20.08.2019, 11.53 Uhr

Gran Canaria: Waldbrand abgeschwächt - Tourismus nicht betroffen

Rauch steigt über die Berge von Gran Canaria auf. Der seit dem Wochenende wütende Waldbrand ist noch nicht unter Kontrolle.

Rauch steigt über die Berge von Gran Canaria auf. Der seit dem Wochenende wütende Waldbrand ist noch nicht unter Kontrolle. Bild: Guardia Civil/dpa

Erneut ist in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Mehr als 2000 Menschen seien im Zentrum der Insel in Sicherheit gebracht worden, teilte der Sicherheitsrat der Regierung der Kanarischen Inseln, Julio Perez, mit. Sechs Ortschaften sind nach Angaben des Notfalldienstes betroffen, darunter auch wieder die Gemeinden Tejeda und Artenara, die schon vor einer Woche wegen eines starken Feuers in den Bergen evakuiert wurden. Mehrere Straßen wurden gesperrt.

Waldbrand auf Gran Canaria - News-Ticker

+++ 20.09.2019: Gran-Canaria-Waldbrand abgeschwächt - Tourismus nicht betroffen +++

Der verheerende Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria hat sich nach Behördenangaben leicht abgeschwächt. "An diesem Morgen gibt es gute Nachrichten", teilte der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres, am Dienstag auf Twitter mit. "Das Feuer verliert an Potenzial", so der Politiker. Derweil stiegen die Löschflugzeuge und Hubschrauber wieder in die Luft, um gegen die Flammen in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel zu kämpfen. Insgesamt waren 600 Helfer im Einsatz.

Allein am Montag seien eine Million Liter Wasser eingesetzt worden, um den Brand in den Griff zu bekommen, schrieb die Inselregierung in einer Mitteilung. Mittlerweile seien 10.000 Hektar Fläche betroffen, 2.000 davon lägen im berühmten Naturpark Tamadaba mit seinen einzigartigen Kiefernwäldern. 9.000 Menschen sind seit Ausbruch des Feuers am Samstag in Sicherheit gebracht worden.

Mit Blick auf die Touristen, die auf der vor der Westküste Afrikas liegenden Insel Urlaub machen, hieß es von den Behörden: "Wir möchten anmerken, dass im Moment keine wesentlichen Schäden oder Zwischenfälle im Hinblick auf den Tourismus auf der Insel Gran Canaria aufgetreten sind." Das Feuer war am Wochenende im Inselinneren nahe des Ortes Valleseco südwestlich der Hauptstadt Las Palmas ausgebrochen und hatte sich bei hohen Temperaturen und starkem Wind schnell ausgebreitet.

+++ 19.08.2019: Waldbrand auf der Urlaubsinsel gerät außer Kontrolle +++

Der Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria ist nach Behördenangaben außer Kontrolle geraten. 3.400 Hektar Fläche auf der spanischen Urlaubsinsel seien schon von dem Feuer betroffen, manche Flammen schlügen 50 Meter hoch, teilte der Inselrat am Montag auf Twitter mit. Nach Angaben des spanischen Fernsehens wurden mittlerweile 8.000 Menschen aus Dutzenden Ortschaften in dem Gebiet südwestlich der Hauptstadt Las Palmas in Sicherheit gebracht.

Bedroht seien auch die berühmten Kiefernwälder im Nationalpark Tamadaba, hieß es. Der 7.500 Hektar große Park liegt innerhalb des von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärten Westens des Insel und gilt als "die grüne Lunge" der Insel. Touristen an den Stränden waren von der Feuerfront zunächst nicht direkt betroffen.

Hunderte Helfer hatten die ganze Nacht hindurch gegen das Feuer gekämpft. Weitere 700 wollten sich am Morgen an dem Einsatz beteiligen. Zudem sollten elf Hubschrauber und mehrere Flugzeuge eingesetzt werden.

Zeitungen zitierten den Chef der Inselregierung, Antonio Morales, mit den Worten, es könne sich möglicherweise um Brandstiftung handeln. Beweise dafür gebe es aber bisher nicht. Schon vor einer Woche waren in der gleichen Bergregion rund um die Gemeinden Tejeda und Artenara 1500 Hektar verbrannt.

+++ 19.08.2019: Waldbrand wütet weiter - "Extrem aggressives" Feuer +++

Der Waldbrand in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria wütet weiter: Das am Samstagabend nahe des Ortes Valleseco ausgebrochene Feuer habe sich mittlerweile auf 1500 Hektar ausgebreitet, teilten die lokalen Behörden mit. Geschätzt 4000 Menschen aus 40 Ortschaften seien in Sicherheit gebracht worden. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, sagte, das heiße Wetter und die niedrige Luftfeuchtigkeit machten es sehr schwer, das "extrem aggressive" Feuer zu kontrollieren.Hinzu komme starker Wind, der die Flammen anfache, und eine starke Rauchentwicklung, betonte die Sprecherin des kanarischen Notfalldienstes, Laura Otero.

Mehr als 600 Helfer, zwei Flugzeuge und neun Hubschrauber würden eingesetzt, um den Brand zu löschen. Die Evakuierungsaktion begründete er damit, keine Opfer riskieren zu wollen: "Wir wollen, dass dies ohne Verluste endet."

Ein Reporter hatte berichtet, die Behörden gingen von Brandstiftung aus. Die erneut betroffenen Gemeinden Tejeda und Artenara waren schon vor einer Woche wegen eines starken Feuers in den Bergen evakuiert worden. Damals waren in der Region südwestlich der Hauptstadt Las Palmas bereits rund 1500 Hektar verbrannt.

Waldbrand wütet auf Gran Canaria - mehrere Orte evakuiert

Der Brand war am Samstagabend nahe des Ortes Valleseco ausgebrochen und hatte sich schnell auf mehr als 400 Hektar ausgebreitet. Das spanische Fernsehen sprach von einer "komplizierten Nacht", da das Gebiet teilweise schwer zugänglich sei. Die Feuerwehr war auch mit Hubschraubern und Löschflugzeugen im Einsatz. Ein Reporter berichtete von der Insel, die Behörden gingen von Brandstiftung aus.

Waldbrände auf Gran Canaria machen Evakuierungen erforderlich

Bereits vergangene Woche waren mehrere Ortschaften evakuiert worden. Starke Winde fachten die Flammen immer wieder an und trieben das Feuer voran, berichteten örtliche Medien. Ein 55-Jähriger könnte das Feuer am Samstag möglicherweise durch Unvorsichtigkeit bei Schweißarbeiten ausgelöst haben. Er sei von der Polizei vorläufig festgenommen worden, hieß es.

Keine Entwarnung! Feuer auf Gran Canaria noch nicht unter Kontrolle

"Das Feuer ist weiter auf eine Fläche von 1.000 Hektar begrenzt, aber es ist weder unter Kontrolle noch stabilisiert", schrieb die Zeitung "El Mundo". Besonders betroffen waren die Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáldar südwestlich der Hauptstadt Las Palmas. Auch mehrere Straßen der Insel mussten wegen des Feuers und des Rauchs gesperrt werden. Touristen an den Stränden der auch bei Deutschen beliebten Insel vor der Nordwestküste Afrikas waren von dem Brand nicht betroffen.

Dutzende Waldbrände auch in Griechenland

Wegen anhaltender Hitze und starker Winde waren am vergangenen Wochenende auch Dutzende Waldbrände in Griechenland ausgebrochen. In einigen Fällen wurden Dörfer und Campingplätze vorübergehend evakuiert. Verletzt wurde niemand. Unter Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern und Hunderten Feuerwehrleuten und Helfern konnten die Brände rasch unter Kontrolle gebracht werden, wie die Feuerwehr mitteilte.

Wie die Feuerwehr und der griechische Zivilschutz am Sonntag weiter mitteilten, gelte für den größten Teil Südgriechenlands die höchste Alarmstufe (Alarmstufe Rot) für Waldbrände. Der griechische Wetterdienst hat für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad vorhergesagt. Zudem wehen in der Ägäis Winde der Stärke sieben bis acht.

Bürger werden über Funk vom Katastrophenschutz gewarnt

Seit einer Brandkatastrophe nahe Athen im Juli des vergangenen Jahres werden die Bürger über Funk noch nachdrücklicher gewarnt als ohnehin schon - damals waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Zudem sendete der Zivilschutz Brandwarnungen an die Bürger auf ihrem Handy.

In vielen Fällen entflammen die Brände durch falsches Verhalten: durch eine weggeworfene Zigarette, Grillen im Freien oder das im Sommer verbotene Verbrennen von Gartenabfällen.

Reisewarnung für Gran Canaria: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Das Auswärtige Amt spricht in der Reisewarnung davon, dass die trockenen Sommer zu einer hohen Brandgefahr in den Wäldern führen. Daher ist auch offenes Feuer oder Rauchen in den Wäldern in der Regel untersagt. Verbotsschilder sollten immer beachtet werden. Ansonsten ist den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

Im Herbst wiederum können dann starke Regengüsse nicht von der Erde aufgenommen werden und kleine Flüsse schnell und gefährlich anschwellen lassen. Auch mit Erd- oder Schlammlawinen muss dann vermehrt gerechnet werden.

luj/loc/news.de/dpa
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