10.06.2019, 21.07 Uhr

Wave-Gotik-Treffen 2019: Kritik am WGT19 - DAS ärgerte Besucher und Zaungäste!

Das läuft schief auf dem WGT2019

Das läuft schief auf dem WGT2019 Bild: nbl

Die dunkle Seite des dunklen Festes. Was stört beim WGT?

Tageskartenbesitzer werden vor Bändchen-Inhabern bevorzugt

Das Gerücht kommt immer wieder auf. Besonders in den unendlich langen Schlangen vorm Heidnischen Dorf kurz nach Einlassstop. Das stimmt aber nicht. Dort spielt es ungünstig mit rein, dass die Camper gerne eine ungesehene zweite Schlange eröffnen und sich praktisch unmittelbar vor der Kontrolle erst einreihen. Tageskartenbesitzer stehen genauso planlos und stundenlang an und haben im Gegenteil eher das Nachsehen, wenn sie sich nur für ein Event interessieren und dieses dann verpassen. Das Ticket kann zwar umgetauscht werden, wird aber verschieden und scheinbar auch individuell gehandhabt. Im schlimmsten Fall ist außer Spesen nichts gewesen für den Nicht-Bändchenbesitzer.

Einlassstop – ist das WGT zu voll?

Die Planung welche Band wo wann auftritt ist sicherlich nicht ganz simple. Da der Kohlrabizirkus als Veranstaltungsfläche aber weggefallen ist, muss die übliche Last auf andere Spielstätten aufgeteilt werden. Dabei sind die neuen Spielstätten teilweise kleiner wie der Felsenkeller zum Beispiel. Entsprechend wird aus Sicherheitsgründen früher oder später ein Einlassstop verhängt. Der Eindruck von mehr Besuchern als im Vorjahr ist daher nur situationsbedingt.

Ein Video von Marcel Brando, Besucher des Heidnischen Dorfes, gibts hier.

Der Ticketpreis ist viel zu hoch!

Ein Ticket für das Wave-Gotik-Treffen kostet 130€ und ermöglicht nicht nur Zugang zu den ca. 180 Bands sondern auch in zahlreiche Locations, wo der der Tageskartenbesitzer keinen Zutritt hat. Neben der kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird damit auch der individuellere Austausch und das Familiengefüge in der eigenen Nische einwenig unterstützt. Gerüchten zufolge soll auch das Shopping-Vergnügen in der Agra selber wesentlich gehaltvoller sein.

Unverschämte Preise für Speis und Trank

Das Preisgefüge ist tatsächlich an allen Spielstätten verschieden. Das hat natürlich mit den Konditionen des Vermieters zu tun. Generell ist aber nicht zu sagen, dass die Preise überall drastisch angezogen haben. Gerade dort wo Familien vermehrt auftreten, halten sich die Preise in Grenzen und Getränke und Snacks sind im üblichen Rahmen erschwinglich. Also keine Verschlechterung zum Vorjahr.

Tiere und Kleinkinder bei Höchsttemperaturen, im Lärm oder bis nach Mitternacht

Ob sie nun mit Glitzer und Federn beklebt sind oder ins Korsett geschnürt, die Menge an kleinen Kindern und Tieren auf den verschiedenen Festivalflächen hat sich vervielfacht. Gerade dann, wenn es sehr spät, warm oder voll ist, sollte der Präsentationswunsch kurz dem Familiensinn weichen. In den Regeln der verschiedenen Spielstätten sind Hinweise zum Verhalten festgehalten. Zusätzlich sollten Eltern und Besitzer aber prüfen, wie groß die Belastung für die Liebsten ist. Das Kleinkinder kurz vor Mitternacht weinen überrascht wohl kaum und das Tiere deutliches Stressverhalten zeigen auch nicht. Natürlich ist die Ansprache genervter Festivalbesucher auch nicht angenehm aber in manchen Fällen durchaus berechtigt.

Überall nur noch Handys und wenig Konzertfeeling

Schandmaul waren nicht die ersten, die bemängelten, dass die Wischfernsehr sehr gegenwärtig sind. Einzelne Bands treten gar nicht mehr auf bis alle Bildschirme verschwunden sind und manch Konzertbesucher kann die Band überhaupt nur durch die Displays der Leute weiter vorne sehen. Die Kritik richtet sich nicht an den Schnappschuss von der Band, sondern an das Mitschneiden der kompletten Auftritte. Davon profitiert niemand und gesehen hat man das Konzert am Ende auch nicht. Schon gar nicht miterlebt. Das diese Handy-Manie inzwischen zur Sucht und zum Standard geworden ist, ist leider überall bemerkbar und in fast jeder Warteschlange Thema.

nbl/news.de
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