02.12.2018, 16.22 Uhr

Massives Erdbeben in Alaska: Alaska räumt nach schwerem Erdstoß und Hunderten Nachbeben auf

Dieses Luftbild zeigt die massiven Schäden im Süden Alaskas nach dem Erdbeben.

Dieses Luftbild zeigt die massiven Schäden im Süden Alaskas nach dem Erdbeben. Bild: dpa/Marc Lester

Aufgerissene Straßen, verwüstete Supermärkte, geborstene Wasserleitungen: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 und mehr als 200 Nachbeben haben am Freitag und Samstag schwere Schäden im Süden Alaskas hinterlassen. In den kommenden Tagen sei mit weiteren schwächeren Erschütterungen zu rechnen, teilte die Erdbebenwarte des US-Bundesstaates mit. Die Polizei geht bisher nicht von Toten oder Schwerverletzten aus.

Alaska räumt nach schwerem Erdstoß und Hunderten Nachbeben auf

Das Hauptbeben ereignete sich am Freitag um 8.29 Uhr Ortszeit in 40 Kilometern Tiefe. Leichte Auswirkungen waren nach Informationen der Erdbebenwarte noch in 600 Kilometern Entfernung zu spüren. Es handelte sich den Experten zufolge um einen der schwersten Erdstöße der vergangenen Jahre in Alaska.

Das Epizentrum lag nahe Anchorage, der größten Stadt des Bundesstaates. Dort leben knapp 300.000 Menschen. Die Behörden konnten zunächst keine genauen Angaben zur Höhe der Schäden machen. Die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser sei vielerorts unterbrochen worden, habe nun aber fast vollständig wiederhergestellt werden können.

Bilder zeigen erhebliche Schäden in Anchorage nach Erdbeben

In den sozialen Medien kursieren mehrere Videos, die Einwohner von Anchorage in Panik zeigen. Eine Reporterin veröffentlichte auf Twitter Aufnahmen, die aus einem Gerichtsgebäude stammen sollen. Darauf ist zu sehen, wie das Haus heftig wackelt und zwei Frauen Zuflucht unter Tischen suchen. Andere Bilder zeigten zersplitterte Fensterscheiben und umgestürzte Möbel. Ein Stück einer Straße, die zum Flughafen von Anchorage führt, sackte ein.


Mehrere Nachbeben und Tsunami-Warnung versetzt Bewohner in Panik

In der Nacht zu Samstag zeichnete Alaskas Erdbebenwarte mehrere Nachbeben auf, die die Stärke 5,0 überschritten. Hinzu kamen viele geringere Erschütterungen. Eine vorsorglich erlassene Tsunami-Warnung für einige Teile der Südküste Alaskas hoben die Behörden später wieder auf.

Immer wieder Erdstöße in Alaska

Bill Walker, der scheidende Gouverneur des Bundesstaates, hatte den Katastrophenfall ausrufen lassen, um schneller Hilfe organisieren zu können. US-Präsident Donald Trump wurde auf dem G20-Gipfel in Argentinien über die Lage unterrichtet und sagte Hilfe seiner Regierung zu. Alaska wird immer wieder von Erdstößen getroffen. Die Erdbebenwarte des Bundesstaates misst durchschnittlich alle 15 Minuten eine Erschütterung. Die meisten davon spüren die Einwohner nicht. Ein besonders verheerendes Beben ereignete sich im Jahr 1964, als ein Wert von 9,2 gemessen wurde.

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sba/news.de/dpa
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