14.01.2019, 15.10 Uhr

Zwangsprostitution in England: Model 10 Jahre lang gezwungen, als Sexsklavin zu arbeiten

Eine Frau, die zur Zwangsprostitution gezwungen wurde, erzählt aus ihrem Leben. (Symbolfoto)

Eine Frau, die zur Zwangsprostitution gezwungen wurde, erzählt aus ihrem Leben. (Symbolfoto) Bild: Boris Roessler / dpa

Werden Menschen gezwungen, sich zu prostituieren, spricht man von Zwangsprostitution. Eine Frau aus Rumänien, die jetzt in England lebt, gewährte dem "Daily Star" Einblicke, wie sie zum Opfer wurde. Alles begann ganz harmlos mit großen Versprechungen...

Junge Frau mit Aussicht auf Model-Karriere zu 10 Jahren Zwangsprostitution gezwungen

Als Helena gerade einmal 20 Jahre alt war, versprach ihr ein Bekannter der Familie eine glamouröse Model-Karriere, wenn sie denn aus dem ländlichen Rumänien nach England ziehen würde. Er kaufte ihr sogar das notwendige Flugticket gen London.

"Ich dachte, es wäre eine Chance, ein neues Leben zu beginnen."

Hier wartete allerdings kein Leben in Saus und Braus auf Helena, sondern zunächst einmal eine enge Wohnung, die sie sich mit drei anderen Frauen teilte. Schon am nächsten Tag wurden die ersten Fotos von ihr geschossen. Ausschließlich im sexy Bikini und in Unterwäsche. Sie habe sich sofort unwohl gefühlt, erklärte sie dem "Daily Star". Der Anfang eines zehn Jahre währenden Martyriums.

Nach dem Shooting wurde Helena mitgeteilt, dass sie dem Team 1.000 Euro für die Beschaffung der Wohnung, 2.000 Euro für die geschossenen Portfoliobilder und 500 Euro monatlich für die Miete der Wohnung schulde. Bis sie diese nicht zurückgezahlt habe, würde sie ihren Pass nicht zurückbekommen. Keine zwei Tage nach ihrer Ankunft in London war Helena Teil eines schrecklichen Kreislaufes.

Helena zur Sexsklavin gemacht, um vermeintliche Schulden abzubauen

Die gemachten Fotos wanderten derweil nicht etwa als Arbeitsproben in ein Modelbuch, sondern auf Prostitutionsseiten. Hier wurde dann auch direkt neben die Fotos geschrieben, welche Sexpraktiken sie ableisten und was das den Freier kosten werde. Eine gute Möglichkeit, ihre Schulden abzubezahlen, erklärten ihr die Männer, in deren Händen sich Helenas Leben nun befand.

Als Helena zum ersten Mal als Prostituierte tätig wird, steht sie unter Drogen. Die wurden ihr "zur Entspannung" verabreicht. Als sie danach erklärt, sie werde mit keinen weiteren Männern schlafen, beginnen die Drohungen. Ihre ganze Familie wolle man töten, wenn Helena ihre Schulden nicht abarbeite. Fatalerweise wird das meiste von Helenas verdientem Geld einfach einbehalten, indem der Frau beispielsweise jede Kleinigkeit in Rechnung gestellt wird. Ihre Schulden konnte Helena so jedenfalls nicht abarbeiten.

Helena schafft nur mit Hilfe den Absprung aus der Zwangsprostitution

Helena kam erst mithilfe eines Kunden aus dem Teufelskreis heraus. Der hatte Kontakte in die Unterwelt und schaffte es, dass die rumänische Bande, in deren Hände Helena geraten war und die eine Vielzahl an Bordellen in England betreibt, sie gehen ließ. Ein Glück, dass nicht viele Zwangsprostituierte haben...

Lesen Sie auch: Zwangsprostitution statt Eheversprechen – Paar zwingt Frau zum Sex mit mehr als 100 Freiern.

Folgen Sie News.de schon bei Facebookund Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

pap/jat/news.de
Asteroid 2019 TM7 aktuellUnwetter in Südeuropa aktuellNeue Nachrichten auf der Startseite