05.01.2019, 07.17 Uhr

Wetter aktuell im Januar 2019: Achtung, 100 Zentimeter Schnee! So turbulent wird's am Wochenende

Nicht nur in den Schweizer Alpen wird es am ersten Januar-Wochenende winterliches Wetter mit Neuschnee geben.

Nicht nur in den Schweizer Alpen wird es am ersten Januar-Wochenende winterliches Wetter mit Neuschnee geben. Bild: Anthony Anex / Keystone Picture alliance / dpa

Der "richtige" Winter hat lange auf sich warten lassen, aber zumindest in den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen kann an diesem Wochenende mit weißer Schneepracht gerechnet werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete dort bis Montag zumindest in den Höhenlagen ordentlich Schneefall. Die Schneefallgrenze liege bei etwa 700 bis 1000 Metern, so ein Sprecher am Freitag.

Wetter aktuell im Januar 2019: So wird das erste Wochenende des neuen Jahres

An der See und im äußersten Nordwesten und Westen soll es in der Nacht zum Samstag frostfrei bleiben, ansonsten werden Tiefstwerte zwischen -1 und -7 Grad erwartet. An den Alpen und im östlichen Bergland könne es mitunter noch kälter werden. Am Samstag sei von den Küsten über das norddeutsche Tiefland bis in die tiefen Lagen des westlichen und zentralen Mittelgebirgsraumes fast durchweg Regen zu erwarten.

Vorsicht, Glatteis! HIER warnt der DWD vor gefrierendem Regen und Schneefall

Bis Montag erwarten die Meteorologen im Alpenvorland zwischen zehn und 30 Zentimeter Neuschnee. Deutlich mehr wird es in den Nordstaulagen schneien. Dort staut sich die Luft vor Gebirgen oder Hügelketten und kann nicht einfach weiterziehen. Stattdessen steigt sie in die Höhe, kühlt ab und es kommt zu verstärkter Wolkenbildung mit Niederschlag. In den Chiemgauer Alpen und dem Berchtesgadener Land werden selbst bis zu 100 Zentimeter Neuschnee nicht ausgeschlossen. Es muss auch mit Glätte gerechnet werden.

Weiße Pracht, wenn auch mit einer dünneren Schneedecke, dürfte auch in den Hochlagen von Schwarzwald, Schwäbischer Alb, Bayerischem Wald und Erzgebirge zu sehen sein. Der Nachteil: Von der Nacht zu Samstag an dürfte der Schnee zu massiven Behinderungen auf Straßen und Schienen führen. Zudem sei der recht nasse Schnee in Kombination mit teilweise stark böigem Wind eine Gefahr für Bäume, aber auch für Ober- und Stromleitungen. Unter der massiven Schneelast können sie im schlimmsten Fall sogar zusammenbrechen, warnte der DWD-Experte Sebastian Schappert.

Achtung! Schnee sorgt für Verkehrsbehinderung

Bei Flug- und Bahnreisenden könnte aufgrund des Schneefalls Geduld nötig sein. Am Flughafen München waren bereits am Freitag Räumfahrzeuge im Einsatz, einige Abflüge verzögerten sich, wie ein Sprecher mitteilte. «Im schlimmsten Fall ist immer eine Bahn gesperrt, weil diese freigeräumt wird.» Die Lufthansa kündigte für Samstag an, mehrere Flüge zu annullieren. Die Räumung der Flächen und das Enteisen der Flugzeuge vor dem Start koste Zeit. Auch das bei schlechter Sicht die zeitlichen Abstände bei Starts und Landungen vergrößert werden, hat Auswirkungen auf den Flugplan.

Auch die Deutsche Bahn warnte am Freitag vor möglichen Beeinträchtigungen. «Unsere Schneeräumtechnik steht bereit», sagte ein Sprecher. Sowohl die Deutsche Bahn als auch die Bayerische Oberlandbahn verwiesen Fahrgäste auf ihre Webseiten, auf der sie über die aktuelle Lage informieren.

In der Norddeutschen Tiefebene dagegen bleibt es frostfrei - an der Nordsee können die Temperaturen sogar bis acht Grad betragen. In höheren Berglagen dagegen herrscht leichter Frost.

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Wetter in der zweiten Januar-Woche 2019 wird unbeständig und nasskalt

In der kommenden Woche setzt sich das unbeständige, wolkenreiche und feuchte Wetter laut DWD fort, wobei das Temperaturniveau im Wochenverlauf etwas zurückgehen soll. Eventuell bestehe auch in flacheren Regionen die ein oder andere "Schneeoption".

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loc/news.de/dpa
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