17.07.2019, 15.38 Uhr

Niedergetrampelt und in den Wald gezerrt: 62-Jähriger in Nepal von wildem Elefanten getötet

Wilde wie gezähmte Elefanten sind in Nepal keine Seltenheit. Sie werden als Arbeitstiere eingesetzt, leben aber auch wild in den Nationalparks, die immer kleiner werden.

Wilde wie gezähmte Elefanten sind in Nepal keine Seltenheit. Sie werden als Arbeitstiere eingesetzt, leben aber auch wild in den Nationalparks, die immer kleiner werden. Bild: picture alliance / Narendra Shrestha/EPA/dpa

Im Himalaya-Staat Nepal hat ein in freier Wildbahn lebender Elefant einen Mann getötet. Das Tier habe den 62-Jährigen in der Nähe des Chitwan-Nationalparks im Süden des Landes 25 Meter weit von der Straße weggeschleppt, sagte Basu Dhungana, Präsident eines Vereins örtlicher Waldnutzer, am Mittwoch.

Nicht der erste Mord durch Elefanten

Die gewachsene Population der Elefanten führte in dem Gebiet seinen Worten zufolge bereits in der Vergangenheit zu Todesfällen und Zerstörung. Als Schutzmaßnahme baue man nun Mauern zwischen den Siedlungen und dem Wald.

In Nepal kommt es immer wieder zu tödlichen Begegnungen zwischen Menschen und wildlebenden Tieren - besonders am Rande von Wäldern und Nationalparks. Wegen der Abholzung der Wälder und eines Mangels an Beute verlassen Tiere ihre natürliche Umgebung und nähern sich Siedlungen.

Wildtiere immer wider Todesursache in Nepal

Zuletzt hatte ein wilder Elefant im Januar eine 53-Jährige in der Nähe ihres Hauses unweit des Naturschutzgebiets Koshi Tappu im Südosten des Landes zu Tode getrampelt. Im November tötete ein Leopard ebenfalls am Rande des Chitwan-Nationalparks nahe der Grenze zu Indien ein vierjähriges Mädchen vor dessen Haus.

luj/loc/news.de/dpa
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