07.06.2019, 19.18 Uhr

Weltraum-Hammer!: Nasa öffnet ISS ab 2020 für Weltraumtouristen: Kann jetzt jeder ins All?

Die undatierte Aufnahme zeigt die Internationale Raumstation (ISS). Ab 2020 sollen sich hier auch Touristen aufhalten.

Die undatierte Aufnahme zeigt die Internationale Raumstation (ISS). Ab 2020 sollen sich hier auch Touristen aufhalten. Bild: dpa

Weltraumtouristen sollen ab 2020 nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder auf die Internationale Raumstation ISS fliegen können. Missionen von bis zu 30 Tagen sollen künftig möglich sein, teilte die Nasa am Freitag mit.

Nasa öffnet ISS ab 2020 für Weltraumtouristen

Der Plan "ermöglicht die Nutzung staatlicher Ressourcen für kommerzielle Aktivitäten und schafft die Möglichkeit für private Astronauten-Missionen" zur Raumstation sowie im erdnahen Orbit, so die Nasa. Das Ziel sei es, eine "solide Raumfahrt-Wirtschaft" aufzubauen. Der erste von mehreren Weltraumtouristen auf der ISS, der amerikanischen Multimillionär Dennis Tito, war 2001 ins All geflogen.

Wie Nasa-Vertreter Robyn Gatens mitteilt, sollen bis zu "zwei kurze Missionen pro Jahr für Privat-Astronauten" genehmigt werden. Demnach könnten jährlich bis zu einem Dutzend Weltraumtouristen die ISS besuchen. Wie sie dorthin kommen? Derzeit arbeite die Nasa an verschiedenen Raumkapseln, heißt es. Demnach sollen die Kapseln unter anderem vomprivaten US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk und der US-Flugzeugbauer Boeing entwickelt werden.

Ausflug zur Raumstation kostet mehr als 51 Millionen Euro

Einziges Manko: Den besonderen Ausflug ins All lässt sich die Nasa einiges kosten. Stolze 51 Millionen Euro soll der Hin-und Rückflug zur Raumstation ISS kosten. Noch nicht enthalten sind dabei die Kosten für das Leben an Bord derInternationalen Raumstation. Für Essen und anderen Luxus müssen Weltraumtouristen noch einmal rund 31.000 Euro blechen.

Die neue Zielgruppe der Raumfahrtbehörde sind nicht nur Superreiche, sondern auch die Privatwirtschaft. So könnten die ISS-Labore für kommerzielle Interessen geöffnet werden und Werbefilme im Weltraum gedreht werden, hieß es. Zudem kündigte die Nasa an, dass die Möglichkeit geschaffen werde, ein kommerzielles Modul an die Station anzudocken.

Kommerz im All! Das steckt hinter dem geplanten ISS-Tourismus

Das erklärte Ziel der US-Raumfahrbehörde ist es, das Budget für ihre geplante Mondmission 2024, bei der das erste Mal eine Frau auf dem Erdtrabanten landen soll, zu steigern. Der Schritt markiert eine grundlegende Veränderung in der wirtschaftlichen Strategie der Nasa und wird DeWit zufolge die Lasten für die US-Steuerzahler vermindern.

Die USA tragen den Großteil der Kosten für die ISS von weit mehr als drei Milliarden Euro im Jahr. Die Gesamtkosten für Aufbau und Betrieb belaufen sich nach Schätzungen bereits auf deutlich über 100 Milliarden Euro.

sba/news.de/dpa
Themen: ISS, Nasa
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