22.03.2019, 09.45 Uhr

Großeinsatz in Berlin: Massenschlägerei auf Berliner Alexanderplatz - Neun Festnahmen!

Am Berliner Alexanderplatz kam es zu einer Massenschlägerei.

Am Berliner Alexanderplatz kam es zu einer Massenschlägerei. Bild: dpa

Nach einem Aufruf in sozialen Medien ist es auf dem Berliner Alexanderplatz zu einer Massenschlägerei gekommen. "Am frühen Donnerstagabend versammelten sich auf dem Platz rund 400 Leute", sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag.

Massenschlägerei auf dem Berliner Alexanderplatz

Die meisten von ihnen waren nach den Angaben Jugendliche oder junge Erwachsene. Später gerieten etwa 50 von ihnen in Streit und gingen mit Faustschlägen, Fußtritten und Pfefferspray aufeinander los. Die Beamten nahmen neun Menschen vorläufig fest.

YouTuber lösen Großeinsatz in Berlin aus

Die Polizei war mit rund 100 Beamten im Einsatz und versuchte, die Jugendlichen zu trennen. "Dabei setzten die Beamten auch Reizgas ein", sagte der Sprecher weiter. Eine Polizistin wurde verletzt. Außerdem versuchten die Jugendlichen den Angaben zufolge, einen Beamten in die Menge zu ziehen. Etwas später zerstreuten sich die Menschen. "Etwa 20 von ihnen rannten in den U-Bahnhof und sprangen ins Gleisbett, wo sie sich mit Schottersteinen bewarfen", sagte der Polizeisprecher.

Streit zwischen YouTubern ThatsBekir und Bahar! als Ausgangspunkt?

Hintergrund könnte nach Medienberichten ein Streit zwischen rivalisierenden YouTubern ThatsBekir und Bahar! sein. Die Polizei ermittelt noch. Laut "Bild"-Zeitung soll ThatsBekir in den sozialen Medien für Donnerstagum 17 Uhr in Berlin zu einem Treffen aufgerufen haben. Sein Konkurrent, Bahar!, habe ihn laut "Bild" davor gewarnt, die deutsche Hauptstadt zu betreten. Dem Ganzen sollen Beleidigungen auf Instagram vorausgegangen sein.

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Am Abend meldete sich Bahar! mit einer Instagram-Story noch einmal bei seinen Fans und erklärte, dass er hoffe, dass "es euch allen gut geht, es tut mir leid das mit der Polizei!".

Nach Massenschlägerei: Gewerkschaft der Polizei warnt Internet-Szene

Nach der Massenschlägerei am Alexanderplatz hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Internet-Szene vor riskanten Aktionen gewarnt, um die eigene Bekanntheit zu steigern. "Wir sehen in der Rapperszene und zunehmend auch bei anderen Influencern, dass sie teilweise sehr fahrlässig mit ihrem Einfluss umgehen und es scheinbar Mode wird, ganz bewusst Pulverfässer aufzumachen, um mehr Follower, Abonnenten und Klicks zu generieren", sagte der Berliner GdP-Landeschef Norbert Cioma am Freitag.

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fka/sba/news.de/dpa
Themen: Berlin, Streit
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