16.08.2019, 17.51 Uhr

Fahndung in NRW: Mutmaßlicher Vergewaltiger festgenommen! Missbrauch von 2 Frauen!

Die Fahndung war erfolgreich.

Die Fahndung war erfolgreich. Bild: dpa

Bis Donnerstag (16.08.2019) hat die Polizei nach demmutmaßlichen Vergewaltiger Valerij B. gefahndet. Nun ist der 24-Jährige in einer Ortschaft bei Münster festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, am frühen Morgen des 11. August 2019 eine 21-Jährige in Bergkamen vergewaltigt zu haben. Zudem soll er bereits am 09.08.2019 ein 16 Jahre junges Mädchen missbraucht haben.

Valerij Brendel wurde an einem Busbahnhof in Senden festgenommen

Nach tagelanger Flucht, ist es nun der Polizei gelungen, den mutmaßlichen zweifachen VergewaltigerValerij B. an einem Busbahnhof in Senden festzunehmen. In dem ca. 40 km von Bergkamen entfernte Ort habe Brendel laut "Bild" einen Großteil seiner Kindheit verbracht.

Der Sprecher der zuständigen Polizeiniederlassung sagte dazu: "Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung konnte die gesuchte Person durch Polizeikräfte um kurz nach 15 Uhr am Busbahnhof in Senden festgenommen werden. Er wird zur Verkündung des bestehenden Haftbefehls einem Haftrichter vorgeführt werden."

Am gestrigen Mittwoch (15.08.2019) sind vermehrt Hinweise eingegangen, der Flüchtige könne in einem Waldstück bei Oeraden (Stadtteil von Bergkamen) untergetaucht sein. Zahlreiche Einsatzkräfte, Helikopter und Polizeihunde durchkämmten das entsprechende Gebiet großräumig, ohne Erfolg.

Sexualstraftäter Brendel war im Rehabilitations-Programm "Kurs"

Wie die "Bild" unter Berufung auf Aussagen der Staatsanwaltschaft berichtete, habe der vorbestrafter SexualstraftäterBrendelam Rehabilitations-Programm "Kurs" ("Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern") teilgenommen. Normalerweise sei das Programm ein Erfolgsprojekt wie die "Bild" berichtet, welches eine Rückfallquote von unter drei Prozent vorweisen könne. Ohne das Programm läge die Quote zwischen 20 und 24 Prozent.

Sexualstraftäter, die zu mindestens einem Jahr Gefängnis verurteilt sind und bei denen Führungsaufsicht durch ein Landgericht verhängt wurde, werden durch das "Kurs"-Programm nach ihrer Entlassung betreut und überwacht. Zwar sei der Entlassene zunächst ein freier Mensch, freiwillig sei die Teilnahme an "Kurs" jedoch nicht, erklärt der Sprecher des LKA Düsseldorf,Frank Scheulen.

Maßnahmen im Rahmen des Programms wären beispielsweise die Vermittlung einer Wohnung, Therapieangebote, Hilfe bei der Jobsuche und Hausbesuche der Polizei. Zudem wird gegebenenfalls auch das neuen Umfelds über die Vorgeschichte des Täters informiert.

Fahndung nach Sex-Täter Valerij Brendel in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Brendel ist etwa 1,77 Meter groß, trug zuletzt am 12. August 2019 eine weite Hose, Socken und keine Schuhe. Er hat eine schlanke Statur, braune Haare und blaue Augen. Auf der Brust trägt er ein Tattoo mit dem Schriftzug"EWIG DEIN EWIG MEIN". Auch seine Ober- und Unterarme sind tätowiert. In den Ohren trägt er große Tunnel.

Polizei jagt Vergewaltiger - Hinweise über den Notruf an die 110

Die Polizei warnt eindringlich davor, den Flüchtigen anzusprechen. Wer den Sex-Täter sieht, solle sichüber den Notruf 110 an die Polizei wenden, das Eintreffen der Einsatzkräfte abwarten und den Mann nicht ansprechen. Am Donnerstag gingen bei der Polizei mehrere Hinweise darauf ein, dass sich der gesuchte Sexualstraftäter in dem Waldgebiet Mühlenbruch in Oberaden aufhalten soll. Um den Hinweisen nachzugehen griffen die Ermittler auf Polizeihubschrauber und Mantrailer-Hunde zurück - bisher ohne Erfolg.

Fahndung nach Valerij Brendel: Zweites Opfer meldet Vergewaltigung

Ebenfalls am Donnerstag hat sich ein zweites Opfer bei der Polizei gemeldet. Die 16-Jährige gab an, am 9. August 2019 von Valerij Brendel vergewaltigt worden zu sein. Inzwischen haben sich laut "Bild"-Zeitung bereits Bürger versammelt, um den Sex-Täter eigenmächtig zu jagen. Davon rät die Polizei dringend ab. "Das werden wir nicht tolerieren. Durch eigenmächtige Suchmaßnahmen und auch durch unbedachte Äußerungen in Sozialen Netzen wird die Arbeit der Polizei behindert. Unter Umständen gefährden sich die Suchenden dabei selbst", erklärte Polizeisprecherin Vera Howanietz gegenüber der "Bild".

fka/sba/news.de
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