12.06.2019, 08.17 Uhr

Hubschrauber-Absturz in New York: Helikopter kracht in Hochhaus! Verdächtige Funksprüche vor Absturz

Nach einem Hubschrauberabsturz im New Yorker Stadtteil Manhattan waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz.

Nach einem Hubschrauberabsturz im New Yorker Stadtteil Manhattan waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Bild: Mark Lennihan / AP / picture alliance / dpa

Nach dem Absturz eines Hubschraubers auf ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhattan stand am Dienstag die Ursachenforschung im Fokus. Nach Einschätzung des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio scheint der Pilot maßgeblich für den Absturz verantwortlich zu sein, auf einen Terrorangriff gebe es allerdings keinen Hinweis. "Es könnte etwas Persönliches sein, es könnte etwas gewesen sein, was seine Psyche beeinflusste oder, Sie wissen schon, Substanzen", sagte de Blasio am Montag dem Nachrichtensender CNN. Noch wisse man aber nichts Genaues. Einen technischen Defekt halte er für wenig wahrscheinlich.

Ein Toter in Manhattan nach Hubschrauber-Absturz auf Hochhaus in New York

Ein Mensch war bei dem Unglück ums Leben gekommen, es bestehen kaum Zweifel, dass es sich bei ihm um den Piloten handelte. Auf Bildern waren Trümmer des völlig zerstörten Hubschraubers zu sehen. Untersucht wird, ob der Pilot versuchte, auf dem Dach des Hochhauses notzulanden. Nach dem Absturz brach ein Feuer aus, das die Feuerwehr jedoch schnell löschen konnte. Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz. Zum Zeitpunkt des Absturzes hingen die Wolken so tief über Manhattan, dass die Spitzen der Wolkenkratzer nicht zu erkennen waren. Nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde FAA war nur der Pilot an Bord gewesen.

Helikopter-Crash in New York weckt böse Erinnerungen an Terroranschläge von 9/11

Das Unglück hatte die New Yorker Einsatzkräfte und Bürger auch deshalb in höchste Alarmbereitschaft versetzt, weil sich viele an die Anschläge vom 11. September erinnert fühlten. Bei dem Anschlag islamistischer Terroristen auf das World Trade Center starben im Jahr 2001 knapp 3.000 Menschen.

New Yorker Bürgermeister: Helikopter-Pilot handelte unberechenbar

De Blasio sagte, er habe ein im Internet zirkulierendes Video gesehen, das einen unberechenbar fliegenden Helikopter zeige. Bei diesem Hubschrauber habe es sich nach seinen Informationen um die Maschine gehandelt, die kurze Zeit später auf das Dach eines Bürogebäudes gekracht sei. "Es sah danach aus, als ob der Pilot sehr unberechenbar gehandelt hat. Es sah einfach nicht danach aus, dass es ein mechanisches Problem auf seiner Route gegeben hätte." Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Pilot als erfahren gegolten. Vornehmlich habe er Geschäftsleute geflogen. Auch vor dem Absturz habe er offenbar auch einen Flug gehabt, bei dem alles normal abgelaufen sei.

Durch einen Hubschrauberabsturz südlich des Central Park sind auf dem Dach eines Hochhauses erhebliche Schäden verursacht worden.

Durch einen Hubschrauberabsturz südlich des Central Park sind auf dem Dach eines Hochhauses erhebliche Schäden verursacht worden. Bild: New York City Fire Department via AP / picture alliance / dpa

Helikopter stürzt in Hochhaus und hinterlässt Trümmerfeld - Ermittlungen laufen

Merkwürdig sei dabei auch die eingeschlagene Route des Helikopters gewesen. Dieser hatte auf seinem Weg in Richtung Südspitze Manhattans scheinbar eine Kehrtwende gemacht und sei zurück über das Zentrum der Stadt geflogen. Dafür hätte er laut de Blasio aber eine Genehmigung des Flughafen La Guardia gebraucht, vor allem auch, weil sich dort der streng abgeriegelte Trump Tower befindet. "Bislang, und das sind vorläufige Informationen, haben wir keine Hinweise darauf, dass dieser Pilot um Erlaubnis gebeten hat."

Nach Polizeiangaben war der Hubschrauber elf Minuten nach dem Start in das 54-stöckige Bürogebäude abgestürzt - in Sichtweite des Times Square. Dabei seien aber keine Trümmerteile auf die Straße gefallen. Warum der Pilot bei der schlechten Sicht und strömendem Regen überhaupt abgehoben sei, sei "Gegenstand der Ermittlungen".

Ursache für Helikopterabsturz in Manhattan weiter unklar

Nach dem Absturz eines Hubschraubers auf ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhattan haben die Behörden am Dienstag weiter nach der Ursache gesucht. Ersten Ermittlungen zufolge saß der Helikopter am Montag wegen des schlechten Wetters auf einem Startplatz an der Westküste Manhattans fest, wie die "New York Times" unter Berufung auf Behördenkreise berichtete. Dann sei der Pilot aber trotzdem gestartet - und elf Minuten später bruchgelandet.

Hinweise auf Funksprüche kurz vor Hubschrauberabsturz in New York

Nach dem spektakulären Helikopterabsturz in New York gehen Ermittler möglichen Funksprüchen kurz vor dem Unglück nach. "Wir haben Informationen, dass der Pilot vielleicht versucht hat, Funksprüche zum Ende des Fluges abzusetzen", sagte Doug Brazy von der Nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Er wisse aber nicht, an wen diese Funksprüche gerichtet gewesen seien.

Am Montag war ein Helikopter mit hoher Geschwindigkeit auf das Dach eines Hochhauses im Zentrum Manhattans gestürzt. Lediglich der Pilot kam dabei ums Leben. Bürgermeister Bill de Blasio hatte einen terroristischen Hintergrund so gut wie ausgeschlossen.

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loc/news.de/dpa
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