21.07.2019, 15.38 Uhr

Flugzeugunglück in den Tiroler Alpen: 3 Todesopfer nach Flugzeugabsturz - Pilot kam von Flugroute ab

Im Wettersteingebirge unweit von Garmisch-Partenkirchen ist ein Kleinflugzeug abgestürzt (Symbolfoto).

Im Wettersteingebirge unweit von Garmisch-Partenkirchen ist ein Kleinflugzeug abgestürzt (Symbolfoto). Bild: Angelika Warmuth / picture alliance / dpa

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in den Tiroler Alpen nahe der deutschen Grenze sind am Donnerstag drei Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte eine österreichische Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Die Identität der Opfer sei nach wie vor unklar. Laut Polizei sollen die drei Verunglückten am Freitagvormittag geborgen werden.

Unglück in den Tiroler Alpen kostet drei Menschen das Leben

Weitere Erkenntnisse zur Absturzursache sollen Ermittlungen des Tiroler Landeskriminalamtes ergeben. Unter anderem soll geklärt werden, woher die Maschine kam und wohin sie unterwegs war. Aufgrund der schwierigen Bedingungen im alpinen Gelände müssen die Einsatzkräfte laut Polizei mit Hubschraubern eingeflogen werden.

Leichen von Absturzopfern nach Flugzeugunglück in Tiroler Alpen geborgen

Die Leichen wurden am Freitag geborgen und ins Tal gebracht. Man hoffe, dass sich Angehörige melden, sagte ein Polizeisprecher der Agentur APA. Mit einem DNA-Abgleich soll dann die Identität der bis zu Unkenntlichkeit entstellten Toten festgestellt werden. Zur Ursache des Absturzes konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Sicher ist laut Ermittlern, dass die Flugreise der drei Verunglückten im italienischen Montichiari unweit des Gardasees begann. Das Reiseziel war demnach Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Das Flugzeug war mit einer deutschen Kennung unterwegs. Die Wetterbedingungen waren zur Unfallzeit laut Polizei gut.

Flugzeugabsturz in Tiroler Alpen: Flieger zerschellt und brennt komplett aus

Das Flugzeug stürzte den Angaben zufolge am Donnerstag gegen 17.30 Uhr im Wettersteingebirge auf dem Gebiet der Gemeinde Leutasch ab. Leutasch ist wenige Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Das Kleinflugzeug zerschellte demnach an einer rund 2.300 Meter hoch gelegenen Felswand am Leutascher Platt und brannte komplett aus. Auf Bildern waren brennende Trümmerteile an einem Felsen zu sehen.

Kleinflugzeug aus ungeklärter Ursache bei Garmisch-Partenkirchen abgestürzt

Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die ersten Ermittlungen an der Unfallstelle unterbrochen und das Wrack über Nacht von Einsatzkräften überwacht, wie die Polizei mitteilte. Zu Typ und Zulassungsort des Flugzeugs konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Wetterbedingungen seien zur Unfallzeit gut gewesen. Nach dem Absturz sei auch ein deutscher Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen.

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Experte: Pilot kam in Tirol von Flugroute ab

Der Pilot des deutschen Kleinflugzeugs, das am Donnerstagabend in den Tiroler Alpen abgestürzt ist, soll sich Medienberichten zufolge nicht an die vorgegebene Flugroute gehalten haben. "Wäre er auf Kurs geblieben, hätte er in Tirol in der vorgegebenen Höhe von 5.500 Fuß (1.700 Meter) sicher passieren können", zitieren österreichische Zeitungen Klaus Hohenauer von der Luftfahrtbehörde der Landesverkehrsabteilung. Das Flugzeug sei nach Westen abgedriftet und habe daher das knapp 3.000 Meter hohe Wettersteingebirge nicht passieren können. Der Pilot habe keine Möglichkeit gehabt, über das Gebirgsmassiv zu fliegen.

3 Männer aus Baden-Württemberg tot nach Flugzeugabsturz in Tirol

Ein Sprecher der Tiroler Landespolizei sagte, zur Absturzursache ermittle die Staatsanwaltschaft in Innsbruck. Die Identität der drei Insassen sei noch nicht sicher geklärt, der DNA-Abgleich laufe noch. Nach Angaben des baden-württembergischen Innenministerium kamen sie aus Baden-Württemberg. Sie sollen 72, 57 und 56 Jahre alt gewesen sein.

Das Flugzeug war im Wettersteingebirge zehn Kilometer westlich der Zugspitze auf 2.300 Meter Höhe gegen eine Felswand geflogen und sofort in Flammen aufgegangen. Die Maschine war in Montichiari am Gardasee gestartet mit dem Ziel Schwäbisch Hall.

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loc/news.de/dpa
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