17.01.2019, 09.31 Uhr

Todes-Drama auf "Harmony of the Seas": Tödlicher Unfall! Jugendlicher (16) stürzt von Kreuzfahrtschiff

Tödlicher Unfall auf der

Tödlicher Unfall auf der "Harmony of the Seas". Bild: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Ein 16-Jähriger ist nach Berichten lokaler Medien in Haiti von einem Kreuzfahrtschiff gestürzt und gestorben.

Jugendlicher (16) stürzt von "Harmony of the Seas" in den Tod

Der Jugendliche habe versucht, von außen über einen Balkon in sein Zimmer zu gelangen, da er seine Schlüsselkarte vergessen habe, berichtete die Zeitung "Miami Diario" am Mittwoch (Ortszeit) auf ihrer Homepage. Dabei sei er abgerutscht und im Hafen von Labadee auf einen Pier gefallen.

Der Unfall auf dem Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Seas" hatte sich demnach bereits in der vergangenen Woche ereignet. Es habe noch Versuche gegeben, den 16-Jährigen wiederzubeleben, er sei jedoch kurz danach in einem Krankenhaus gestorben. Das Kreuzfahrtschiff war nach lokalen Berichte im Seehafen Port Everglades im US-Staat Florida gestartet.

Musiker stürzt im Dezember 2018 von "Harmony of the Seas"

Kurz davor, im Dezemberg 2018, soll bereits ein junger Brite auf dem Kreuzfahrtschiff über Bord gegangen sein. Der Vermisste trat als Tänzer und Sänger in einem Musical auf der "Harmony of the Seas" auf. Videoaufnahmen zeigten den 20-Jährigen zuletzt an Weihnachten nachts auf Deck 5, zitierten britische Medien am Donnerstag einen Sprecher der Kreuzfahrtgesellschaft "Royal Caribbean".

Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt mehr als 400 Kilometer vor Puerto Rico. Es war kurz vor Weihnachten von Fort Lauderdale (Florida) zu einem einwöchigen Karibik-Trip aufgebrochen. Die Suche mit Booten und einem Flugzeug nach dem Mann war erfolglos.

Keine Einzelfälle: Jährlich verschwinden 20 Menschen von Kreuzfahrtschiffen

Mehr als 20 Menschen verschwinden jedes Jahr von Kreuzfahrtschiffen, wie Ross Klein von der kanadischen Universität Neufundland der Deutschen Presse-Agentur berichtete. 315 solcher Fälle dokumentierte der Professor für Maritime Studien seit dem Jahr 2000. Viele Fälle seien auf Suizide zurückzuführen, andere auf unglückliche Unfälle, oft als Folge von Alkoholmissbrauch. "Besorgniserregend ist jedoch, dass es in rund 30 Prozent aller Fälle keinen Anhaltspunkt gibt, was mit den Passagieren geschehen sein könnte", sagte Klein.

Lesen Sie auch: Unseren Ticker zum Verschwinden von Daniel Küblböck von dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna.

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pap/fka/news.de/dpa
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