07.04.2019, 17.32 Uhr

Schießerei in Rungsted bei Kopenhagen: Ein Toter, vier Verletzte nach Schüssen - eskalierte ein Bandenkrieg?

In der Nähe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist es zu einer Schießerei mit mehreren Verletzten gekommen (Symbolbild).

In der Nähe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist es zu einer Schießerei mit mehreren Verletzten gekommen (Symbolbild). Bild: Asger Ladefoged / SCANPIX DENMARK / picture alliance / dpa

Bei einer mutmaßlichen Auseinandersetzung zwischen zwei kriminellen Banden ist am Wochenende nördlich von Kopenhagen ein 20-jähriger Mann erschossen worden. Vier weitere Männer im Alter zwischen 20 und 27 Jahren seien bei dem Vorfall am Samstagabend verletzt worden, sagte Lau Thygesen von der Polizei Nordseeland (Nordsjælland) auf einer Pressekonferenz in der Stadt Helsingør.

Tödliche Schüsse in Dänemark - mehrere Verletzte, ein Toter

Ein Polizeisprecher ergänzte am Sonntag, einer der Verletzten sei angeschossen worden, die anderen seien mit einem Messer und einem Fahrzeug verletzt worden. Drei von ihnen lagen am Sonntag weiter im Krankenhaus, Lebensgefahr bestand laut Polizeiangaben aber nicht. Unbeteiligte Passanten waren nicht unter den Verletzten.

Polizei vermutet Bandenkrieg als Hintergrund von Schießerei bei Kopenhagen

Die Polizei vermute, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei lokalen Banden handelte, sagte Thygesen. Andere Motive ließen sich jedoch bislang nicht ausschließen. 22 Personen wurden nach den Schüssen vorläufig festgenommen. 17 von ihnen wurde später wieder freigelassen. Fünf wurden am Sonntagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete, stehen die Männer im Verdacht, den 20-Jährigen getötet zu haben. Sie sollen auch versucht haben, mindestens vier weitere Personen zu töten.

Schüsse in Rungsted bei Kopenhagen - Großeinsatz der Polizei

Die Schüsse waren am frühen Samstagabend in der Gemeinde Rungsted im Nordosten der dänischen Insel Seeland (Sjælland) gefallen. Auf Bildern vom Tatort war im Anschluss zu sehen, dass mehrere Rettungs- und Polizeiwagen in einer Kurve einer Küstenstraße standen. Im Hintergrund war ein Hubschrauber zu hören.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie sperrte den mutmaßlichen Tatort ab und bat Anwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Am Sonntag setzte sie ihre Ermittlungen fort. Man wolle sowohl in Rungsted als auch in anderen Teilen des Polizeibezirks besonders sichtbar sein, damit die Bürger sich wieder sicher fühlten, erklärte Ermittler Carsten Spliid.

Rungsted ist Teil der Stadt Hørsholm und liegt rund 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt sind mehrere Gangs aktiv. Knapp zehn Kilometer nördlich von Rungsted befindet sich das bekannte Kunstmuseum Louisiana.

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loc/news.de/dpa
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