15.04.2019, 16.09 Uhr

Vermisstenfall Monika Frischholz im News-Ticker: Grabungen bringen keine Hinweise auf vermisste Monika

Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Die Ermittler gehen davon, dass das Mädchen ermordet wurde.

Vermisstenfall Monika Frischholz - aktuelle Entwicklungen im News-Ticker

  • Monika Frischholz seit 42 Jahren vermisst
  • Ermittler gehen von einem Mord aus
  • Grabungen bleiben erfolglos

+++ 15.04.2019: Grabungen bringen keine Hinweise auf vermisste Monika +++

Bei erneuten Grabungen auf der Suche nach der seit gut vier Jahrzehnten vermissten Monika Frischholz in der Oberpfalz haben Ermittler mutmaßliche Tierknochen und Stofffetzen entdeckt. Es sei am Montag aber nichts gefunden worden, was "auf den ersten Blick" in Zusammenhang mit dem Verschwinden der Schülerin stehen könnte, sagte ein Polizeisprecher.

Die Einsatzkräfte hatten einen Abschnitt bei Flossenbürg nahe der Stelle untersucht, an der sie schon vergangene Woche gegraben hatten. Die Knochenteile sollen nun rechtsmedizinisch untersucht werden. Zudem prüfen die Ermittler Hinweise von Zeugen.

+++ 15.04.2019: Ermittler graben wieder im Fall Monika Frischholz +++

Die Suche nach der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz in Bayern geht weiter. Einsatzkräfte der Polizei begannen am Montagmorgen mit Grabungen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz nahe der Grenze zu Tschechien. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei bereits vergangene Woche gegraben.

+++ 12.04.2019:Fall Monika Frischholz: Wohnung durchsucht - keine Festnahme +++

Im Fall der seit 42 Jahren vermissten Monika Frischholz aus Bayern hat die Polizei eine Wohnung durchsucht. Wo diese sich befindet und ob die Ermittler etwas gefunden haben, blieb zunächst offen. Bei den Beamten seien zudem mehr als zehn neue Hinweise eingegangen, teilte die Polizei mit. Diese müssten sorgfältig ausgewertet und abgearbeitet werden. "Zum Inhalt dieser Hinweise können mit Blick auf das laufende Verfahren keine näheren Angaben gemacht werden", hieß es. Bisher habe sich kein dringender Tatverdacht ergeben. Auch eine Festnahme habe es nicht gegeben.

Vermisstenfall Monika Frischholz: Polizei durchsucht Wohnung

Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen zufolge am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen, um einen jungen Mann zu treffen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Aufgrund von Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren. Ende vergangenen Jahres erhielten sie einen neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte. Daraufhin rollten die Beamten den Fall wieder auf.

Grabung im Fall Monika Frischholz erfolglos

Anfang dieser Woche war zwei Tage lang an einem Waldrand nahe Flossenbürg ein größeres Gebiet abgesucht worden, das etwa zwei Meter tief ausgehoben wurde. Es wurde das Wrack eines VW Käfers gefunden. Das Auto stehe aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit dem Fall in einem Zusammenhang, teilte die Polizei mit. Der Eigentümer des wohl 1976 entsorgten Fahrzeugs sei inzwischen gestorben.

Suchaktion vorerst eingestellt

Auch weitere Gegenstände wie Unrat und Stofffetzen kamen zum Vorschein. Diese werden ebenfalls untersucht. Ob und wann es weitere Grabungen gebe, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Die Arbeiten an der Grube waren vorerst beendet worden.

Ermittler prüfen im Fall Monika Frischholz Grabungsergebnisse

Am Dienstag wurden die Grabungen mit etwa 20 Einsatzkräften und drei Baggern fortgesetzt. Diese wurden am Dienstagabend als vorerst abgeschlossen erklärt. Bei der Suche fanden die Ermittler nach eigenen Angaben unter anderem kleine Knochenteile, bei denen es sich nach ersten Untersuchungen aber vermutlich um Tierknochen handeln dürfte. Tiefergehende Analysen dazu könnten mehrere Tage oder auch Wochen dauern, hieß es. Auch seien mehrere Gegenstände sichergestellt worden - darunter auch Stofffetzen -, die nun untersucht werden müssten, sagte Polizeisprecher Florian Beck am Mittwoch. Es sei noch unklar, ob sie mit dem Verschwinden des Mädchens in Zusammenhang stehen.Die Arbeiten an der Grube seien aller Voraussicht nach beendet.

Zudem sei ein Autokennzeichen bei dem Fahrzeugwrack gefunden worden, sagte der Sprecher. Dieses stamme aus Nordbayern. Details nannte der Sprecher zunächst nicht.

Polizei sucht nach Leiche der seit 43 Jahren vermissten Monika Frischholz - und findet vergrabenes Autowrack

Der news.de-Nachrichtenüberblick

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

20 Einsatzkräfte hatten am Montag und Dienstag an einem Waldrand nahe Flossenbürg ein etwa 50 Quadratmeter großes Areal abgesucht, das etwa zwei Meter tief ausgehoben wurde. Der gefundene VW Käfer stehe ersten Erkenntnissen nach eher nicht mit dem Fall im Zusammenhang, sagte Beck. Die Ermittlungen zum Fahrzeughalter dauerten noch an. Es sei durchaus möglich, dass das Auto einfach zur Entsorgung vergraben worden sei. DochEnde der 1970er Jahre soll es laut "Bild"-Zeitung einen Hinweis gegeben haben, "dass ein grüner VW Käfer eine Rolle bei Monikas Verschwinden spielen könnte".

Der Bekannte, mit dem sich Monika treffen wollte, sei damals angehört worden, sagte der Polizeisprecher. Es habe keinen Verdacht gegen ihn gegeben.

Monika Frischholz vermisst seit 1976: War es Mord?

Monika Frischholz gilt seit fast 43 Jahren als vermisst. Die Schülerin hatte den bisherigen Ermittlungen zufolge am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Durch Zeugenaussagen aus der damaligen Zeit und durch neue Hinweise konnte die Polizei ihren Fußweg in Teilen nachverfolgen und einen Ort südlich von Flossenbürg (Bayern) ausmachen, an dem die vermisste Schülerin begraben liegen könnte.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, bat die Polizei um "sachdienliche Hinweise" zur Aufklärung des Mordes. Vom Bayerischen Landeskriminalamt war eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt worden - für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen. Sie soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben, wie es hieß.

Wie kam die Polizei auf den Grabungsort?

Nähere Auskünfte über die Erkenntnisse, die zum Grabungsort geführt haben, teilte die Polizei mit Blick auf das laufende Verfahren nicht mit. "Wir wissen noch nicht, was uns erwartet", hatte Kriminalhauptkommissar Armin Bock vor Beginn der Grabungen am Montagmorgen gesagt. "Egal jedoch, wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!" Primäres Ziel sei für alle beteiligten Einsatzkräfte das allem Anschein nach getötete Mädchen zu finden, sagte Bock.

Bürgermeister hofft auf Aufklärung

Der Bürgermeister der Gemeinde Flossenbürg hofft, dass der Fall Monika Frischholz nach fast 43 Jahren aufgeklärt wird. Die Diskussionen um das Verschwinden der Zwölfjährigen hätten in dem Ort nie geendet, sagte Thomas Meiler (CSU) am Dienstag. Das sei bedrückend gewesen. "Jetzt sehen die Menschen Licht am Horizont und hoffen, mit dem Thema abschließen zu können."

Dass wieder ermittelt werde und zahlreiche Einwohner erneut vernommen worden seien, störe die Menschen aber nicht - im Gegenteil: "Jeder will dazu beitragen, dass der Fall aufgeklärt wird", betont Meiler. Das bestätigt Polizeisprecher Florian Beck: "Wir wollen wirklich noch mal alles versuchen, um das Verschwinden aufzuklären."

Im Dorf gebe es noch viele Menschen, die Monika und deren Familie persönlich gekannt hätten. Das Verschwinden des Mädchens habe die Leute immer beschäftigt. Er selbst habe die Schülerin nicht persönlich gekannt, sagte Meiler, der mit 49 Jahren etwas jünger ist, als es Monika heute wäre. Jedoch könne er sich an die Zeit ihres Verschwindens gut erinnern. Es habe damals geheißen, Kinder sollten vorsichtig sein, wenn sie rausgehen und in kein Auto einsteigen.

Natürlich habe es auch immer Spekulationen um das vermisste Mädchen gegeben. "Gerüchte kamen und gingen." Auch das habe auf die Stimmung gedrückt. Flossenbürg sei ein beschaulicher Ort, in dem quasi jeder jeden kenne. Schade sei, dass die Angehörigen von Monika die mögliche Aufklärung des Falles nicht mehr erleben könnten: Ihre Eltern sind schon länger tot, ihr Bruder starb Anfang dieses Jahres.

Kriminalpolizei nimmt aktuell viele "Cold Cases" wieder auf

In den vergangenen Jahren haben deutsche Kriminalpolizeien verstärkt sogenannte Cold Cases wieder aufgenommen, um diese Fälle doch noch zu klären. Insbesondere Fortschritte bei der DNA-Ermittlung machen es möglich, auch nach langer Zeit solche Verbrechen zu klären. So steht in Augsburg ein Mann vor Gericht, der vor einem Vierteljahrhundert eine Prostituierte ermordet haben soll. Die Ermittler hatten den ungeklärten Fall vor wenigen Jahren nochmals aufgerollt und den nun angeklagten Mann Ende 2017 wegen neuer DNA-Spuren festgenommen.

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pap/news.de/dpa
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