17.12.2018, 18.46 Uhr

Terror-Anschlag in Straßburg als News-Ticker: Zwei weitere Verdächtige nach Straßburger Attentat festgenommen

Der mutmaßliche Attentäter wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Der mutmaßliche Attentäter wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Bild: Uncredited/UGC/dpa

Frankreich ist erneut von einem schweren Terroranschlag erschüttert worden. Bei dem Angriff mitten in der Weihnachtssaison wurden am Dienstagabend drei Menschen in Straßburg getötet, wie Frankreichs Innenminister Christophe Castaner am frühen Morgen mitteilte. 13 Menschen wurden nach seinen Angaben verletzt, sechs von ihnen sehr schwer. Zunächst war von drei Toten die Rede. Die Polizei ging von einem terroristischen Hintergrund aus.

Alle aktuellen Informationen lesen Sie hier in unserem News-Ticker!

+++ Montag, 17.12.2018, 18.25 Uhr: Zwei weitere Verdächtige nach Straßburger Attentat festgenommen +++

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Straßburg sind zwei weitere Menschen festgenommen worden. Die Beiden seien am Montag in Polizeigewahrsam genommen worden, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Sie werden verdächtigt, eine Rolle bei der Beschaffung der Waffe gespielt zu haben, wie eine weitere Quelle der dpa bestätigte.

Ein dritter Verdächtiger aus dem Umfeld des mutmaßlichen Attentäters Chérif Chekatt, der bereits früher festgenommen worden war, sollte einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Das forderte die ermittelnde Antiterror-Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben am Montagvormittag.

Ermittler hatten nach dem Anschlag zeitweilig noch sechs weitere Menschen in Gewahrsam genommen, die aber laut früheren Berichten französischer Medien inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

+++ Sonntag, 16.12.2018, 20.49: Fünftes Todesopfer nach Straßburger Anschlag bestätigt +++

Fünf Tage nach dem Anschlag in Straßburg ist ein weiteres Opfer seinen Verletzungen erlegen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Polen, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Sonntagabend auf dpa-Anfrage bestätigte. Damit liegt die Zahl der Todesopfer des Anschlags inzwischen bei fünf.

Am Sonntag gedachten in Straßburg Hunderte Menschen der Opfer. Die Gedenkzeremonie fand vor der riesigen Weihnachtstanne auf dem Kléber-Platz statt und wurde von mehreren Menschenrechtsorganisationen organisiert.

+++ Sonntag, 16.12.2018, 20.10 Uhr: Zahl der Todesopfer steigt auf fünf +++

Einem Bericht von "Focus" zufolge ist ein weiteres Opfer nach dem Attentat in Straßburg gestorben. Demnach erlag ein 35-jähriger Mann am Sonntag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Damit würde die Zahl der Todesopfer auf fünf steigen.

+++ Freitag, 14.12.2018, 16.22 Uhr: Zahl der Todesopfer bei Straßburg-Anschlag steigt auf vier +++

Drei Tage nach dem schweren Terroranschlag in Straßburg ist die Zahl der Todesopfer von drei auf vier gestiegen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Paris.

+++ Freitag, 14.12.2018, 13.45 Uhr: Suche nach Komplizen geht weiter - Motiv noch unklar +++

Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburger Attentäters Chérif Chekatt fahnden die Ermittler nach mögliche Komplizen. "Die Untersuchung wird nun fortgesetzt, um potenzielle Komplizen und Mittäter zu identifizieren, die ihn zu der Tat ermutigt oder bei den Vorbereitungen geholfen haben könnten", sagte der Pariser Antiterrorstaatsanwalt Rémy Heitz am Freitag in Straßburg. In der Elsass-Metropole und an den Grenzen kehrte wieder etwas Normalität ein. Der Weihnachtsmarkt wurde wiedereröffnet. Gleichzeitig warnen deutsche Behörden vor möglichen Nachahmern.

Zum Motiv des mutmaßlichen Attentäters äußerte sich Heitz nicht weiter. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag nach dem Tod Chekatts für sich. Der Angreifer sei ein Soldat des Islamischen Staates gewesen, meldete das IS-Sprachrohr Amak. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner nannte die Reklamation "opportunistisch" - sie ändere nichts. "Hier war ein Mann in unserer Mitte, der das Böse nährte", sagte er.

Bekannt ist, dass der Angreifer Zeugen zufolge "Allahu Akbar" (Allah ist groß) gerufen hat. Außerdem sei eine Radikalisierung Chekatts während eines Gefängnisaufenthaltes aufgefallen, hieß es vonseiten der Behörden. Er wurde in zwei Antiterrorverzeichnissen der französischen Regierung geführt und vom Geheimdienst überwacht.

+++ Freitag, 14.12.2018, 11.44 Uhr: Weihnachtsmarkt nach Terroranschlag in Straßburg wiedereröffnet +++

Nach dem Straßburger Terroranschlag ist der Weihnachtsmarkt in der Elsass-Metropole wiedereröffnet worden. Der französische Innenminister Christophe Castaner und der Straßburger Bürgermeister Roland Ries gingen am Freitagvormittag über den Markt in der Innenstadt und sprachen mit Verkäufern und Besuchern. Der Platz wurde abgesichert von Polizei und Soldaten. Hunderte Menschen kamen am Vormittag zur Eröffnung und schlenderten über den Markt. An den Buden konnte man wieder Glühwein und Essen kaufen.

Zusammen mit dem Weihnachtsmarkt in Dresden zählt der Straßburger Weihnachtsmarkt zu den ältesten Europas. Der "Christkindelsmärik" wurde 1570 erstmals erwähnt. Er sollte schon einmal Ziel eines Attentats sein: Im Jahr 2000 wurde ein geplanter Sprengstoffanschlag einer algerischen Gruppe rechtzeitig verhindert.

+++ Freitag, 14. Dezember 2018, 11.31 Uhr: Nach Straßburger Anschlag sieben Menschen in Gewahrsam +++

Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburger Attentäters Chérif Chekatt sind sieben Menschen in Polizeigewahrsam. Dabei handele es sich um vier Familienangehörige und drei der Familie nahestehende Personen, sagte der Staatsanwalt von Paris, Rémy Heitz, am Freitag in Straßburg. Zwei von ihnen seien in der Nacht auf Freitag festgenommen worden.

+++ Freitag, 14. Dezember 2018, 11.20 Uhr: Polizei sucht nach möglichen Komplizen Chekatts +++

Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburger Attentäters Chérif Chekatt sucht die Polizei nach möglichen Komplizen. Die Ermittler wollten herausfinden, ob der 29-Jährige während seiner Flucht unterstützt worden sei, sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwaltschaft Chefermittler Rémy Heitz am Freitag in Straßburg.

+++ Freitag, 14. Dezember 2018, 10.44 Uhr:Chefermittler will sich nach Tod von Straßburger Attentäter äußern +++

Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburger Attentäters will sich der Staatsanwalt von Paris, Rémy Heitz, vor den Medien äußern. Die Staatsanwaltschaft lud am Morgen kurzfristig zu einer Pressekonferenz mit dem Chefermittler um 11.00 Uhr MEZ im Straßburger Landgericht ein.

+++ Freitag, 14. Dezember 2018, 04.30 Uhr: Terrorverdächtiger Chekatt bei Schusswechsel getötet +++

Nach einer zweitägigen Großfahndung hat die Polizei den mutmaßlichen Straßburg-Attentäter Chérif Chekatt getötet. Er soll für den blutigen Terroranschlag in der elsässischen Metropole mit drei Toten verantwortlich sein. Staatspräsident Präsident Emmanuel Macron dankte den Sicherheitskräften in der Nacht zum Freitag via Twitter: "Unser Engagement gegen den Terrorismus ist uneingeschränkt", schrieb Macron.

Drei Polizisten machten am Donnerstagabend gegen 21.00 Uhr den mutmaßlichen Attentäter im Stadtteil Neudorf auf der Straße aus, wie der französische Innenminister Christophe Castaner berichtete. Als sie den Verdächtigen verhaften wollten, habe dieser das Feuer eröffnet. Die Polizei habe den Angriff erwidert und den Täter getötet.

Innenminister Castaner blieb in Straßburg, da er am Vormittag (10.55 Uhr) bei der Wiedereröffnung des traditionellen Weihnachtsmarkts im Herzen Straßburgs dabei sein will. Der Markt, eine überregional bekannte Touristenattraktion, war nach dem Anschlag aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 21.54 Uhr: Kreise:Mutmaßlicher Straßburger Attentäter getötet +++

Der mutmaßliche Straßburger Attentäter Chérif Chekatt ist zwei Tage nach dem Terroranschlag in der elsässischen Metropole getötet worden. Das bestätigten Polizeikreise der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend in Paris. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete, der 29-Jährige sei in Neudorf, einem Stadtviertel Straßburgs, getötet worden. Er habe auf Polizisten geschossen, die das Feuer erwidert hätten. Der Regionalzeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace" zufolge war er mit einer Schusswaffe und einem Messer bewaffnet. Näheres zum Hergang war zunächst unklar. Für 22.00 Uhr wurde eine Pressekonferenz des Innenministeriums angekündigt.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 21.40 Uhr: Innenminister: Straßburger Weihnachtsmarkt öffnet am Freitag +++

Der traditionelle Weihnachtsmarkt im Herzen Straßburgs soll an diesem Freitag wieder für Besucher geöffnet werden. Das kündigte der französische Innenminister Christophe Castaner am Donnerstagabend in der elsässischen Metropole an.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 21.30 Uhr: Straßburger Attentäter von der Polizei "neutralisiert" +++

Der mutmaßliche Straßburger Attentäter Cherif Chekatt ist einem Medienbericht zufolge von der Polizei "neutralisiert" worden. Das berichtete der Nachrichtensender Franceinfo am Donnerstagabend unter Berufung auf Polizeiquellen. Das Verb "neutralisieren" kann im Französischen entweder "töten" oder "außer Gefecht setzen" heißen.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 18.00 Uhr: Weitere Festnahme nach Straßburger Terroranschlag +++

Zwei Tage nach dem Straßburger Terroranschlag mit drei Toten haben Ermittler einen weiteren Verdächtigen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Attentäters Chérif Chekatt in Gewahrsam genommen. Er gehört nicht zur Familie Chekatts. Damit seien insgesamt fünf Verdächtige im Gewahrsam, bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Paris.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 15.37 Uhr: Polizeiaktion im Stadtteil Neudorf nach Straßburger Anschlag +++

Zwei Tage nach dem Terroranschlag in Straßburg gibt es laut dem französischen Nachrichtensender BFMTV einen größeren Polizeieinsatz im Straßburger Stadtteil Neudorf. Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge zu sehen. Der Anlass für den Einsatz sei bisher nicht klar, berichtete der Sender. Eine Bestätigung von der Polizei war dafür zunächst nicht zu bekommen.

In Neudorf unweit des Stadtzentrums hatte sich der mutmaßliche Täter unmittelbar nach dem Anschlag mit einem Taxi absetzen lassen und war danach verschwunden. In der Nähe befindet sich seine Wohnung, die durchsucht worden war.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 13.27 Uhr: Bundespolizei fahndet weiter nach Straßburger Täter +++

Die Bundespolizei fahndet im deutsch-französischen Grenzgebiet weiter nach dem Attentäter von Straßburg. Insbesondere in der deutschen Grenzstadt Kehl, aber auch im Hinterland werde kontrolliert, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Überwacht würden Fahrzeuge, der Personenverkehr über eine Fußgängerbrücke über den Rhein sowie Züge und Straßenbahnen. Auch Spezialkräfte seien im Einsatz.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 12.51 Uhr: Generalbundesanwalt leitet Verfahren gegen Straßburg-Attentäter ein +++

Die Bundesanwaltschaft hat sich in die Ermittlungen gegen den Straßburger Attentäter Chérif Chekatt eingeschaltet. Es sei am Mittwoch ein Verfahren gegen ihn wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden, sagte die Sprecherin der Behörde am Donnerstag dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitag).

Die Bundesanwaltschaft habe die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falles aufgenommen. Ein weiterer Grund sei, dass von dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt sechs Personen aus Deutschland traumatisiert seien, wenn auch nicht körperlich verletzt. Sie betonte, die Federführung der Ermittlungen liege weiterhin bei den französischen Behörden. Der Attentäter war am Donnerstag weiter auf der Flucht. Auch in Deutschland wird nach ihm gefahndet.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 12.02 Uhr: Zahl der Todesopfer steigt auf 3 +++

Die Zahl der Todesopfer des Straßburger Terroranschlags ist von zwei auf drei gestiegen. Ein viertes Opfer sei hirntot, bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Paris. Der Attentäter war am Donnerstag weiter auf der Flucht.

Unter den Todesopfern ist ein 45 Jahre alter Tourist aus Thailand. Nach Medienberichten starb er durch einen Schuss in den Kopf. Ein italienischer Journalist liegt im Koma, wie der Vater seiner Partnerin italienischen Medien sagte. Er könne nicht operiert werden, weil ein Projektil in der Nähe des Schädels und der Wirbelsäule stecke. Deutsche seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht unter den Opfern, hieß es aus dem Auswärtigen Amt am Mittwoch.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 11.05 Uhr: Attentäter Chekatt war in Wohnung, als er verhaftet werden sollte +++

Hätte die Terror-Attacke in Strassburg verhindert werden können? Laut einem Bericht von "Bild.de" soll die Polizei den mutmaßlichen Attentäter Chérif Chekatt noch am Dienstagmorgen mit drei Komplizen in seiner Wohnung angetroffen haben. Doch der Verdächtige soll daraufhin geflüchtet sein. Bislang hieß es von offizieller Stelle nur, dass Chekatt nicht in seiner Wohnung gewesen sei.

+++ Donnerstag, 13. Dezember 2018, 4.00 Uhr: Attentäter soll Anruf aus Deutschland erhalten haben +++

Erst liefert er sich einen Schusswechsel mit Soldaten, dann fährt er sogar noch mit dem Taxi davon: Vom Straßburger Attentäter fehlt nach seiner spektakulären Flucht auch am Donnerstag jede Spur. Wo kann er stecken? BB-Inforadio berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, Chekatt sei unmittelbar vor der Tat aus Deutschland angerufen worden.Er habe den Anruf jedoch nicht angenommen. Unklar sei, wer ihn angerufen habe und warum. Dieser Frage gehen deutsche Ermittler nun intensiv nach, wie der Sender weiter berichtete.Unklar ist, ob der Angreifer sich noch in der Elsass-Metropole aufhält. Daher bleibt auch der Weihnachtsmarkt am Donnerstag noch geschlossen. Der örtliche Präfekt habe festgestellt, dass die Sicherheitsbedingungen bisher nicht erfüllt seien, denn der Tatverdächtige sei noch nicht gefasst. Das sagte Straßburgs Bürgermeister Roland Ries im Nachrichtensender BFMTV.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 23:00 Uhr: Polizei fahndet mit Foto nach Attentäter von Straßburg +++

Nach dem Terroranschlag in Straßburg hat die französische Polizei ein Fahndungsfoto des Attentäters Cherif Chekatt samt Täterbeschreibung veröffentlicht. Auch süddeutsche Bundespolizei-Stationen, das Bundeskriminalamt und die Schweizer Bundespolizei verbreiteten am Mittwochabend auf Twitter den Aufruf der Police National. Die Polizei sucht Zeugen.

In dem Aufruf heißt es: "Der Mann ist gefährlich, bitte nicht selbst eingreifen". Der Gesuchte sei 29 Jahre alt, 1,80 Meter groß, habe kurze Haare, sei vielleicht Bartträger und habe eine Narbe auf der Stirn. Die Bundespolizei Baden-Württemberg twitterte am Abend: "Unsere Einsatzmaßnahmen nach der Attacke in #Straßburg werden auch über die Nacht andauern." Die Schweizer Bundespolizei schrieb per Twitter, die nördliche Grenze werde stärker kontrolliert.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:07 Uhr: Straßburger Weihnachtsmarkt bleibt nach Anschlag vorerst geschlossen +++

Nach dem tödlichen Terroranschlag in Straßburg soll der bekannte Weihnachtsmarkt auch an diesem Donnerstag geschlossen bleiben. Der örtliche Präfekt habe festgestellt, dass die Sicherheitsbedingungen bisher nicht erfüllt seien, denn der Tatverdächtige sei noch nicht gefasst. Das sagte Straßburgs Bürgermeister Roland Ries im Nachrichtensender BFMTV. Das kulturelle Leben mit Konzerten und anderen Veranstaltungen solle - soweit wie möglich - wieder laufen. Der Weihnachtsmarkt, eine bekannte Touristenattraktion, war bereits am Mittwoch geschlossen.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19.45 Uhr:Merkel kondoliert Macron nach Anschlag von Straßburg +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Frankreich nach dem Terroranschlag von Straßburg ihre Anteilnahme ausgedrückt. Der Angriff habe sie tief erschüttert, schrieb sie in einem Kondolenztelegramm an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dessen Text das Bundespresseamt am Mittwochabend veröffentlichte. "Wir trauern um die Menschen, die so jäh aus dem Leben gerissen wurden, und sind mit unseren Gedanken bei den Verletzten und den Angehörigen der Opfer." Im Namen der Bundesregierung spreche sie dem französischen Volk "unser tief empfundenes Mitgefühl aus". Deutschland stehe "in diesen schweren Stunden" fest an der Seite Frankreichs.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 17.15 Uhr:Auch in Bayern fahndet die Polizei nach dem Straßburger Attentäter +++

Nach dem Terroranschlag in Frankreich fahndet auch die bayerische Polizei intensiv nach dem Täter. "Damit unterstützen wir die französischen Kollegen bei der Täterfahndung. Beispielsweise haben wir unsere Schleierfahndungskontrollen verstärkt, vor allem in Richtung Baden-Württemberg", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Auch im grenznahen Raum kontrolliere insbesondere die Bayerische Grenzpolizei intensiv den Fahrzeugverkehr nach verdächtigen Personen.

Bislang seien die Motivlage des Attentäters und der konkrete Auslöser der Tat nicht abschließend geklärt. "Er gilt in Frankreich als islamistischer Gefährder. Deswegen ist auch ein islamistischer Hintergrund der Tat möglich", betonte Herrmann. Die Gefahr islamistischer Anschläge in Europa sei nicht gebannt.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 17.00 Uhr:Angreifer von Straßburg war auch in Luxemburg kriminell +++

Der mutmaßliche Attentäter von Straßburg ist auch in Luxemburg kriminell unterwegs gewesen. Seine DNA sei bei einem versuchten Einbruchsdiebstahl im Jahr 2012 am Tatort gefunden worden, sagte ein Sprecher der Regierung in Luxemburg am Mittwoch. Danach sei auch ein Strafverfahren gegen Chérif C. eingeleitet worden. Eine Vorladung habe dem Mann aber nicht zugestellt werden können, da sein Wohnort damals unbekannt gewesen sei, sagte ein Sprecher der Luxemburger Justiz.

Inzwischen ist gewiss, dass der Täter nach Angaben des Staatsanwalts vor seiner Flucht von Soldaten verletzt wurde. Er entkam mit einem Taxi, ließ sich vom Taxifahrer etwa zehn Minuten chauffieren und stieg dann aus.

Frankreich ist erneut von einem schweren Terroranschlag erschüttert worden.

Frankreich ist erneut von einem schweren Terroranschlag erschüttert worden. Bild: dpa

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12.54 Uhr: Chefermittler: Angreifer hat laut Zeugen "Allahu Akbar" gerufen +++

Zeugen des Straßburger Anschlags haben den Angreifer "Allahu Akbar" (Allah ist groß) rufen hören. Angesichts des Zielorts, seiner Vorgehensweise und der Zeugenaussagen habe die Antiterrorabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen, sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz am Mittwoch in Straßburg.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12.50 Uhr: Ermittler: Vier Festnahmen bei Straßburger Antiterror-Fahndung +++

Nach dem tödlichen Anschlag in Straßburg haben Ermittler vier Menschen aus dem Umfeld des 29 Jahre alten Tatverdächtigen Chérif C. in Gewahrsam genommen. Das sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz am Mittwoch in Straßburg.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12.45 Uhr: Zwei Tote und ein Mensch hirntot nach Straßburger Anschlag +++

Bei dem tödlichen Anschlag in Straßburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei hirntot, sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz am Mittwoch in der elsässischen Metropole. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen sehr schwer.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12.44 Uhr: Chefermittler: Terrorverdächtiger stammt aus Straßburg +++

Der nach dem tödlichen Anschlag in Straßburg gesuchte Terrorverdächtige ist 29 Jahre alt und stammt aus Straßburg. Der Mann heiße Chérif C., sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz am Mittwoch in Straßburg.Der Täter soll nach Medienberichten vor seiner Flucht von Soldaten verletzt worden sein.Nach Informationen des Senders France Info entkam er mit einem Taxi, das er gestohlen hatte. Mehr als 600 Einsatzkräfte und mehrere Hubschrauber seien an der Fahndung beteiligt, hieß es. Die Bundespolizei kontrollierte mehrere Grenzübergänge von Deutschland nach Frankreich.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12.35 Uhr: Attentäter hatte Feuerwaffe und Messer +++

Wie die Staatsanwaltschaft in Straßburg auf einer Pressekonferenz bestätigt, benutzte der Verdächtige eine Feuerwaffe. In dem Viertel rund um den Weihnachtsmarkt habe er mehrmals das Feuer eröffnet. Auch ein Messer verwendet sei von ihm benutzt worden, mit dem er seine Opfer schwer verletzt habe. Die Polizei würde zudem nach eventuellen Komplizen fahnden, erklärt sie Staatsanwaltschaft weiter.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12.30 Uhr: Opfer stammt aus Thailand - Flucht nach Deutschland? +++

Nach dem Anschlag in Straßburg mit drei Toten ist der Täter noch immer auf der Flucht. Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach dem 29-jährigen Chérif C., der möglicherweise noch in einem gestohlenen Taxi unterwegs ist. Unter den bei dem Attentat getöteten ist ein 45 Jahre alter Tourist aus Thailand, wie das Außenministerium in Bangkok bestätigte. Nach Medienberichten starb er durch einen Schuss in den Kopf.

Die französische Regierung schließt nicht aus, dass der Straßburger Attentäter nach Deutschland geflüchtet sein könnte. "Aber was ich sagen möchte, ist, dass natürlich sofort die Grenzschließung sichergestellt wurde und Straßburg (...) abgeriegelt wurde", sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Laurent Nuñez, am Morgen dem Sender RTL. Dass der Täter dennoch ins benachbarte Deutschland geflohen sein könnte, könne aber nicht ausgeschlossen werden.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 11.10 Uhr: Auch Bruder von Straßburger Attentäter wird gesucht +++

Die deutschen Sicherheitsbehörden sind nach Informationen des Berliner "Tagesspiegels" nicht nur an der Suche nach dem Attentäter von Straßburg beteiligt, sondern fahnden auch nach dessen Bruder Sami C..Die beiden französischen Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln wohnten nach Informationen aus Sicherheitskreisen zuletzt in Straßburg. Sie würden in Frankreich als radikalisiert eingestuft und dem Straßburger Islamistenmilieu zugerechnet, sagte ein hochrangiger Sicherheitsexperte dem Berliner "Tagesspiegel". In Deutschland tauchen die beiden Namen allerdings nach dpa-Informationen nicht in der Datei für islamistische Gefährder auf. Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Registrierungsschwelle in Frankreichs "fiche-S-Datei" sei deutlich niedriger als für die Aufnahme in die deutsche Gefährderdatei.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 10.45 Uhr: Straßburger Tatverdächtiger mehrfach wegen Einbrüchen verurteilt +++

Der mutmaßliche Angreifer von Straßburg hat nach Kenntnis der deutschen Justiz bereits etliche Jahre im Gefängnis verbracht - in allen Fällen ging es um Einbrüche. So verurteilte das Amtsgericht Singen den Mann Mitte 2016 zu zwei Jahren und drei Monaten Haft, weil er in eine Zahnarztpraxis in Mainz und eine Apotheke in Engen im Süden Baden-Württembergs eingebrochen war. Wie aus dem entsprechenden Urteil, das der dpa vorliegt, außerdem hervorgeht, wurde er unter anderem schon 2008 in Frankreich und 2013 in der Schweiz jeweils wegen mehrerer Einbrüche zu Gefängnisstrafen verurteilt. Alle Taten hat er zugegeben.

Er sei zusammen mit sechs Geschwistern im Elternhaus in Straßburg aufgewachsen, habe einen dem Hauptschulabschluss vergleichbaren Abschluss, aber keine Ausbildung gemacht. Nach der Schule habe er bei der Gemeinde gearbeitet, seit 2011 sei er arbeitslos gewesen und nach eigener Aussage viel gereist. Schon vor seiner Verurteilung in Singen habe er insgesamt vier Jahre in Gefängnissen verbracht, heißt es im Urteil.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 9.45 Uhr: NRW-Ministerium: Polizei zeigt schon Präsenz auf Weihnachtsmärkten +++

Nach dem Straßburger Terroranschlag werden die Sicherheitsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen nach einer erster Einschätzung des Innenministeriums zunächst nicht weiter erhöht. "Wir haben unsere Polizeibehörden schon vor Beginn der Weihnachtsmärkte angewiesen, deutlich mehr sichtbare Präsenz zu zeigen", sagte ein Ministeriumssprecher. Dies sei auch umgesetzt worden.

Es gebe keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne in NRW, gleichwohl eine abstrakt hohe Gefahr. "Wir werden das ganz genau beobachten, wie sich die Lage weiter entwickelt", betonte der Sprecher des Innenministeriums. Wenn es erforderlich sein sollte, werde auf eine veränderte Sicherheitslage entsprechend reagiert.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 9.32 Uhr: Staatssekretär legt sich nicht auf Motiv von Straßburger Täter fest +++

Obwohl Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen im Fall des Anschlags in Straßburg übernommen haben, will sich das französische Innenministerium nicht auf ein terroristisches Motiv des Täters festlegen. Eine terroristischer Hintergrund sei im Moment noch nicht sicher, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Laurent Nuñez, am Mittwochmorgen dem Sender RTL. Der mutmaßliche Täter sei zwar polizeibekannt gewesen, allerdings bisher nicht im Zusammenhang mit Terrorismus. Er sei mehrfach im Gefängnis gewesen und dort sei auch eine Radikalisierung festgestellt worden.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Täter auf der Sicherheitsakte "Fiche S" geführt worden sei - einer Liste von Personen, die verdächtigt werden, radikalisiert zu sein.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 9 Uhr: Mutmaßlicher Täter in Frankreich und Deutschland verurteilt +++

Frankreichs Regierung ließ nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen. Das bedeute verstärkte Kontrollen an den Grenzen des Landes, erläuterte Castaner. Auch Weihnachtsmärkte würden stärker kontrolliert. Laut dem Minister war der mutmaßliche Täter bereits wegen Delikten in Frankreich und Deutschland verurteilt worden.Französische Medien bezeichnen ihn als "Intensivtäter".

Ein angebliches Video vom Angriff geistert derweil durch die sozialen Medien!

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 8 Uhr: Schüsse auf Weihnachtsmarkt in Straßburg - Mutmaßlicher Täter flieht mit Taxi +++

Der Verdächtige hatte nach Angaben der Präfektur gegen 20 Uhr nahe dem Weihnachtsmarkt der Elsass-Metropole das Feuer eröffnet. Castaner beschrieb den genauen Tatort nicht näher und sagte lediglich, der Täter habe an drei verschiedenen Orten in der Stadt "Terror" verbreitet. Zwischen 20 und 21 Uhr habe er sich zweimal einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften im Patrouilleneinsatz geliefert.

Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf die Polizei, der vermutlich radikalisierte Mann sei vor seiner Flucht von Soldaten verletzt worden. Laut dem Sender France Info entkam er mit einem Taxi, das er gestohlen hatte.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 7.30 Uhr:Terror-Attentäter sollte verhaftet werden +++

Der mutmaßliche Täter hätte einem Medienbericht zufolge eigentlich schon am Dienstagmorgen verhaftet werden sollen. Wie France Info unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause. Demnach wird dem 29-Jährigen versuchter Mord vorgeworfen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Stunden vor den Schüssen sollen Granaten gefunden worden sein, wie France Info und die Zeitung "Le Parisien" berichteten.

Frankreich ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von islamistisch motivierten Terroranschlägen geworden, die fast 250 Menschen das Leben kosteten. Auch diesmal übernahmen wieder Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Die Untersuchung wurde unter anderem dem Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigten.

+++ Mittwoch, 12. Dezember 2018, 7 Uhr: Kontrolle an deutscher Grenze verstärkt +++

Am deutsch-französischen Grenzübergang kontrollierte die Polizei am Abend Autos, die von Deutschland nach Frankreich fuhren, wie eine dpa-Reporterin berichtete. "Wir verstärken (...) aktuell die Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze in diesem Bereich", teilte die Bundespolizei Baden-Württemberg auf Twitter mit. Später twitterte sie, dass der Verkehr einer grenzüberschreitenden Straßenbahn eingestellt worden sei. "Sofern möglich vermeiden Sie bitte aktuell den Grenzübertritt im Bereich Kehl", hieß es weiter.

Zusammen mit dem Weihnachtsmarkt in Dresden zählt der Straßburger Weihnachtsmarkt zu den ältesten Europas. Der "Christkindelsmärik" wurde 1570 erstmals erwähnt. Er sollte schon einmal Ziel eines Attentats sein: Im Jahr 2000 wurde ein geplanter Sprengstoffanschlag einer algerischen Gruppe rechtzeitig verhindert.

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pap/news.de/dpa
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