23.07.2019, 15.20 Uhr

Down-Syndrom: Mutter fordert Schadenersatz für behindertes Kind

Da ihr Sohn mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, fordert eine Britin über 200.000 Euro Schadenersatz. (Symbolbild)

Da ihr Sohn mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, fordert eine Britin über 200.000 Euro Schadenersatz. (Symbolbild) Bild: picture alliance/Andreas Arnold/dpa

Edyta Mordel ist die Mutter von Aleksander. Ganz ohne Zurückhaltung gibt sie zu, dass er nie auf die Welt gekommen wäre, wenn sie von Anfang an Bescheid gewusst hätte. Da die Tests jedoch keine Auffälligkeiten zeigten, trug sie Aleksander aus.

Frau wollte kein behindertes Kind

Für die Frau war von Anfang an klar, dass sie kein behindertes Kind möchte. Der Hebamme habe sie schon sehr früh gesagt, dass sie im Falle einer Behinderung abtreiben würde. Also sollten alle regulären Test durchgeführt werden. Diese wären ohne Befund gewesen. Es lief aber anders, wie sich herausstellen sollte.

Anscheinend hat es ein Missverständnis gegeben. Das Krankenhaus berichtete gegenüber dem britischen Magazin "Daily Mail", dass Edyta die Tests abgelehnt hätte. So ginge es wenigstens aus den Akten hervor, in denen Edytas Ärztin vermerkte, dass das Screening angeboten, aber abgelehnt wurde.

Schadenersatz aus dem nationalen Gesundheitssystem (NHS)

Nun möchte die Frau entschädigt werden, für die zusätzlichen Pflegekosten und den Arbeitsausfall. Umgerechnet 223.000 Euro möchte Edyta Mordel haben, um den Mehraufwand zu finanzieren, den sie ausdrücklich ausschließen wollte.

Die Forderungen sind umstritten. Viele Menschen mit Down-Syndrom empfinden diese Selektion als menschenunwürdig. Erst im April fand in Deutschland das "Down-Syndrom Sportfest" in Frankfurt am Main statt, wo eindrücklich gezeigt wurde, dass auch ein Leben mit Trisomie 21 lebenswert ist.

luj/bua/news.de
Wetter im September 2019 aktuellInfluenza, Pest und Co.Kate MiddletonNeue Nachrichten auf der Startseite