16.06.2019, 08.15 Uhr

Unwetter im Juni 2019 in Europa: Heftige Unwetter in Frankreich! Deutsche von Baum erschlagen

Die Großwetterlage in Europa sorgt für zahlreiche Unwetter.

Die Großwetterlage in Europa sorgt für zahlreiche Unwetter. Bild: AdobeStock / Grecaud Paul

Schwere Unwetter toben derzeit in Deutschland. Starkregen, Gewitter und Hagel sorgen für Chaos und Zerstörung. Schuld ist die Großwetterlage in Europa.

Unwetter in Europa im News-Ticker

+++ 16.05.2019: Deutsche in Frankreich von Baum erschlagen +++

Ein schweres Unwetter im Osten Frankreichs und in der Schweiz hat am Samstag zwei Menschenleben gefordert. Eine Touristin kam nach Angaben der Agentur SDA ums Leben, als ein Ausflugsboot am späten Nachmittag wegen des Sturms kenterte. Woher die Frau stammte, wurde nicht mitgeteilt. Das Unwetter sorgte zudem in Genf für schwere Schäden.

Eine deutsche Urlauberin wurde am Samstag auf einem Campingplatz der französischen Stadt Taninges während eines Sturms von einem Baum erschlagen. Die 51-Jährige sei in ihrem Wohnwagen gewesen, als der Baum auf das Gefährt krachte, berichtete der Radiosender France Bleu auf seiner Webseite. Taninges liegt wenige Kilometer südlich des Genfer Sees.

Die Familie des Opfers werde psychologisch betreut und sei wie alle anderen Gäste des Campingplatzes im Gemeindehaus des Städtchens im ostfranzösischen Département Haute-Savoie untergebracht worden. Woher in Deutschland die 51-Jährige kam, war zunächst unbekannt.

+++ 14.06.2019: Unwetter verursachen in Polen schwere Schäden +++

Gewitterstürme und örtlich Hagel haben in Polen schwere Schäden angerichtet. Die Feuerwehr war von Donnerstag bis Freitagmorgen im Dauereinsatz. Keller wurden überflutet, von zahlreichen Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden wurden die Dächer abgerissen, wie TV-Bilder am Freitag zeigten. In Lobzenica in der Region Großpolen geriet ein Mehrfamilienhaus durch einen Blitzschlag in Brand. Vor allem aber blockierten umgestürzte Bäume Verkehrswege und gefährdeten Menschen.

Verletzte wurden dennoch bis Freitagmittag keine gemeldet. Allerdings blieben nach Informationen des Fernsehsenders TVN24 rund viertausend Haushalte zunächst ohne Strom. Nach Angaben der Feuerwehr entfiel nahezu ein Viertel ihrer Einsätze auf die nordostpolnische Region Ermland-Masuren. Stark betroffen waren von den Unwettern aber auch die Regionen Lodz, Pommern und Westpommern. Auch in der Hauptstadt Warschau musste die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume und überfluteter Keller ausrücken.

+++ 13.06.2019: Hochwasser in Tirol - Radfahrer nach Sturz in Fluten vermisst +++

In Tirol haben Rettungskräfte vielerorts mit einem gewaltigen Hochwasser durch viel Schmelzwasser aus den Bergen zu kämpfen. In Sautens stürzte ein Radfahrer in die Hochwasser führende Ötztaler Ache. Der Mann wird weiter vermisst, seine Identität war zunächst nicht bekannt. Es sei bisher keine Vermisstenanzeige eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur APA. Auch in Schwaz bei Innsbruck wurde eine Suchaktion gestartet, nachdem vermutlich eine leblose Person im Inn gesehen wurde. Vielerorts wurden Straßen und Brücken gesperrt.

Der Inn führt seit einigen Tagen Hochwasser, die Pegelstände in Innsbruck erreichten in der Nacht auf Donnerstag einen Höchstwert von 6,32 Meter. Sie blieben damit nur knapp unter der Marke von 6,50 Metern - diese wird statistisch gesehen nur alle 100 Jahre erreicht. Vorsorglich wurden mobile Hochwassersperren aufgebaut. Für Donnerstag und Freitag wird eine Entspannung der Situation erwartet, da nicht mit Niederschlägen zu rechnen sei, sagte Elmar Rizzoli von der Stadt Innsbruck der Deutschen Presse-Agentur.

Grund für das Hochwasser ist vor allem viel Schmelzwasser aus den Bergen. Zu Jahresbeginn waren in Tirol gewaltige Schneemassen gefallen. Da es nun sehr schnell sehr warm geworden ist, tauen Schnee und Eis umso schneller. Auf der Nordkette sind laut Rizzoli über den gesamtem Winter 21 Meter Schnee gefallen.

+++ 12.06.2019: Überschwemmungen in Norditalien - Hunderte in Sicherheit gebracht +++

Starke Regenfälle und Schneeschmelze haben in Norditalien zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen war die Provinz Lecco, in der nach offiziellen Angaben fast 1000 Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten. Lecco liegt am Comer See, an dem das Wasser über die Ufer trat. Stellenweise wurden Uferstraßen für den Verkehr gesperrt, wie auch aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Como hervorgeht. Im weiter nördlich gelegenen Dervio am Comer See sei ein Campingplatz evakuiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. In der Provinz Brescia gab es laut Ansa auch Erdrutsche. Mehr als 70 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 12.06.2019: Großwetterlage sorgt für Unwetter in Europa +++

Über Westeuropa haben sich laut Meteorologen von "weather.com" gleich mehrere Tiefdruckgebiete festgesetzt. Dadurch wird kalte Luft aus Nordeuropa angesaugt und gleichzeitig strömt heiße Luft aus Afrika nach Osteuropa. In Westeuropa liegen die Temperaturen dadurch zwischen 15 und maximal 25 Grad, während der Osten bei Werten um 30 Grad schwitzt.

+++ 12.06.2019: Unwetterwarnung in Europa: HIER drohen schwere Gewitter und Starkregen ++

In Frankreich drohen sintflutartige Regenfälle, schwere Gewitter und in der Alpenregion zudem Hochwasser und Lawinen. In Griechenland und der Balkanregion sowie Norditalien, Österreich und Tschechien drohen ebenfalls schwere Gewitter. Anders sieht es in Polen aus. Dort wird dagegen vor Hitze gewarnt, wie "meteoalarm.eu" vermeldet.

Achtung, Tornados! Neue Unwetterfront am Wochenende

Deutschland befindet sich jedoch leider genau zwischen diesen beiden Extremen. Treffen kalte und heiße Luftmassen aufeinander, entstehen an ihrer Grenze sehr starke Unwetter. Ab Donnerstag soll die Unwetter-Wahrscheinlichkeit jedoch zum Glück absinken, da sich die Temperaturunterschiede beinahe ausgleichen. Doch schon am Wochenende verstärken sich die Luftmassen wieder in ihre Extreme und es droht neues Ungemach. Dann besteht erneut die Gefahr von Unwettern und Tornados.

Lesen Sie auch:Unwetter-Gefahr auch am Mittwoch! Starkregen bedroht Osten Deutschland.

bua/sba/news.de
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