21.01.2019, 14.31 Uhr

Totale Mondfinsternis am 21.01.19: Blutmond verpasst? HIER gibt's die spektakulärsten Bilder

Blutrote Mondfinsternis verdunkelt die Nacht!

Blutrote Mondfinsternis verdunkelt die Nacht! Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

In westlichen Kulturen haben Montage keinen besonders guten Ruf! Doch an diesem Montag lohnte sich das Aufstehen wirklich. Denn in den frühen Morgenstunden des 21.01.2019 verfinsterte sich der Vollmond und erstrahlte in einem satten Blutrot. Ein atemberaubendes Spektakel, zumindest wenn das Wetter passte.

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 über Deutschland beobachten

Um 6.44 Uhr begann der Mond, vom Kernschatten wieder in den Halbschatten der Erde zu wechseln. Um Punkt 3.35 Uhr (MEZ) trat der Mond in den Halbschatten der Erde ein, um 4.34 Uhr dann in den Kernschatten. "Das sieht tatsächlich so aus, als würde sich ein Teil des Mondes langsam verdunkeln", sagt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Gegen 5.41 Uhr war der Mond komplett verdunkelt, die totale Mondfinsternis hatte ihren Höhepunkt erreicht. Die Totalität dauerte über eine Stunde an und war gegen 6.44 Uhr zu Ende. Um 7.51 Uhr trat der Mond dann aus dem Kernschatten aus. Jedoch ist von Mitteleuropa nicht mehr zu beobachten, wie der Vollmond auch aus dem Halbschatten heraustritt, da der Mond dann hierzulande bereits untergegangen ist.

Die besten Bilder der Mondfinsternis gibt's hier.

HIER können Sie die Mondfinsternis im Live-Stream sehen

Doch nicht nur in Europa konnten Hobbyastronomen die Mondfinsternis verfolgen. Auch in Afrika, über dem Atlantik sowie in Nord- und Südamerika und Grönland war das kosmische Ereignis sichtbar. Wer keine Lust auf frühes Aufstehen hatte, konnte die Mondfinsternis auch bequem vom Bett aus verfolgen. Die Sternwarte Petersberg bietet nämlich einen Live-Stream an, der auch nach der Mondfinsternis abrufbar ist. Wer also die Mondfinsternis verpasst hat, kann sie hier nachschauen.

Sie können den YouTube-Live-Stream nicht sehen? Dann hier entlang.

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Mond und Sonne. Allerdings verfinstert sich der Erdtrabant nicht komplett. Er schimmert eher rötlich, daher auch der umgangssprachliche Name "Blutmond". Die Färbung liegt an der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre. In einigen Kulturen galt eine Mondfinsternis daher als böses Omen.

Blutmond als böses Omen! Kommt jetzt der Weltuntergang?

Wegen der roten Färbung des Mondes erzählten sich die Menschen in früheren Zeiten Legenden vom "Blutmond". Sie glaubten, dass während einer Mondfinsternis böse Gestalten ihr Unwesen treiben. Doch auch da gibt es kulturelle Unterschiede.

Die Wikinger erzählten sich von einem Wolf, der den Mond jagt. In China verschlingt ein Drache den Mond und die Eingeborenen des Amazonas erzählten sich, dass ein Pfeil den Mond durchbohrte und ihn verwundete.Endzeitfanatiker gehen noch einen Schritt weiter und predigen den Weltuntergang. Ähm, okay! Angst müssen wir aber nicht haben.

Wettervorhersage für die blutrote Mondfinsternis

Jedoch könnte das Wetter dem Spektakel einen Strich durch die Rechnung machen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes herrschen die besten Wetterverhältnisse womöglich in der Mitte Deutschlands. So soll es am frühen Montagmorgen von Ost-Hessen, Thüringen bis nach Sachsen größtenteils klar sein. Nur gelegentlich sollen lockere Wolkenfelder vorüberziehen. In den anderen Bundesländern ist die Prognose eher düster.

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bua/kad/news.de
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