22.05.2019, 08.59 Uhr

Mai-Unwetter 2019 aktuell: Unwetter aktuell über Deutschland im News-Ticker

Der DWD warnt vor extrem starken Dauerregen.

Der DWD warnt vor extrem starken Dauerregen. Bild: AdobeStock / trendobjects

+++ 21.05.2019:Nach viel Regen brechen Deckenteile im Klinikum Helmstedt ab +++

Nach heftigen Regenfällen sind in einem Krankenhaus im niedersächsischen Helmstedt Deckenteile abgebrochen. Patientinnen von der betroffenen Station Gynäkologie/Geburtshilfe wurden laut einer Kliniksprecherin vorsorglich in andere Bereiche des Hauses verlegt. Zwei beatmete Intensivpatienten wurden am Montagabend aus dem Klinikum in andere Krankenhäuser verlegt, wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte.

Auslöser des Wasserschadens war demnach Tief "Axel", das in vielen Regionen Deutschlands heftige Regenfälle brachte. Die Decke des Behandlungszimmer in Helmstedt stürzte nach ersten Erkenntnissen ein, nachdem sich auf dem Dach des Klinikums wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte. Da zum Teil kein Strom zur Verfügung stand, wurde das Krankenhaus bei der Leitstelle abgemeldet, damit keine weiteren Notfälle dort eintreffen. Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort.

+++ 21.05.2019: Wetterausblick: Tief "Alex" geht die Puste aus +++

Das Wetter beruhigt sich nach den heftigen Regenfällen vor allem im Süden und der Mitte Deutschlands in den kommenden Tagen etwas. "Das Ärgste ist vorbei", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag in Offenbach. Zwar müsse noch weiter mit Niederschlägen gerechnet werden, doch Tief "Alex" ziehe von Mittwoch an über Polen nach Osten ab. Das Tiefdruckgebiet hatte mit seinen kräftigen Regenfällen in der Nacht zum Dienstag vielerorts Straßen überschwemmt, Keller geflutet und Bäume umgeknickt.

Besonders traf es den Alpenraum. Im bayerischen Jachenau bei Bad Tölz fielen von Montagmorgen bis Dienstagmorgen 135 Liter Regen pro Quadratmeter, in Balderschwang im Oberallgäu waren es 112 Liter. Auch in den hessischen Mittelgebirgen wurde die Unwetter-Grenze von 50 Litern vielerorts weit übertroffen: In Hessisch Lichtenau und Schlüchtern fielen innerhalb von 24 Stunden 95 Liter pro Quadratmeter.

Doch mit solchen Mengen ist vorerst Schluss. Am Mittwoch regnet es laut DWD nur noch in der Osthälfte Deutschlands. Im Westen zeigt sich bei Temperaturen von bis zu 23 Grad sogar schon wieder die Sonne. Am Donnerstag klingen die Schauer dann auch in der Lausitz und an den Alpen ab. Dennoch bleibt es mindestens bis zum Wochenende meist unbeständig. Dabei kann es vor allem an den Alpen immer wieder auch das eine oder andere Gewitter geben.

+++ 21.05.2019: Nach viel Regen stürzt Kreißsaaldecke ein - sechs Patienten betroffen +++

Nach heftigen Regenfällen ist in einem Kreißsaal im niedersächsischen Helmstedt die Decke eingestürzt. Der Saal und die Intensivstation des Krankenhauses wurden geräumt. Nach Angaben der Feuerwehr waren insgesamt sechs Menschen betroffen - drei Frauen aus der Entbindungsstation und drei Intensivpatienten. Sie wurden am Montagabend aus dem Klinikum in andere Krankenhäuser verlegt, wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte.

Auslöser des Wasserschadens war demnach Tief "Axel", das in vielen Regionen Deutschlands heftige Regenfälle brachte. Die Decke des Kreißsaals in Helmstedt stürzte nach ersten Erkenntnissen ein, nachdem sich auf dem Dach des Klinikums wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte. Da zum Teil der Strom ausfiel, räumten die Einsatzkräfte vorsichtshalber die angrenzende Intensivstation. Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort.

+++ 21.05.2019: Hochwasseralarm! Tief "Axel" flutet Deutschland +++

Tief "Axel" brachte vielen Regionen Deutschlands heftige Regenfälle. In Teilen Baden-Württembergs fielen bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter binnen 24 Stunden. In Hessen und Nordrhein-Westfalen seien in sechs Stunden teilweise bis zu 50 Liter Regen gefallen, sagte DWD-Meteorologin Christina Speicher.

Die Stadt Wangen im Allgäu löste in der Nacht Hochwasseralarm aus. Der Fluss Obere Argen, der durch die Stadt fließt, habe den Auslösepegel für den Alarm von 2,30 Metern um 1.30 Uhr überschritten, sagte ein Stadtsprecher. Am frühen Dienstagmorgen stand das Wasser bei 2,70 Metern. Ab einem Wasserpegel von etwa 2,80 Meter würde der Fluss großflächig über die Ufer treten. Die Behörden setzten einen Hochwasser-Einsatzplan in Kraft, verteilten Sandsäcke und richteten ein Bürgertelefon sowie einen Liveticker ein.

Im Alpenvorland seien bis zu neun Liter Regen pro Stunde gefallen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes am Dienstagmorgen. Bis zum Mittwochmorgen müsse dort weiter mit heftigen Regenfällen gerechnet werden. Im bayerischen Aurach kam ein Autofahrer auf der regennassen Autobahn 6 ins Schleudern und von der Fahrbahn ab und wurde in einem angrenzenden Wald zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Mehrere Pegelstände in Bayern erreichten in der Nacht die Meldestufe 3 von 4, bei der Überflutungen einzelner bebauter Grundstücke oder vereinzelte Verkehrseinschränkungen zu erwarten sind. Örtlich hatten Meteorologen sogar mit Pegelständen der höchsten Warnstufe gerechnet, diese wurden bis zum frühen Morgen allerdings nicht erreicht.

In Helmstedt (Niedersachsen) mussten am Montag in einem Krankenhaus wegen eines Wasserschadens die Intensivstation und der Kreißsaal evakuiert werden. Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete, dass eine Decke des Helios-Klinikums eingestürzt sei, nachdem sich auf dem Dach wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Patienten und zum Zeitpunkt ihrer Rückkehr gab es zunächst keine Angaben.

An etlichen Flüssen in Thüringen bereiten sich die Einsatzkräfte nach starken Regenfällen auf ein mögliches Hochwasser vor. Bislang habe es aber keine größeren Zwischenfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. In einigen Orten pumpten Einsatzkräfte der Feuerwehr Keller aus. Besonders an Ilm, Unstrut und Werra war mit steigenden Wasserständen zu rechnen, wie die Hochwassernachrichtenzentrale des Landes online mitteilte. Bis zum Mittwoch soll sich die Lage entspannen.

Vor allem in Erfurt war die Feuerwehr seit Montagabend alarmiert. Die Stadtverwaltung hatte Bürgern geraten, die unmittelbar an dem Flüsschen Wilde Gera wohnten, sich auf ein Hochwasser vorzubereiten. Größere Einsätze blieben aber auch dort zunächst aus. Im Ilm-Kreis liefen bereits am Montag Keller, Turnhallen und ein Jugendklub mit Wasser voll.

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz führte "Axel" zu sturmartigen Böen und einigen vollgelaufenen Kellern. Auch in Hessen standen einige Keller unter Wasser, außerdem mussten einige Straßen zwischenzeitlich gesperrt werden. Die Autobahn 4 zwischen Herleshausen (Hessen) und Gerstungen (Thüringen) musste in einer Richtung wegen einer überfluteter Fahrbahn gesperrt werden.

Weiter nördlich in Deutschland beschäftigten vor allem Blitzschläge die Einsatzkräfte. In Mecklenburg-Vorpommern steckten Blitze auf der Ostseeinsel Rügen und in der Gemeinde Gnevkow jeweils ein Reetdach in Brand. Beide Häuser waren nach dem Feuer unbewohnbar. In Berlin sorgte ein kurzes aber heftiges Gewitter am Montagnachmittag für einen Ausnahmezustand bei der Feuerwehr, die wetterbedingt rund 180 Mal ausrücken musste.

Auch im Osten der Schweiz führte Dauerregen an mehreren Orten zu Überschwemmungen, wie die Nachrichtenagentur sda berichtete. Betroffen war unter anderem St. Gallen.

+++ 20.05.2019: Gewitter über Berlin - Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus +++

Über Berlin ist am Montag ein kurzes, aber heftiges Gewitter hinweggezogen. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus, es blieb aber bei kleineren Schäden, wie ein Sprecher am Abend sagte. Wegen der zahlreichen Anrufe rief die Behörde aber am späten Nachmittag zeitweise den Ausnahmezustand aus. Das bedeutet, dass Einsätze je nach Wichtigkeit bearbeitet werden, nicht nach der Zeit der eingehenden Notrufe.

Die Feuerwehr bat die Berliner, sich um kleinere Schäden wie voll gelaufene Keller oder Garagen selber zu kümmern, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. Am südlichen Stadtrand gerieten durch Blitzeinschlag zwei Einfamilienhäuser in Brand, Verletzte gab es aber nicht, wie ein Feuerwehr-Sprecher sagte. Die Brände waren schnell gelöscht.

Auf einzelnen Straßenbahn- und S-Bahnstrecken führte der starke Gewitterregen zu Verspätungen und Ausfällen. Betroffen waren nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe mehrere Straßenbahnlinien. Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung kurz unterbrochen. Auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen.

Im gesamten Stadtgebiet fielen einige Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Autofahrer wurden gebeten, vorsichtig an die betroffenen Kreuzungen heranzufahren. Wann der Ausnahmezustand bei der Feuerwehr aufgehoben werden kann, war am früheren Abend noch nicht absehbar.

+++ 20.05.2019: Wetterdienst meldet Gewitter und Dauerregen im Südwesten +++

Zahlreiche Gewitter sind am Montagnachmittag über Baden-Württemberg gezogen. Wie eine Sprecherin des Deutsche Wetterdienstes (DWD) sagte, blitzte und donnerte es vor allem am südlichen Oberrhein. Zwar hatten sich die Gewitter demnach bis zum frühen Abend abgeschwächt. Jedoch drohten am Abend neue Niederschläge, die aus Richtung Franken nach Baden-Württemberg zogen, wie es vom DWD hieß. "Die Regenfälle sind nicht zu unterschätzen. Überschwemmungen sind in einigen Regionen des Südwestens durchaus möglich", warnte die Meteorologin am Montag. Der DWD rechnet bis Mittwochmorgen mit extremen Regenfällen und Unwettern im Südwesten.

+++ 20.05.2019: Dauerregen und Hochwassergefahr in Sicht +++

Tief "Axel" bringt in den kommenden Tagen viele Schauer nach Deutschland. Es deute sich eine "brisante Dauerregenlage" an, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach (DWD) am Montag mit. Die Meteorologen erwarteten heftige Regenfälle von Südniedersachsen über Osthessen, Westthüringen, Baden-Württemberg bis nach Bayern. Besonders viel soll es an den Alpen regnen. Die Schneeschmelze könnte die Lage dort zusätzlich verschärfen.

Der DWD gab für mehrere Landkreise der betroffenen Bundesländer sowie für Teile Sachsen-Anhalts Unwetterwarnungen heraus und warnte zudem vor Hochwasser. Die größte Hochwassergefahr besteht demnach im Allgäu. Erst im Laufe des Mittwochs soll der Regen nachlassen.

Bis dahin könnten bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen, im Allgäu sogar mehr als 100 und bis zu 180 Liter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den gesamten Monat Mai liege in Frankfurt bei etwa 84 Liter Regen pro Quadratmeter, erläuterte ein Meteorologe.

Der DWD erwartete zunächst auch noch einige teils schwere Gewitter. Bei Höchstwerten zwischen 13 und 20 Grad regnet es am Dienstag viel, besonders im Süden droht Starkregen. Im Osten sind mit Sonne bis zu 24 Grad drin. Am Mittwoch drohen in der Osthälfte und an den Alpen noch einige Schauer und einzelne Gewitter. Sonst ist es häufig trocken bei 14 bis 22 Grad. Am Donnerstag soll dann ein Zwischenhoch vorerst für Entspannung sorgen - aber: "Eine stabile Hochdruckwetterlage ist derzeit noch nicht in Sicht."

+++ 20.05.2019: Heftige Regenfälle im Alpenvorland erwartet +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet zum Beginn der neuen Woche mit extremen Regenfällen im Süden Deutschlands. Vom Bodensee bis zum Berchtesgadener Land könnten bis zum Mittwochmorgen mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, sagte ein DWD-Meteorologe am Montagmorgen. Örtlich seien sogar Niederschläge von mehr als 150 Litern möglich. Bei derartigen Niederschlagsmengen sei mit Überschwemmungen zu rechnen - zumal die Bäche und Flüsse derzeit noch Schmelzwasser aus den Bergen führen.

Mit Ausnahme der Küstengebiete rechnete der DWD am Montag für den Rest Deutschlands unter anderem mit Gewitter, Starkregen und Hagel. Am Sonntag waren in Nord- und Westdeutschland vereinzelt Keller vollgelaufen, größere Einsätze blieben aber zunächst aus.

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bua/loc/news.de/dpa
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