18.05.2019, 09.29 Uhr

Rebecca Reusch aus Berlin vermisst: Emotionaler Brief der Eltern: "Wir sind verloren in unserer Angst"

Rebecca Reusch ist seit drei Monaten vermisst.

Rebecca Reusch ist seit drei Monaten vermisst. Bild: dpa

Drei Monate nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin sucht die Polizei noch immer nach der Leiche und dem Täter. Bisher gingen rund 2.300 Hinweise ein, doch alle Suchaktionen blieben bisher erfolglos. Der tatverdächtige wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Doch trotz all der Rückschläge geben die Eltern die Hoffnung nicht auf, dass Rebecca gefunden wird. Die Ungewissheit zehrt an ihren Kräften.

Verzweifelte Suche nach Rebecca Reusch! Eltern schreiben emotionalen Brief

Nun gehen sie mit einem emotionalen Brief an ihre Tochter an die Öffentlichkeit."Die Zeit verrinnt durch unsere Finger, 3 Monate sind wir nun ohne dich." Mit diesen Zeilen beginnt der Brief."Wir sind verloren in unserer Angst und jeden Tag schwindet die Hoffnung, dich jemals wiederzusehen. Wir sind erstarrt in unserer Trauer, alles verhärtet sich innerlich in uns und doch funktionieren wir jeden Tag", zitiert RTL die geschriebenen Worte von Rebeccas Eltern.

Mehrfach versuchten die Eltern, mit Hilfe der Medien neue Hinweise zu Rebeccas Verbleib zu bekommen. Doch vergebens. "Wir stehen am Fenster starren hinaus und denken jetzt... Jetzt musst du doch kommen, doch stattdessen fahren die Autos ganz langsam an unserem Haus vorbei und schauen zu uns rüber... rüber zu Eltern, die trauern. Was für eine Sensation", schreiben die Eltern im Brief über den öffentlichen Trubel.Mittlerweile haben sie sich zurückgezogen.

Rebecca Reusch aus Berlin seit 3 Monaten vermisst - Das ist bisher passiert

Am 18. Februar verschwand die Jugendliche aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz, einem Stadtteil im Berliner Bezirk Neukölln. Die Kriminalpolizei hält mehrere Indizien gegen den Schwager für ausschlaggebend. Er sei an dem Vormittag allein mit Rebecca im Haus gewesen, habe laut seinen Handydaten nicht geschlafen, wie er behauptet habe, und könne seine beiden Fahrten an dem Vormittag und am nächsten Tag nach Brandenburg nicht erklären, so teilte es die Mordkommission mit. Rebeccas Familie beteuerte immer wieder in Interviews die Unschuld des Schwagers.

Trotz der wochenlangen aufwendigen Suche in Wäldern und an Seen im Osten Brandenburgs konnte die Polizei die Leiche von Rebecca nicht finden. Zwischenzeitlich kümmerten sich im Landeskriminalamt mehr als 30 Leute um den Fall. Ohne Leiche und entsprechende Spuren sind die Ermittlungen sehr schwierig. Bei den Ermittlern heißt es aber, solche Fälle könnten auch nach Jahren noch gelöst werden, wenn Hinweise oder Spuren auftauchen. Endgültig geschlossen werden die Akten nicht. Die Polizei geht von einem Mordfall aus - und Mord verjährt nicht.

Lesen Sie auch: Alle aktuellen Infos zum Vermisstenfall Rebecca Reusch hier im News-Ticker.

bua/news.de/dpa
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