02.04.2019, 13.40 Uhr

Erschreckende Umweltverschmutzung: Toter Wal vor Sardinien hat 20 Kilo Plastik-Müll im Magen

Vor Sardinien wurde ein verendeter Pottwal gefunden. In seinem Magen: 20 Kilogramm Plastik-Müll.

Vor Sardinien wurde ein verendeter Pottwal gefunden. In seinem Magen: 20 Kilogramm Plastik-Müll. Bild: SEAME Sardinia Onlus/AP/dpa

Ein Walfisch mit 22 Kilogramm Plastik im Magen ist tot vor der Küste der italienischen Urlaubsinsel Sardinien entdeckt worden.

Toter Wal mit 20 Kilo Plastik-Müll im Magen vor Sardinien gefunden

In dem Pottwal seien unter anderem Einkaufstaschen, Schnüre, Einwegteller, eine Waschmittelverpackung und Schläuche von Elektroinstallationen gefunden worden, teilte die Umweltschutzorganisation WWF mit. Das acht Meter lange Weibchen sei schwanger gewesen.Der Fötus sei zwei Meter groß gewesen und bereits im Inneren der Mutter verwest. Die genaue Todesursache des Wals muss noch untersucht werden. Er war bei dem Urlaubsort Porto Cervo an der Costa Smeralda entdeckt worden.

Plastik bedroht das Leben in den Meeren unserer Welt

Dieses Foto zeigt Plastik, das aus dem Bauch des toten Wals stammt.

Dieses Foto zeigt Plastik, das aus dem Bauch des toten Wals stammt. Bild: Uncredited/SEAME Sardinia Onlus/dpa

"Plastik ist einer der schlimmsten Feinde der Arten im Meer", erklärte der WWF in einer Mitteilung. Mehr als 90 Prozent der Schäden an der Tierwelt sei auf Plastik zurückzuführen. Schildkröten, Fische oder Wale verschluckten es oft oder verheddern sich darin. Europa sei nach China der größte Plastikproduzent.

Tote Tiere mit kiloweise Plastik-Müll im Magen sind längst keine Seltenheit mehr

Immer wieder werden tote Walfische mit riesigen Mengen Plastik im Körper gefunden. Mitte März war ein junger Wal mit rund 40 Kilo Plastik-Müll im Magen an der Küste der Philippinen entdeckt worden. Ende vergangenen Jahres war an der Küste Indonesiens ein toter Pottwal mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült worden - darunter 115 Becher, 25 Tüten und mehr als 1000 weitere Plastikteile.

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pap/news.de/dpa
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