13.02.2019, 20.56 Uhr

Tödlicher Raubüberfall in Landstuhl: Familienvater sticht Einbrecher mit Küchenmesser nieder

Der Einbrecher erlag noch auf dem Gehweg seinen schweren Verletzungen.

Der Einbrecher erlag noch auf dem Gehweg seinen schweren Verletzungen. Bild: Oliver Dietze/dpa

Bei einem versuchten Raubüberfall auf eine Familie in Rheinland-Pfalz hat der Vater einen der Täter getötet. Er habe mit einem Küchenmesser mehrfach auf den 43-Jährigen eingestochen, als dieser am Sonntagabend mit drei weiteren Tätern in das Haus in Landstuhl eindringen wollte, teilte die Staatsanwaltschaft in Zweibrücken am Dienstag mit.

Vater aus Landstuhl verteidigt seine Familie und tötet einen Räuber mit einem Küchenmesser

Nach kurzer Flucht mit seinen Komplizen in einem Fahrzeug war der verletzte Mann im Ort Krickenbach auf einem Gehweg an seinen Verletzungen gestorben. Seine Mittäter hätten ihn dort abgelegt, als sie erkannten, wie schwer der 43-Jährige verletzt worden war. Laut Staatsanwaltschaft wollten sie ärztliche Hilfe holen: Einer der Mittäter, der Bruder des Getöteten, bat einen Zeugen, einen Notruf abzusetzen. Die anderen beiden Täter seien unerkannt geflüchtet.

Vater und seine Frau werden leicht verletzt, Kinder kommen mit dem Schrecken davon

Der 51 Jahre alte Bruder des Toten wurde festgenommen. Bereits am Montag erging Haftbefehl gegen ihn wegen gemeinschaftlichen versuchten Raubes. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte das Quartett am Sonntagabend an der Haustür der amerikanischen Familie geklingelt und beim Öffnen versucht, den 41 Jahre alten Vater ins Haus zurückzudrängen, um sich Zutritt zu verschaffen.

Ermittlungen gegen Vater, Suche nach Einbrechern geht weiter

Der Vater und seine Ehefrau erlitten bei dem Angriff leichte Verletzungen, die drei Kinder im Haus blieben unverletzt. Gegen den Vater - einen Zivilangehörigen der US-Armee - wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet. Dabei werde geprüft, ob er in Notwehr gehandelt habe. Die Ermittlungen der Sonderkommission zur Identifizierung der beiden anderen Täter liefen weiter.

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pap/news.de/dpa
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