24.04.2019, 08.59 Uhr

Sommer-Wetter in Deutschland 2019: Erschreckende Prognose! Droht uns ein neuer Dürresommer?

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem weiteren Dürresommer.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem weiteren Dürresommer. Bild: Martin Gerten/dpa

Bei anhaltender Trockenheit könnte Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. "Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden", sagt der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach. Zum Beginn der Vegetationsperiode seien die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vieljährigen Durchschnitt - und sogar trockener als im April des vergangenen Jahres.

Sommer-Wetter in Deutschland 2019: Deutscher Wetterdienst warnt vor Dürresommer

Besonders betroffen sind demnach die östlichen Bundesländer. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt die Bodenfeuchte den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. "Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr."

Hitze und Trockenheit bedrohen Forst- und Landwirtschaft

Ein Dürresommer würde diesmal nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD. Erste Waldbrände haben in den vergangenen Tagen schon zahlreiche Regionen in Deutschland heimgesucht.

Waldbrandgefahr in Deutschland steigt! Feuerwehr forder mehr Löschhubschrauber

Angesichts der Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr fordert der Deutsche Feuerwehrverband mehr Löschhubschrauber in Deutschland. Helikopter mit Außenlastbehältern seien für die Brandbekämpfung sinnvoll, sagte Verbandspräsident Hartmut Ziebs der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das ist ein vielfach praktiziertes Verfahren, scheitert aber manchmal an der Zahl der verfügbaren Hubschrauber."

Die größten Wasserbehälter fassen nach seinen Angaben 5.000 Liter und können nur von Helikoptern der Bundeswehr vom Typ CH-53 geflogen werden. "Die sind aber nicht immer verfügbar. Hier müsste die Bundeswehr ein paar mehr Hubschrauber vorhalten", sagte Ziebs.

Feuerwehr rät Bürgern zur Vorsicht im Wald

Grundsätzlich hält Ziebs die deutschen Feuerwehren für gut ausgerüstet, um Waldbrände zu bekämpfen. Der Verbandspräsident appellierte aber an Bürger, kein offenes Feuer im und am Wald zu entfachen und inWaldnähe nicht zu rauchen. Autofahrer sollten zudem ihren Wagen nicht auf Wiesen abstellen. "Die heißen Katalysatoren können eine trockene Wiese in Brand setzen."

Forstexperte fordert vielfältigere Wälder

Aus Sicht eines Waldexperten muss der "Wald der Zukunft" vielfältig sein, um möglichen Waldbränden Paroli bieten zu können. Strukturreiche Laubwälder mit verschiedenen Baumarten brennen nicht so schnell und trocknen nicht so stark aus wie reine Nadelwälder, wie der Naturwissenschaftler Pierre Ibisch von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Die großflächigen Monokulturen werden mittelfristig scheitern."

jat/news.de/dpa
Wetter im August 2019 Asteroid 2006 QV89Lena Meyer-Landrut, Daniela Katzenberger, Heidi KlumNeue Nachrichten auf der Startseite