hagel und Sturm in Deutschland! Feuerwehr im Dauereinsatz +++

In Bayern trafen Hagel und Sturm den Landkreis Aschaffenburg. Dächer wurden abgedeckt, Strommasten knickten um und Keller standen unter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Mehrere Gemeinden waren noch in den späteren Abendstunden ohne Strom. Mehr als 500 Rettungskräfte rückten aus und waren stundenlang auf den Beinen. Die Behörden zählten fast 400 Einsatzstellen. Die Autobahn 45 war in Richtung Seligenstadt voll gesperrt. Auf der Bahnstrecke zwischen Kleinostheim und der Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern fuhren keine Züge.

Nicht mehr weiter ging es auch für den ICE 930, der wegen Schäden an Oberleitungen und Bäumen im Gleis in Aschaffenburg wartete. Die Reisenden seien schließlich mit Taxigutscheinen versorgt worden, sagte ein Bahnsprecher.

sba/news.de/dpa
Unwetter-Horror in Europa aktuellAsteroid 2019 QZ1 am 22.09.19Marco Simoncelli, Shoya Tomizawa und Co.Neue Nachrichten auf der Startseite