01.07.2019, 13.59 Uhr

Badeunfälle 2019 im News-Ticker aktuell: Vater rettet Kinder aus Donau und treibt ab, Mann tot in Sprungbecken gefunden

Jedes Jahr kommt es zu schrecklichen Badeunfällen.

Jedes Jahr kommt es zu schrecklichen Badeunfällen. Bild: dpa

Jahr um Jahr kommt es in Deutschland zu schrecklichen Badeunfällen. Steigen de Temperaturen, stürmen Kinder und Erwachsene in Scharen an Badeseen und in Schwimmbäder. Doch viel zu oft endet das nasse Vergnügen in einer Tragödie.

Badeunfälle 2019 im News-Ticker aktuell

+++ 01.07.2019: Kleidung ohne Besitzer - Mann tot in Sprungbecken gefunden +++

Im Sprungbecken eines Freibads in Sachsen-Anhalt ist am Montagmorgen ein toter Mann gefunden worden. Der 65-Jährige sei am Sonntagabend als vermisst gemeldet worden, teilte die Polizei mit. Mitarbeiter fanden nach der offiziellen Schließung des Freibads in Sangerhausen am Sonntag Kleidung und ein herrenloses Fahrrad. Sie suchten das Gelände ab - aber ohne Erfolg. Auch Polizisten und ein Fährtenhund durchforsteten das Areal. Erst am Morgen konnte der leblose Mann gefunden werden. Die Kripo ermittle nun wegen der genauen Todesursache, hieß es.

+++ 01.07.2019: Vater rettet Kinder aus Donau und treibt ab +++

Bei dem Versuch, seine Kinder aus der Donau zu retten, ist ein Mann in Bayern von der Strömung mitgerissen worden. Nach dem 46-Jährigen werde seit Sonntagabend gesucht, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Eine Spur gebe es nicht. Die Wasserschutzpolizei suche mit zwei Booten nach dem Mann. Auch Rettungstaucher und ein Polizeihubschrauber wurden bei der Suche eingesetzt.

Der 46-Jährige hatte den Sonntag mit seiner Familie an der Donau im niederbayerischen Metten verbracht. Als seine vier Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren beim Baden in Gefahr gerieten, sprangen der Vater und ein Bekannter der Familie ins Wasser und brachten die Kinder ans Ufer. Dabei wurde der 46-Jährige von der Strömung erfasst und trieb ab.

+++ 01.07.2019: Vermisster Neunjähriger tot aus See geborgen +++

Ein seit Samstag in Hamm in Westfalen vermisster Neunjähriger ist tot. Seine Leiche wurde am Montagmorgen aus dem See einer Wasserskianlage geborgen, wie die Polizei mitteilte. Nach seinem Verschwinden am Samstag hatten Taucher und ein Spürhund nach dem Jungen gesucht. Die Polizei setzte auch eine Drohne und einen Hubschrauber ein. Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Junge mit seiner Familie an dem See, aber nicht, um Wasserski zu fahren. Er sei am Samstag immer wieder kurz ins Wasser gegangen und zurück ans Ufer des eher flachen Gewässers gekommen. Seine Mutter hatte die Rettungskräfte gerufen, als der Neunjährige nach einem Gang in den See nicht wieder ans Ufer kam.

+++ 27.06.2019: Mindestens drei Menschen sterben bei Badeunfällen in Deutschland +++

Bei dem extrem heißen Wetter sind am Mittwoch mehrere Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Ein 39 Jahre alter Mann starb im Landkreis Regensburg. Er ging in einem Weiher unter und starb noch am Abend in einem Krankenhaus. Gleich zwei Badetote gab es in Mecklenburg-Vorpommern: Eine 83-Jährige wurde in Neubrandenburg leblos aus dem Wasser geborgen und ein 28 Jahre alter Mann ertrank in einem Badesee.

+++ 26.06.2019: 24-Jähriger verliert Unterarm bei Sprung ins Wasser +++

Beim Sprung in einen See aus etwa zehn Metern Höhe hat sich ein 24-Jähriger in Paderborn den Unterarm abgerissen. Zusammen mit Freunden sei der Mann einen Baum hochgeklettert, um sich mit einem Seil über den See zu schwingen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Aus etwa zehn Metern Höhe habe er so am Dienstagabend in den See springen wollen. Beim Sprung wickelte sich laut Zeugenaussagen das Seil um den Unterarm des 24-Jährigen und trennte diesen ab. Freunde zogen den schwer verletzten Mann aus dem Wasser. Er wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Taucher der Feuerwehr konnten den Arm aus dem Wasser bergen.

+++ 24.06.2019: Vater sucht in Teich nach Sohn und stirbt im Wasser +++

Ein tragischer Badeunfall ist am Sonntag in einem Kiesteich in der Nähe von Hildesheim passiert. Eine dreiköpfige Familie wollte das warme Wetter für eine Abkühlung im See nutzen, wie die Polizei berichtete. "Als der geistig behinderte Sohn im Wasser nicht mehr zu sehen ist, begibt sich der 70-Jährige Familienvater auf die Suche." Der 39 Jahre alte Sohn stieg kurz darauf aus dem Wasser. Der Vater hingegen wurde nicht viel später leblos im Teich gefunden. Wiederbelebungsversuche konnten den Mann nicht retten, er starb am Unfallort im Dorf Rössing. "Die Ermittlungen zur Ursache dauern an."

+++ 20.06.2019: Mann ertrinkt bei Freibad-Besuch in Dietzhölztal +++

Im hessischen Dietzhölztal ist am Mittwochnachmittag ein 42-Jähriger bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Laut einer Pressemitteilung der Polizei habe der Mann gegen 16.15 Uhr plötzlich um Hilfe gerufen und sei schließlich untergegangen. Er konnte circa 20 Minuten später geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er wenig später verstarb. Hinweise auf Fremdverschulden liegen nach ersten Ermittlungen nicht vor.

+++ 19.06.2019: Kind (4) schwebt nach Badeunfall in Lebensgefahr +++

Am Dienstagnachmittag hat sich inForbach (Kreis Rastatt) ein schreckliches Unglück ereignet, bei dem ein Kind fast ertrunken wäre. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich das 4 Jahre alte Mädchen heimlich ins Wasser desForbacher Schwimmbads geschlichen. Wenig später bemerkte die Mutter, dass ihre Tochter regungslos im Außenbecken trieb. Der Bademeister reanimierte das Kind. Das Mädchen wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 14.06.2019: Junge nach Sturz in Regenrückhaltebecken gestorben +++

Ein sechs Jahre alter Junge, der am Montagabend in Hamburg in ein Rückhaltebecken gefallen war, ist nach Polizeiangaben in der Uniklinik Eppendorf gestorben. Sein 35 Jahre alter Vater werde nach wie vor im Krankenhaus behandelt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Zunächst hatte das "Hamburger Abendblatt" über den Tod des Jungen berichtet. Der Vater hatte bei dem Versuch, seinen Sohn zu retten, einen Herz-Atem-Stillstand erlitten. Über seinen aktuellen Zustand war zunächst nichts bekannt. Der sechsjährige Junge hatte mit seinem Bruder am Ufer des Rückhaltebeckens gespielt und war dabei ins Wasser gefallen. Am Donnerstag sei er gestorben, hieß es nun.

+++ 11.06.2019: Junge fällt in einen Teich - Vater erleidet Herz-Atem-Stillstand +++

Bei dem Versuch, seinen Sohn aus einem Teich zu retten, hat ein 35-Jähriger am Montagabend in Hamburg einen Herz-Atem-Stillstand erlitten. Beide befanden sich am Dienstag noch in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Der sechsjährige Junge spielte im Stadtteil Neugraben mit seinem Bruder am Ufer eines Rückhaltebeckens und fiel dabei ins Wasser. Der Bruder holte daraufhin seinen Vater zu Hilfe. Der Mann brach bei dem Versuch, das Kind zu retten, noch an Land zusammen - vermutlich als Folge der Aufregung, wie die Polizei weiter mitteilte.

Die hinzugerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr begannen zunächst mit der Reanimation des Mannes. Erst dann erfuhren sie, dass ein Junge in den Teich gefallen war und forderten einen Rettungshubschrauber und Taucher an. Diese fanden das Kind schließlich leblos unter Wasser. Wie lange es dort gelegen hatte, war zunächst unklar. Der Einsatz der Feuerwehr mit insgesamt 50 Rettungskräften dauerte drei Stunden.

+++ 11.06.2019: Zweijähriger stirbt bei Badeunfall in Schwimmbad in Gelsenkirchen +++

In einem Schwimmbad in Gelsenkirchen ist am Montag ein kleines Kind ums Leben gekommen. Der zwei Jahre alte Junge sei leblos im Nichtschwimmerbecken gefunden worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Das Kind sei trotz der Reanimation des Schwimmmeisters im Krankenhaus gestorben, teilte die Pressestelle des Bades mit. "Wir alle sind zutiefst erschüttert und können unsere Fassungslosigkeit kaum in Worte fassen. Unser ganzes Mitgefühl gilt jetzt den Eltern und allen Angehörigen des Kindes", sagte der Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich Köllmann laut Mitteilung. Das Bad blieb nach dem Unfall am Montag zunächst geschlossen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei wäre der Junge in wenigen Tagen drei Jahre alt geworden.

+++ 11.06.2019: Mehrere Badetote am Pfingstwochenende +++

Am sonnig-warmen Pfingstwochenende ist es erneut zu tödlichen Badeunfällen gekommen. Mehrere Menschen starben, überwiegend Männer. In Hamburg ertranken ein 49- und ein 54-Jähriger nach dem Grillfest eines Wassersportvereins. In Bayern stieg ein 34-Jähriger wegen einer Wette in einen Löschteich bei Chieming und ertrank. Vorerst nicht gefunden wurde ein 18 Jahre alter Austauschschüler aus Taiwan. Er war in Minden in der Weser schwimmengegangen und dabei wohl abgetrieben.

Bekannt wurde am Sonntag auch, dass der norddeutsche Liedermacher und Schriftsteller Wolfram Eicke am Mittwoch in der Ostsee vor seinem Wohnort Haffkrug ertrunken ist. Eicke wurde 63 Jahre alt.

Nicht nur Badende verunglückten. In Augsburg kam am Sonntag ein 57 Jahre alter Kanufahrer in einer Wildwasseranlage ums Leben. Ob er ertrank oder gesundheitliche Probleme hatte, war zunächst unklar. In Sachsen starb ein 24-Jähriger, als er am Montag von einer Hängebrücke bei Grimma in den Fluss Mulde sprang.

In Augsburg zogen Zeugen einen 30-Jährigen aus dem Autobahnsee. Der Mann konnte Angaben der Polizei zufolge nicht schwimmen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Bei Todtenweis in Bayern überschätzte eine 56-Jährige beim Durchschwimmen des Aindlinger Baggersees ihre Kräfte und ging unter, konnte aber von Helfern reanimiert werden. In München verlor ein 16-Jähriger am schnell abfallenden Ufer des Feldmochinger Sees den Halt und ging unter. Ein Begleiter konnte ihn zurück ans Ufer ziehen, der 16-Jährige kam ins Krankenhaus.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte kürzlich angesichts einer starken Zunahme tödlicher Badeunfälle bei Kindern und Jugendlichen den Erhalt von Schwimmbädern gefordert. Die Schließung von Bädern sei ein großes Problem, weil Gelegenheiten zum Schwimmenlernen verloren gingen. Die Zahl der Grundschüler, die nicht sicher schwimmen können, sei nach Studien von 50 Prozent im Jahr 2010 auf 59 Prozent im Jahr 2017 gestiegen. Mit einer Online-Petition fordert die DLRG einen bundesweiten Masterplan zur Erhaltung der Bäder.

Im vergangenen Jahr waren nach DLRG-Daten mindestens 504 Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen, 100 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der ertrunkenen Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren stieg 2018 um 38 Prozent.

+++ 03.06.2019: Fünfjährige stirbt bei Badeunfall in Baggersee in Schleswig-Holstein +++

Ein fünfjähriges Mädchen ist in einem Baggersee in Schleswig-Holstein ertrunken. Rettungskräfte hatten das Kind am Sonntag leblos aus dem Gewässer bei Buchhorst geborgen und zunächst reanimiert. Es wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Hamburger Klinik geflogen, wo es später starb, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Das Mädchen habe sich mindestens 20 Minuten unter Wasser befunden, bevor Taucher es aus dem Baggersee ziehen konnten, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe sagte. Der genaue Unfallhergang war zunächst unklar. Zuvor hatten örtliche Medien darüber berichtet.

+++ 03.06.2019: Einsatzkräfte suchen vermisste Personen nach Sommer-Wochenende +++

Das erste warme Wochenende forderte nicht nur Tote sondern auch Vermisste. Laut "Bild"-Zeitung wird ein 46-Jähriger in Weyarn (Bayern), ein 16-Jähriger in Augsburg (Bayern) und ein 22-Jähriger in Hamburg vermisst.

+++ 03.06.2019: 19-Jähriger und ein 78-Jähriger sterben bei Badeunfällen in Bayern +++

In Bayern starb am Sonntag ein 19-Jähriger. Beim Schwimmen mit einem Bekannten sei er plötzlich im Mühlsee von Neufahrn bei Freising untergegangen, teilte die Polizei mit. Die beiden hatten den Angaben zufolge versucht, zu einer Insel in der Mitte des Badesees zu schwimmen. Nach einem größeren Sucheinsatz bargen Taucher den 19-Jährigen; er starb später im Krankenhaus.

Auch ein 78-Jähriger starb in Bayern. Passanten entdeckten ihn am Sonntag leblos am Schafirrsee in Ingolstadt und zogen ihn aus dem Wasser, wie die Polizei mitteilte. Reanimationsversuche durch einen Notarzt blieben erfolglos.

+++ 03.06.2019: 23-Jähriger stirbt bei Badeunfall in Gifhorn in Niedersachsen +++

In Gifhorn in Niedersachsen starb laut "Bild"-Zeitung ein 23 Jahre alter Mann durch einen Badeunfall. DLRG und Ersthelfer hatten den Mann noch auf eine mobile Schwimminsel heben können und versucht zu reanimieren, doch letzten Endes kam jede Hilfe zu spät. Auch der per Rettungshubschrauber eingeflogene Notarzt konnte den 23-Jährigen nicht mehr retten, der anschließend im Krankenhaus verstarb.

+++ 02.06.2019: Elfjähriger stirbt bei Badeunfall in Berlin im Jungfernheideteich +++

Zwei Elfjährige sind am Wochenende bei Badeunfällen gestorben. In Berlin geriet ein Junge am Samstagabend beim Baden im Jungfernheideteich unter Wasser. Ein Mann zog das Kind an Land, wo es wiederbelebt werden konnte, wie die Polizei mitteilte. Demnach starb der Junge aber später im Krankenhaus.

+++ 02.06.2019: Badeunfall am Silbersee in Niedersachsen +++

Im Silbersee in Niedersachsen ging ein Junge am Samstagnachmittag im Schwimmerbereich unter, wie die Polizei mitteilte. Zwei Freunde meldeten ihn bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) als vermisst. Taucher bargen das Kind etwa 20 Minuten später aus dem See. Der Junge wurde sofort mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus in Bremen gebracht, dort starb er aber in der Nacht zum Sonntag. Wie es zu dem Unfall kam, werde derzeit geklärt, sagte ein Polizeisprecher.

fka/news.de/dpa
Themen: Tod, Unfall
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