04.03.2019, 16.19 Uhr

Tornado-Alarm in den USA: Mindestens 23 Tote! Wirbelsturm-Warnungen wurden ignoriert

Tornados haben den Süden der USA heimgesucht - mehr als 20 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

Tornados haben den Süden der USA heimgesucht - mehr als 20 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Bild: James Lally / AP / picture alliance / dpa

Eine Serie von Wirbelstürmen hat im Südosten der USA mindestens 23 Menschen das Leben gekostet.Der Sheriff von Lee County im Bundesstaat Alabama, Jay Jones, erklärte am Montagmorgen (Ortszeit), die Schäden seien "katastrophal". Das jüngste Opfer sei sechs Jahre alt. Hinzu kommen mehrere Schwerverletzte und Vermisste.

Tornado-Alarm in den USA: Wirbelstürme in Alabama und Georgia

Neben Alabama wurden auch Gebiete im benachbarten Georgia von den Tornados getroffen, die laut Nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde kamen. Die Rede war von rund einem Dutzend Wirbelstürmen in beiden Bundesstaaten. Besonders hart traf es anscheinend die Gemeinde Beauregard, aus der massive Schäden gemeldet wurden. Aber auch die umliegenden Gebiete seien verwüstet worden, sagte Sheriff Jones. Er beschrieb die Gegend als ländlich mit vielen Mobilheimen (transportable Wohnhäuser), die besonders heftig getroffen worden seien.

Warnungen vor Tornados wurden ignoriert - mit schlimmen Folgen

Die Behörden hatten zwar eine Warnung vor gefährlichen Tornados erlassen und die Bewohner der Gegend zu äußerster Vorsicht angehalten. Doch die Warnungen gingen teils ins Leere. Selbst US-Präsident Donald Trump meldete sich über Twitter zu Wort und rief dazu auf, sich für weitere Wirbelstürme zu wappnen.

Laut dem Wetterdienst hatte der erste Tornado, der Lee County traf, einen Durchmesser von fast einem Kilometer. Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigten zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume und mit Trümmern übersäte Straßen. Nahe der Stadt Smiths Station stürzte ein Mobilfunkmast auf eine vierspurige Schnellstraße. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus.

Rettungskräfte nach Tornado-Chaos im Großeinsatz

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ihre Bergungsarbeiten und die Suche nach Opfern wurden jedoch durch die einbrechende Dunkelheit erschwert. Eingesetzt wurden laut Sheriff Jones auch Drohnen mit Wärmebildkameras.

Der Rechtsmediziner von Lee County, Bill Harris, sagte WFSA12, dass die Retter zu einigen der betroffenen Ortschaften wegen der chaotischen Lage noch gar nicht durchdringen konnten. Einige Verletzte seien von Lastwagenfahrern aus der Gefahrenzone gebracht worden. "Das ist ein Tag der Zerstörung für Lee County", sagte Harris. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir zu meinen Lebzeiten schon einmal eine solche Lage mit Massen an Opfern gehabt hätten."

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loc/news.de/dpa
Themen: Tornado, USA
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