11.05.2019, 16.32 Uhr

Vermisstenfall Madeleine McCann: Deutscher Pädophiler soll Lügendetektortest machen

Madeleine McCann ist seit Mai 2007 spurlos verschwunden.

Madeleine McCann ist seit Mai 2007 spurlos verschwunden. Bild: Christian Charisius / picture alliance / dpa

Kaum ein Vermisstenfall sorgt weltweit für so viel Anteilnahme und Rätselraten wie der von Madeleine McCann. Im Mai 2007, vor zwölf Jahren, als die kleine Maddie gerade drei Jahre jung war, verschwand die Tochter von Gerry und Kate McCann spurlos aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz. Welches Schicksal Madeleine McCann danach widerfahren ist, darüber kann nur gemutmaßt werden - eine heiße Spur fehlt den Ermittlern bis heute.

Wurde Madeleine McCann zum Opfer eines deutschen Pädophilen?

Allerdings rückte jüngst ein Name in den Fokus der Ermittlungen, der der Polizei neue Hoffnung im Fall Madeleine McCann gibt: Mit Martin N. sei ein aus Deutschland stammender 38-Jähriger verdächtig, etwas mit dem Verschwinden des kleinen blonden Mädchens zu tun zu haben. Der Verdacht hat durchaus seine Berechtigung: Der Pädophile Martin N. wurde vor Gericht des sexuellen Missbrauchs und Mordes an drei Jungen für schuldig befunden und sitzt gegenwärtig seine Haftstrafe im Gefängnis ab. Als Maddie McCann vor zwölf Jahren in Portugal verschwand, war der Pädagoge aus Deutschland jedoch auf freiem Fuß - allerdings ist aktenkundig, dass Martin N. bereits in den 1990er Jahren in Portugal unterwegs war und somit als ortskundig gilt. Ein Abgleich mit Phantombildern habe den Pädophilen in den Fokus der Ermittlungen gerückt.

Deutscher Pädophiler Martin N. soll Lügendetektortest wegen Maddie McCann machen

In ersten Vernehmungen soll N., wie der "Daily Star" aktuell schreibt, bereits seine Unschuld beteuert haben - doch Experten wie Don Cargill fordern einen Lügendetektortest, um die Aussagen den verurteilten Kindermörders zu prüfen. Don Cargill, seines Zeichens Vorsitzender der Europäischen und Britischen Polygraphen-Vereinigung, zeigte sich dem "Daily Star" gegenüber überzeugt, ein Lügendetektortest sei bis zu 95 Prozent zuverlässig.

Bei einem Lügendetektortest werden neben Herzfrequenz und Blutdruck auch die Schweißproduktion des Probanten überwacht, der Fragen beantwortet.

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loc/news.de
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