01.01.2019, 16.38 Uhr

Silvester 2018/2019 als News-Ticker: Hand von Böller zerfetzt, Rettungskräfte attackiert, Polizeibeamte gebissen

In der Silvesternacht mussten zahlreiche Menschen notärztlich behandelt werden (Symbolfoto).

In der Silvesternacht mussten zahlreiche Menschen notärztlich behandelt werden (Symbolfoto). Bild: Stephan Jansen / picture alliance / dpa

Deutschland begrüßt das Jahr 2019. Mit Feuerwerken im ganzen Land haben die Menschen den Jahreswechsel gefeiert. In Berlin kamen Hunderttausende zur Party am Brandenburger Tor, wo ab Mitternacht der Himmel vom Feuerwerk minutenlang bunt erleuchtet wurde. Die Silvesterfeier in der Hauptstadt gilt als größte in Deutschland. Auch in Nordrhein-Westfalen begrüßten die Menschen mit großen Partys das neue Jahr. In Düsseldorf und Köln etwa blieb es nach Angaben der Polizei zunächst friedlich. In München feierten die Menschen ebenfalls ausgelassen. Dort explodierte das Silvesterfeuerwerk unter anderem am Marienplatz und über der Frauenkirche.

+++ 01.01.2019, 15.22 Uhr: Mann bei Streit nach Kneipenbesuch getötet +++

Bei einem Streit zwischen zwei Männern nach einem Kneipenbesuch in der Silvesternacht ist ein 25-Jähriger in Niedersachsen getötet worden. Gegen einen 32-Jährigen Deutschen werde wegen Totschlags ermittelt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Ermittler stellten bei dem Mann einen Alkoholwert von mehr als 2,4 Promille fest.

Nach ersten Erkenntnissen hatten sich die Männer am Silvesterabend in einer Bar in Lüneburg kennengelernt. Später gingen sie laut Mitteilung in die Wohnung einer Bekannten des 32-Jährigen. Dort sei es zum Streit gekommen. Der 32-Jährige attackierte sein Opfer demnach mit einem Messer und weiteren Werkzeugen. Noch vor Ort sei der Mann an seinen Verletzungen gestorben. Danach habe der 32-Jährige die Wohnung verlassen, deren Bewohnerin informiert und gemeinsam mit ihr die Polizei benachrichtigt. Der Leichnam des 25-Jährigen sollte noch am Dienstag in Hamburg obduziert werden.

+++ 01.01.2019, 11.58 Uhr: Angriffe auf Einsatzkräfte und Streitschlichter in Neujahrsnacht +++

In der Neujahrsnacht ist es wieder zu Übergriffen auf Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr gekommen. In Berlin zählte die Feuerwehr zwar weniger Einsätze als in der Silvesternacht des Vorjahrs - unverändert sei aber die Aggressivität gegenüber Helfern gewesen: Laut Feuerwehr gab es in der Hauptstadt 49 Übergriffe, 33 davon mit Pyrotechnik. Ein Feuerwehrmann erlitt dabei ein Knalltrauma und kam in eine Spezialklinik.

Bei Löscharbeiten wurde in Frankfurt (Oder) ein Feuerwehrmann attackiert: Als ihm ein Mann gegen den Kopf schlug, erlitt er eine Platzwunde, wie die Polizei mitteilte. Eine Gruppe von Jugendlichen hatte ein Feuerwerk gezündet, dabei war eine Wiese in Brand geraten. Bei dem Einsatz soll der Tatverdächtige die Löschkräfte an ihrer Arbeit gehindert haben. Auch der Feststellung seiner Personalien habe er sich widersetzt.

Polizeibeamtin in Rheinland-Pfalz von betrunkener 18-Jähriger gebissen

Eine Polizistin wurde nach einem Verkehrsunfall in Rheinland-Pfalz von einer 18 Jahre alten Fahranfängerin in den Finger gebissen. Die stark alkoholisierte Frau war kurz vor Mitternacht in Bendorf mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und mit mehreren geparkten Fahrzeugen zusammengestoßen. Die Frau versuchte zunächst von der Unfallstelle zu flüchten, konnte jedoch in der Nähe angetroffen und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ebenfalls in Rheinland-Pfalz schlugen in der Silvesternacht mehrere Männer einen Mann zusammen, der einen Streit in ihrer Gruppe schlichten wollte. Der Anwohner in Freinsheim sah von seinem Balkon aus die Auseinandersetzung und lief nach Polizeiangaben zusammen mit seiner Frau auf die Straße. Dort wurde er von drei oder vier Männern zunächst verbal angegangen und dann mit einem Baseball-Schläger attackiert. Auch als er schon am Boden lag, schlugen die jungen Männer weiter auf ihn ein. Anschließend konnten sie flüchten.

Rettungskräfte in Silvesternacht behindert - Polizeigewerkschaft fordert mehr Respekt

In Hamburg wurden Rettungskräfte behindert, als sie einem 20-Jährigen helfen wollten. Die Einsatzkräfte blieben zunächst im Fahrzeug sitzen, weil sie am Barmbeker Markt mit Gegenständen beworfen und beleidigt wurden. Nachdem die Polizei die Lage beruhigen konnte, wurde eine verletzte Person mit Messerstich im Rücken von einem Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte angesichts einer Zunahme von Angriffen vorab Respekt gegenüber den Einsatzkräften gefordert. "Polizei und Rettungskräfte sind auch Silvester für Euch da. Lasst Sie Ihre Arbeit machen und greift Sie nicht an. Sie sind für Euch da", ermahnte GdP-Bundeschef Oliver Malchow über Twitter.

+++ 01.01.2019, 10.27 Uhr: Reizgas bei Silvesterfeier in Saarbrücker Club - mehrere Verletzte +++

Ein übles Ende hat eine Silvesterfeier in einer Disko in Saarbrücken genommen: Kurz nach fünf Uhr früh versprühte ein Unbekannter auf der Tanzfläche Reizgas, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin liefen die Gäste fluchtartig ins Freie. Mehrere Menschen, unter ihnen eine Schwangere, wurden leicht verletzt. Ein Besucher musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Der Pfefferspray-Behälter wurde von der Polizei sichergestellt, nach dem Täter wird gefahndet.

+++ 01.01.2019, 09.55 Uhr: Alles wegen der Katze! Erst gegenseitig angezeigt, dann versöhnt +++

Einen Kater ganz besonderer Art dürfte ein Pärchen aus Weiden in der Oberpfalz am Neujahrsmorgen gehabt haben. Die beiden stritten und malträtierten sich am Silvesterabend derart, dass die Polizei anrücken musste, wie ein Sprecher mitteilte. Auslöser des Streits war die entlaufene gemeinsame Katze. Der 41-Jährige und die 36-Jährige zeigten sich gegenseitig an - verblieben aber letztendlich gemeinsam in der Wohnung, weil sie sich wohl vorerst wieder versöhnt hatten. Über den Verbleib der Katze konnte der Polizeisprecher nichts sagen. "Vermutlich hat sie sich ein ruhiges Fleckchen gesucht."

+++ 01.01.2019, 09.31 Uhr: Kettenreaktion: Silvesterböller zünden in Hosentasche +++

Bei einem Silvesterunfall im Stile einer Kettenreaktion ist im Landkreis Bamberg in Bayern ein 23-Jähriger schwer verletzt worden. Ein 26-Jähriger hatte nach Polizeiangaben in Oberhaid einen kleinen Kracher geworfen, der unglücklicherweise in der Tasche des Mannes landete. Darin sei wiederum Leuchtspurmunition gebunkert gewesen, die wegen der Hitze explodiert sei, teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen am Bein und an einer Hand in eine Spezialklinik gebracht.

+++ 01.01.2019, 08.41 Uhr: Mann in Niedersachsen sprengt sich mit Böller Hand weg +++

Bei einem Unfall mit einem Böller sind am Silvesterabend in Niedersachsen zwei Menschen verletzt worden. Ein 38-Jähriger habe sich nach ersten Erkenntnissen eine Hand weggesprengt, sagte ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Dienstag. Eine 54 Jahre alter Mann habe bei dem Unfall in Winsen an der Aller Verletzungen im Gesicht erlitten. Er konnte nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Wie es zu dem Unfall kam, der sich gegen 19 Uhr ereignete, war zunächst unklar. Möglicherweise handelte es sich bei dem Böller um einen selbstgebauten Sprengkörper.

+++ 01.01.2019, 07.57 Uhr: Mann schießt Silvester-Rakete auf Polizisten +++

Polizisten in Dortmund sind in der Neujahrsnacht mit einer Silvester-Rakete beschossen und mit Flaschen beworfen worden. Zu den Angriffen auf die Beamten kam es nahe der Innenstadt aus einer Personengruppe heraus, wie die Polizei am frühen Morgen über Twitter mitteilte. Die Lage habe aber schnell wieder beruhigt werden können. Verletzt worden sei niemand, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann, der die Rakete geschossen habe, sei in Gewahrsam genommen worden. Weitere Personen sollten angezeigt werden.

+++ 31.12.2018, 23.16 Uhr: Vor Polizeiauto rumgeballert - jetzt "bei Mutti zu Hause" +++

So dumm kann es kommen, wenn man in Berlin-Reinickendorf unmittelbar vor einem Polizeiauto mit Schreckschusswaffen rumballert und auch noch illegale Böller im Rucksack hat: "Dann endet die Nacht eben schon um 21 Uhr bei Mutti zu Hause", twitterte die Berliner Polizei am Silvesterabend. Bei den nach Hause Geschickten handelte es sich um zwei Jugendliche männlichen Geschlechts im Alter von 15 und 16 Jahren.

17-Jähriger stirbt in Österreich bei Feuerwerk durch Kugelbombe

Ein 17-Jähriger ist in Österreich beim Silvesterfeuerwerk durch eine sogenannte Kugelbombe getötet worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, starb der junge Mann aufgrund schwerer Kopfverletzungen. Nachdem ein erster Zündversuch schief gegangen war, hatte der 17-Jährige laut Polizei versucht, die Bombe mit einem Durchmesser von rund 15 Zentimeter erneut abzuschießen. Da diese dabei sofort im Metallrohr der selbstgebauten Abschussvorrichtung explodierte, konnte sich der 17-Jährige nicht mehr in Sicherheit bringen. Zuvor hatte der junge Mann bei der privaten Silvesterparty in Oberösterreich erfolgreich fünf bis sechs Kugelbomben gezündet. Um Mitternacht wollte er nach Polizeiangaben dann das größte Exemplar knallen lassen. Der 17-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt ins Krankenhaus gebracht, wo er später starb.

Zwei Tote in Niederlanden durch Feuerwerk

Wohl durch Silvesterböller sind in den Niederlanden zwei Menschen ums Leben gekommen. In Enschede im Osten des Landes starb ein Mann bei einer Explosion, die vermutlich durch Feuerwerk ausgelöst wurde, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In Friesland nahe des Wattenmeers kam am Silvesterabend ein Mann ums Leben, die Polizei geht auch in diesem Fall von Feuerwerk als Ursache aus. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.

Im Nordseebad Scheveningen bei Den Haag entstanden durch Feuer am Strand mehrere Brände an Häusern und in den Dünen. Durch starken Westwind entstand ein gefährlicher Funkenregen. Die Feuerwehr musste mit mehreren Wagen ausrücken. Die Brände waren erst am Neujahrsmorgen gelöscht. Traditionell wird an der Küste im Westen des Landes der Jahreswechsel mit großen Freudenfeuern am Strand begrüßt. Der Brandstapel in Scheveningen war in diesem Jahr 48 Meter hoch.

Acht Menschen in Karussell gefangen! Jahreswechsel in 50 Metern Höhe

Diesen Start ins neue Jahr werden sie nicht vergessen: Gefangen in einem Karussell in rund 50 Metern Höhe haben acht Menschen im französischen Rennes die Silvesternacht verbracht. Erst nach acht Stunden konnten sie gerettet werden, wie die Bürgermeisterin der Hauptstadt der Bretagne, Nathalie Appéré, auf Twitter mitteilte. Das Fahrgeschäft stoppte gegen 20 Uhr wegen eines technischen Defekts. Es handelte sich um eine Art Propeller, bei dem sich ein langer Arm um eine horizontale Achse dreht - an den Enden befinden sich jeweils Fahrgastgondeln.

In der Gondel waren auch fünf Jugendliche, wie "France Bleu" berichtete. Zunächst habe man versucht, die Fahrgäste mit einer Leiter zu retten - die Gondel war allerdings zu hoch. Der Propellerarm hatte in senkrechter Stellung aufgehört, sich zu drehen. Schließlich mussten die Fahrgäste mithilfe eines Hubschraubers aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Auf einem Video ist zu sehen, wie sich ein Retter in schwindelerregender Höhe zu der Gondel abseilt.

"Mein Sohn wird dort oben seinen 17. Geburtstag feiern, er wurde am 1. Januar geboren", zitierte "France Bleu" eine Mutter. Ein 47-Jähriger Mann schilderte dem Sender: "Alle waren ruhig, es lief gut, wir konnten sogar das Feuerwerk bewundern." Das nächste Silvester wolle er allerdings zu Hause im Warmen mit Champagner feiern. Erst am frühen Dienstagmorgen hatten alle acht Fahrgäste wieder sicheren Boden unter den Füßen.

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loc/news.de/dpa
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