18.08.2019, 17.30 Uhr

Wetter im August 2019 : Unwetter am Sonntag! DWD warnt vor Orkanböen und Starkregen

Das Deutschland-Wetter am Wochenende bleibt unbeständig.

Das Deutschland-Wetter am Wochenende bleibt unbeständig. Bild: Fotolia/Uwe Rieder

Nach den Hitzerekorden ist dem Sommer erstmal die Puste ausgegangen. Auch am Wochenende bleibt das Wetter unbeständig, wie Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach ankündigte. "Im August will der Sommer noch nicht richtig auf Touren kommen", sagte der Meteorologe. "Derzeit fehlt von einem stabilen Sommerhoch jede Spur."

Wetter aktuell im August 2019: So unbeständig wird das Wetter am Wochenende

Am Freitag kommen viele Wolken und vor allem im Osten und Südosten einzelne Schauer. Es wird nur zwischen 20 und 26 Grad warm. An der Nordsee und in höheren Lagen weht ein frischer Wind. Am Samstag bleibt es in der Nordwesthälfte überwiegend stark bewölkt und es kann regnen. Richtung Osten und Süden sieht es heiterer aus; im Südosten bleibt es überwiegend trocken und kann bis zu 28 Grad warm werden. Der Wind bleibt, teils sind auch starke oder stürmische Böen dabei.

Wettervorhersage für Deutschland: Wolken, Gewitter und Sturmböen vermiesen den Sommer

Am Sonntag bringt Tief Bernd für viele Wolken über Deutschland. Im Südosten bleibt es am längsten sonnig und meist auch trocken, im Südwesten fällt der meiste Regen. Es kann einzelne Gewitter geben. Die Maximaltemperaturen steigen auf bis zu 32 Grad im Südosten. In höheren Lagen sind Sturmböen möglich.

Deutscher Wetterdienst warnt am Sonntag vor Sturmböen und Gewittern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor Sturmböen und Gewittern gewarnt. Für einen breiten Streifen vom südlichen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg und Sachsen werde am Sonntagvormittag auffrischender Südwestwind mit steifen bis stürmischen Böen erwartet. Auf exponierten Gipfeln könne es vereinzelt sogar starke Sturmböen geben, sagte der DWD am Morgen in seinem Warnlagebericht voraus. Unwetter mit Orkanböen seien "nicht ausgeschlossen".

Mit dem Wind zögen einzelne Gewitter vom Westen über die Mitte Deutschlands rasch nordostwärts. Lokal eng begrenzt könnten dabei Starkregen und kleinkörniger Hagel fallen. Einzelne kräftige Gewitter erwartet der Wetterdienst am späten Nachmittag und Abend zudem in Baden-Württemberg, dem Saarland, der Pfalz und Bayern. Dabei sei "gebietsweise auch mehrstündiger Starkregen" möglich. Im Südwesten könnten dabei gebietsweise mehr als 20 Millimeter Niederschlag innerhalb mehrerer Stunden fallen. Abends und in der Nacht zum Montag nehme der vorhergesagte Wind wieder rasch ab.

Aktuelle Wetter-Prognose: Herbst-Stimmung in Deutschland - Wo bleibt der Sommer 2019?

Angesichts eines derzeit oft grauen Himmels und vieler Schauer hat mancher schon Herbstgefühle - doch dieser Eindruck trügt. DWD-Meteorologe Simon Trippler trat den Befürchtungen vieler Menschen entgegen, der Sommer 2019 könnte nach dem wechselhaften Wetter der vergangenen Tage schon ausgedient haben. "Die Vergangenheit lehrt, dass das nicht sein muss, selbst wenn am 1. September für die Meteorologen der Herbst beginnt", erläutert der Wetterexperte. "Tageshöchsttemperaturen von 25 Grad oder mehr - nach meteorologischer Definition ein Sommertag - sind bis weit in den Oktober möglich." Selbst 30 Grad und mehr könne es noch bis Anfang Oktober geben.

Selbst längere Hitzewellen seien noch gut möglich. "Allen Unkenrufen zum Trotz haben einzelne Modelle für das Wochenende vom 24. und 25. August tatsächlich einen deutlichen Temperaturanstieg im Programm", erklärte der Wetterexperte. "Zwar ist die Vorhersage noch sehr unsicher, wenn es aber so kommt, dann würde es mit Tageshöchsttemperaturen über 30 Grad wieder heiß hergehen und der Sommer 2019 noch einmal zeigen, was er kann."

sba/fka/news.de/dpa
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