06.03.2019, 19.38 Uhr

Explosionen im Raum Kaiserslautern: Weitere Sprengfalle eines rachsüchtigen Gärtners entdeckt!

Im Kreis Kaiserslautern soll sich ein Gärtner mit mehreren Sprengfallen an

Im Kreis Kaiserslautern soll sich ein Gärtner mit mehreren Sprengfallen an "unliebsamen" Menschen gerächt haben. (Symbolbild) Bild: chalabala / Fotolia

Ein Arzt ist in Rheinland-Pfalz wohl durch eine vor der Praxistür angebrachte Sprengfalle ums Leben gekommen. Tatverdächtig sei der 59-jährige Besitzer einer Landschaftsgärtnerei, der am selben Tag tot gefunden wurde, teilte die Polizei am Montag in Kaiserslautern mit. Bei einer weiteren Explosion wurden am Sonntag ebenfalls im Kreis Kaiserslautern zweiMenschen verletzt, als ein manipulierter Holzscheit in ihrem Kamin explodierte.

Mehrere Explosionen bei Kaiserslautern - Arzt wird Opfer einer Sprengfalle

Die Polizei geht davon aus, dass weitereMenschen gefährdet sein könnten. Es sei nicht auszuschließen, dass der 59-Jährige "vor seinem Tod Vorkehrungen getroffen habe, um ihnen zu schaden", hieß es. Personen, die mit ihm in "problematischer privater oder geschäftlicher Beziehung" standen, würden dringend gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Tatverdächtiger ist tot - Verfolgte er einen Racheplan?

Der Tatverdächtige starb in der Nacht zumvergangenen Freitag in seinem Wohnhaus. Die Todesursache war am Montag noch unklar. Der 64 Jahre alte Arzt wurde am Freitagvormittag tot vor seiner Praxis in Enkenbach-Alsenborn gefunden. Vermutlich habe er eine getarnte Sprengvorrichtung vom Boden aufheben wollen und dadurch die Explosion ausgelöst, teilte die Polizei mit.

Durch Sprengfalle getöteter Arzt wurde obduziert - Todesursache unklar

Die Todesursache eines unter Mordverdacht stehenden Landschaftsgärtners aus Mehlingen (Rheinland-Pfalz) ist noch unklar. Die Obduktion der Leiche des 59-Jährigen am Montag habe keine eindeutigen Hinweise gebracht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Kaiserslautern. Die Ergebnisse eines toxikologischen Gutachtens stünden noch aus, mit ihnen werde im Laufe der Woche gerechnet.

"Kein gutes Verhältnis": Gärtner unter Mordverdacht

Inzwischen hätten sich bei der Polizei mehrere Menschen gemeldet und von Konflikten mit dem Mann berichtet. Eine Sonderkommission prüfe derzeit diese Hinweise. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass der Landschaftsgärtner noch mehrere Menschen mit Sprengfallen verletzten oder töten wollte. Dass sich ein Landschaftsgärtner mit Sprengstoff auskenne, sei nicht ungewöhnlich, sagte der Polizeisprecher. 

Die Ermittler gaben am Dienstag erstmal Entwarnung: "Wir haben keinen Hinweis, der auf weitere Sprengstofffallen oder explosive Stoffe hindeutet", sagte ein Polizeisprecher. Mehr als 30 Anrufe mit Hinweisen seien zuvor eingegangen. Die Sonderkommission arbeitete diese nach und nach ab. Ein konkreter Verdacht aus Siegelbach war darunter, hatte sich aber nicht erhärtet. Im Garten einer Frau, die mit dem Gärtner geschäftliche Beziehungen hatte, wurden zwar unklare Kunststoffteile gefunden. Diese seien aber nicht gefährlich gewesen.

Weitere Sprengvorrichtung entdeckt!

Im Fall der Sprengfallen in der Pfalz mit einem Toten und zwei Verletzten ist eine weitere Sprengvorrichtung entdeckt worden. Ermittler der Sonderkommission fanden am Mittwoch in einem Carport in Fischbach ein professionell manipuliertes Holzscheit, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der hohen Gefährlichkeit sei der Gegenstand noch vor Ort gesprengt worden.

In dem dazugehörenden Haus habe sich niemand befunden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Hausbesitzerin halte sich derzeit in den USA auf. Auch in diesem Fall habe zwischen der Frau und dem möglichen, bereits gestorbenen Täter "eine konfliktbelastete geschäftliche Verbindung" bestanden.

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pap/news.de/dpa
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