10.04.2019, 09.01 Uhr

Osterhasenpostamt 2019: So kommen Wünsche an den Osterhasen noch rechtzeitig an

Ein Mitarbeiter beantwortet einen Brief an Osterhase Hanni Hase im niedersächsischen Ostereistedt.

Ein Mitarbeiter beantwortet einen Brief an Osterhase Hanni Hase im niedersächsischen Ostereistedt. Bild: Carmen Jaspersen/dpa

Dass Kinder dem Weihnachtsmann bereits seit Generationen Briefe schreiben können, ist nichts neues. In Deutschland gibt es mehrere Adressen, an die Jungen und Mädchen ihre Wunschzettel schicken können. Aber wussten Sie, dass auch der Osterhase Briefe empfängt? Auch dafür gibt es gleich mehrere Anlaufstellen.

Osterpostamt in Ostereistedt empfängt ab 20. März 2019 wieder Post an Hanni Hase

Das bekannteste Osterhasenpostamt dürfte das in Ostereistedt, im niedersächsischen Landkreis Rotenburg/Wümme, sein, das 2019 am 20. März öffnet, wie "n-tv" berichtet. Dort nimmt sich Hanni Hase den zwischen 35.000 und 37.000 Zuschriften der Kinder an, die nicht nur aus ganz Deutschland eintrudeln, sondern auch aus Australien, Kanada, China und Taiwan. Bereits seit 37 Jahren können Kinder dem Osterhasen in Ostereistedt ihre Wunschzettel schicken. Um die Osterpost, die ebenso Ostergrüße mit kleinen Basteleien und selbst gemalten Bildern enthält, kümmert sich ein zehnköpfiges Team, das die Briefe im Namen von Hanni Hase fleißig beantwortet. Voraussetzung ist jedoch, dass die Osterbriefe bis spätestens eine Woche vor Karfreitag im Osterhasenpostamt eingehen.

Olli Osterhase und Lotti Langohr in Eibau einen Brief schreiben

Das Osterhasenpostamt in Niedersachsen ist inzwischen jedoch nicht die einzige Adresse, an der Osterpost landet. Seit 2005 gibt es einen Osterhasen-Briefkasten im sächsischen Eibau, den Mitarbeiter vom Kinder- und Jugenderholungszentrum "Querxenland" in Seifhennersdorf vor Ostern regelmäßig leeren. Im "Oberlausitzer Osterhasenpostamt" landen jährlich etwa 3000 Zuschriften aus Deutschland, Tschechien, Dänemark, der Schweiz, Spanien oder Norwegen, denen sich Olli Osterhase und seine Frau Lotti Langohr annehmen, wie die "Sächsische Zeitung" informiert.

Osterpostamt Osterhausen in Sachsen-Anhalt macht Ostereistedt und Eibau Konkurrenz

Konkurrenz haben die Osterpostfilialen in Ostereistedt und Eibau 2014 mit Osterhausen in Sachsen-Anhalt bekommen. In den Jahren zuvor waren dort immer wieder Briefe an den Osterhasen eingegangen. Den Ortsnamen deuteten die Absender wohl als sicheres Indiz, wo der Hase wohnt. Auf Initiative von Eltern und Erziehern hat der Ortsteil von Lutherstadt Eisleben nun ein eigenes Sonderpostamt. Auch hier bemühen sich die Mitarbeiter, alle Briefe zu beantworten. Wünsche können sie zwar nicht erfüllen, aber es gibt in jedem Antwortschreiben Osterkarten, eine Ostergeschichte und ein Bild zum Ausmalen, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung" online.

Dem Osterhasen schreiben: Adresse der Osterhasenpostämter in Deutschland

Voraussetzung für eine Antwort ist jedoch, dass auf den Zusendungen eine Absenderadresse angegeben ist - das gilt natürlich für die Osterpostämter in Ostereistedt und Seifhennersdorf ebenso wie für das in Osterhausen. Die Adressen der Osterhasenpostämter finden Sie hier auf einen Blick:

  • Herr Osterhase, Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt
  • Oberlausitzer Osterhasenpostamt, Viebigstraße 1 in 02782 Seifhennersdorf
  • Osterhase, Siedlungsstraße 2 in 06295 Osterhausen

Beachten Sie: Damit die Post an den Osterhasen auch rechtzeitig in Ostereistedt, Seifhennersdorf und Osterhausen ankommt, empfiehlt die Deutsche Post die Brief bis spätestens eine Woche vor Karfreitag abzuschicken.

Nicht nur Christkind, Nikolaus und Weihnachtsmann: Post an den Osterhasen ist ein neues Phänomen

Dass Kinder inzwischen sogar Post an den Osterhasen schicken, überrascht selbst Brauchtumsforscher. Der Bonner Volkskundler Alois Döring sieht darin eine nachgeahmte Tradition. "Wenigstens 150 Jahre lässt sich der Brauch nachweisen, einen Wunschbrief an Christkind, Nikolaus oder Weihnachtsmann zu schreiben." Aber wie die populären winterlichen Figuren ist der Osterhase ebenfalls längst ein populärer Gabenbringer.

"Erste Belege für seine Erscheinung stammen aus dem 17. Jahrhundert", erklärt Döring. Bei der Frage, wer eigentlich zu Ostern die Eier bringt, habe sich der Hase durchgesetzt. Das oft vermenschlicht dargestellte Langohr erscheine Kindern daher wohl auch als geeignet, Wünsche an ihn zu adressieren. Gemessen an der Briefflut an den Weihnachtsmann vor dem Jahresende, ist die Zahl der Zuschriften an den Osterhasen jedoch vergleichsweise überschaubar. In den sieben Weihnachtspostfilialen in Deutschlands gingen 2013 insgesamt rund 645.000 Briefe ein.

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kad/bua/news.de/dpa
Themen: Ostern
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