04.04.2019, 13.47 Uhr

Sexueller Kindesmissbrauch in NRW: Heilpraktiker soll kinderpornografische Fotos in Praxis gemacht haben

Ein Physiotherapeut aus Nordrhein-Westfalen steht unter Verdacht, mehrere Kinder sexuell missbraucht und kinderpornografisches Material angefertigt zu haben (Symbolbild).

Ein Physiotherapeut aus Nordrhein-Westfalen steht unter Verdacht, mehrere Kinder sexuell missbraucht und kinderpornografisches Material angefertigt zu haben (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / angiolina

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Bielefeld wiegen schwer: Ein 60 Jahre alter Physiotherapeut und Heilpraktiker aus Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen soll in seiner Praxis bei Behandlungen mehrfach pornografische Fotos von zwei Kindern angefertigt haben. Daneben soll der Mann zahlreiche kinder- und jugendpornografische Bilder besessen haben, wie aus einer Mitteilung der Dortmunder Polizei und der Staatsanwaltschaft hervorgeht.

Mutmaßlicher Kinderschänder in NRW festgenommen

Der Physiotherapeut befinde sich seit Ende März 2019 wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Dortmund am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen den Mann, der als Physiotherapeut auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist, wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Besitzes von Kinderpornografie. Spezialisierte Ermittler und Opferschutzbeauftragte des Polizeipräsidiums Dortmund unterstützten die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke bei den Ermittlungen, so die Polizei.

Polizei ermittelt zu Kindesmissbrauch in NRW: Wie viele Opfer gab es?

Die Ermittler wollen jetzt herausfinden, ob es noch weitere Taten gab. Seit Donnerstag hat die Polizei dazu mobile Anlaufstellen in Bad Oeynhausen und im benachbarten Minden eingerichtet. Bis einschließlich Samstag wollen Ermittler und Opferschutzbeauftragte der Polizei dort Hinweise entgegennehmen. Weitere Verdächtige gebe es nicht, sagte Staatsanwalt Moritz Kutkuhn von der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Die Kinder seien unter 14 Jahren alt.

Reagierte die Polizei zu spät auf Missbrauchshinweise?

Wie aus einem "Bild"-Bericht hervorgeht, könnten die Vorwürfe gegen den Physiotherapeuten der Polizei bereits lange zuvor bekannt gewesen sein. Angeblich habe ein IT-Spezialist bei einem Reparaturauftrag bereits im Herbst 2017 kinderpornografisches Material auf dem Computer des Verdächtigen entdeckt und den Fund der Polizei gemeldet. Geplante Hausdurchsuchungen im Mai und Juli des vergangenen Jahres scheiterten jedoch trotz Durchsuchungsbefehl. Erst eineinhalb Jahre später seien die Ermittlungen im Zuge des Missbrauchsskandals von Lügde mit Nachdruck verfolgt worden, so die "Bild".

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loc/news.de/dpa
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