25.07.2019, 17.38 Uhr

Wetter im Juli 2019 aktuell: Neuer Hitze-Rekord mit 42 Grad Celsius! Hitzewelle rollt Höhepunkt entgegen

Steht Deutschland eine Rekordhitze bevor?

Steht Deutschland eine Rekordhitze bevor? Bild: dpa

Eine neue Hitzewelle bringt Deutschland mit rekordverdächtigen Temperaturen zum Schwitzen. Ihren Höhepunkt soll sie am Donnerstag erreichen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden in der Westhälfte Deutschlands verbreitet Höchstwerte zwischen 37 und 40 Grad erreicht und an einigen Orten überschritten.

41,6 Grad - Erneut Deutscher Hitzerekord im Emsland

Nach nur 40 Minuten ist der vorläufige deutsche Hitzerekord ein weiteres Mal überboten worden: Im niedersächsischen Lingen wurden um 15.50 Uhr 41,6 Grad gemessen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Um 15.10 Uhr waren an der gleichen Messstation 41,5 Grad verzeichnet worden. Damit wurde in Deutschland erstmals seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen die 41 Grad-Marke geknackt. Wenig später wurde die Rekordmarke offiziell korrigiert:Erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen in Deutschland ist die Temperatur auf 42 Grad gestiegen. Nach vorläufigen Messergebnissen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden am Donnerstag im niedersächsischen Lingen 42,0 Grad registriert.

Wetter im Juli 2019: Allzeit-Hitzerekord in Deutschland in Geilenkirchen

Der Deutsche Wetterdienst hat derweil den neuen deutschen Hitzerekord von 40,5 Grad in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen vom Mittwoch bestätigt. Damit ist die bisherige Höchstmarke von 40,3 Grad im unterfränkischen Kitzingen aus dem Jahr 2015 offiziell überboten, wie ein Sprecher am Donnerstag in Offenbach mitteilte.

Am zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Hitze-Rekordwert von 40,5 Grad gemessen. Nach Geilenkirchen am Mittwoch wurde diese Temperatur erneut am Donnerstag in Bonn-Roleber gemessen - dieses Ergebnis von 13.20 Uhr sei aber noch vorläufig, sagte ein DWD-Sprecher. Da die Tageshöchstwerte erst im Laufe des Nachmittags erreicht werden, könnte es daher noch höhere Werte geben. Temperaturen unter 30 Grad sind nach Angaben der Meteorologen nur an der Ost- und Nordseeküste oder auf den Bergen oberhalb von 1000 Metern zu finden.

DWD hat Hitzerekord in Nordrhein-Westfalen im Blick

Die DWD-Experten gehen von weiter steigenden Temperaturen aus. Die Meteorologen gehen davon aus, dass eine Stadt in Nordrhein-Westfalen auf der offiziellen DWD-Hitze-Hitliste die neue Nummer eins werden kann. Die Region zwischen Kölner Bucht und Niederrhein haben die Fachleute dabei besonders im Blick.

Hitzewarnungen für Deutschland aktuell: Hier warnt der DWD

Unterdessen gab der DWD flächendeckend für ganz Deutschland Hitzewarnungen heraus. "Im Osten handelt es sich überwiegend um die Warnstufe 1, im Westen und Süden überwiegt die Warnstufe 2", sagte ein Sprecher des DWD. Auch am Alpenrand und an den Küsten gibt es Hitzewarnungen. "Das ist schon ziemlich selten", sagte der Sprecher über die normalerweise stets etwas kühleren Regionen. "Hitzegeplagte, die Abkühlung suchen, müssen sich schon in den Bergen bei mindestens 1500 Meter Höhe aufhalten. Und der Gipfel der Zugspitze ist natürlich der kühlste Ort Deutschlands." Im Süden Deutschlands wird zudem vor hohen UV-Werten gewarnt.

Die Warnstufe 2 wird ausgerufen, wenn tagsüber extreme Wärmebelastung herrscht. Die sogenannte gefühlte Temperatur liegt dann über 38 Grad. Starke Wärmebelastung und damit die Voraussetzung für die Warnstufe 1 liegt vor, wenn um 14 Uhr die gefühlte Temperatur 32 Grad und mehr beträgt. Die vom DWD verwendete gefühlte Temperatur ist nicht mit der Lufttemperatur gleichzusetzen. Für die Wärmebelastung müssen neben der Lufttemperatur die Feuchtigkeit der Luft, der Wind und die UV-Strahlung berücksichtigt werden.

Tropennächte im Ruhrgebiet und in der Rhein-Main-Region

Auch am Freitag bleibt es bei Temperaturen zwischen 36 und 39 Grad erst einmal heiß. Die Nächte werden kaum Abkühlung bringen: In den Ballungszentren fallen die Temperaturen mitunter nicht unter 20 Grad. Vor allem im Ruhrgebiet und in der Rhein-Main-Region können die sogenannten Tropennächte auftreten. Mitunter kann das Thermometer auch in der Nacht noch 24 Grad anzeigen. Am Freitag könnte es in den Alpen und im Südschwarzwald außerdem zu Gewittern kommen. Am Samstag werden dann in Süd-, West- und Mitteldeutschland Gewitter mit teils heftigem Starkregen und Hagel erwartet.

Auch in den Nachbarländern war es heiß: Mit 38,8 Grad ist es in den Niederlanden der wärmste Tag seit 75 Jahren, wie das königliche Niederländische Meteorologische Institut mitteilte. In Belgien wurde ein jahrzehntealter Hitzerekord gebrochen. In dem Ort Kleine-Brogel im Nordosten des Landes habe das Thermometer am Mittwochnachmittag 38,9 Grad Celsius angezeigt, teilte David Dehenauw vom Königlichen Meteorologischen Institut (KMI) auf Twitter mit. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1833.

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Hitze-Warnung für ganz Europa: HIER gelten Fahrverbote wegen Ozonbelastung

Auch Frankreich und Belgien wappneten sich für extreme Hitze. In der französischen Hauptstadt Paris sollen nach Polizeiangaben von diesem Dienstag an wegen der hohen Ozonbelastung Fahrverbote gelten. Im Laufe der Woche werden im ganzen Land wieder Spitzenwerte um die 40 Grad erwartet, in Paris sollen es dem Wetterdienst Météo France zufolge am Donnerstag sogar bis zu 42 Grad werden. Das belgische Krisenzentrum riet: "Bleiben Sie im Kühlen und trinken Sie genügend (Wasser)." Jeder solle sich um seine Angehörigen kümmern.

Ungewöhnlich viele Hitzewellen im Sommer 2019

Die Hitzewelle der kommenden Tage ist für manche Regionen Deutschlands bereits die vierte in diesem Sommer. Das seien ungewöhnlich viele, hieß es beim DWD. Schon im Juni wurden an mehreren Orten die regionalen Rekordtemperaturen übertroffen. Insgesamt handelte es sich um den wärmsten und sonnigsten Juni seit Beginn flächendeckender Messungen.

Wie schon im Juni dürfte der DWD in den nächsten Tagen Hitzewarnungen herausgeben. Die Warnstufe 2 wird ausgerufen, wenn tagsüber extreme Wärmebelastung herrscht. Die sogenannte gefühlte Temperatur liegt dann über 38 Grad. Starke Wärmebelastung und damit die Voraussetzung für die Warnstufe 1 liegt vor, wenn um 14 Uhr die gefühlte Temperatur 32 Grad und mehr beträgt. Die vom DWD verwendete gefühlte Temperatur ist nicht mit der Lufttemperatur gleichzusetzen. Für die Wärmebelastung müssen neben der Lufttemperatur die Feuchtigkeit der Luft, der Wind und die Strahlung berücksichtigt werden.

bua/fka/news.de/dpa
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